Bradley Manning droht lebenslange Haft

Neue Anklagepunkte gegen mutmaßlichen Wikileaks-Informanten in USA / Kritik an Haftbedingungen

Die US-Militärstaatsanwaltschaft hat ihre Anklageschrift gegen Bradley Manning erweitert und will eine lebenslange Haftstrafe für den mutmaßlichen Wikileaks-Informanten fordern.

Bradley Manning ist Private First Class der US-Army und soll der Enthüllungsplattform Wikileaks brisantes Material zugespielt haben, vom erschütternden Video eines tödlichen Luftangriffs auf Zivilisten in Irak bis zu den schlagzeilenträchtigen Geheimdepeschen US-amerikanischer Diplomaten. Seit über sechs Monaten sitzt der Gefreite auf der Marinebasis Quantico (Virginia) in verschärfter Einzelhaft. Für das Pentagon ist der einstige Analyst, der wie rund 500 000 weitere Nutzer während seiner Dienstzeit Zugang zu Hunderttausenden vertraulichen Dokumenten im geheimen militärischen SIPRNet hatte, ein Verräter.

Nun sei die Anklage um 22 Punkte erweitert worden, wie der Fernsehsender NBC berichtete. Am schwersten wiege dabei der Vorwurf der »Unterstützung für den Feind« (aiding the enemy). Wobei die Ermittler keine gerichtsfeste Verbindung zwischen Manning und Wikileaks-Gründer Julian Assange gefunden haben sollen. Die Militärstaatsanwalt...


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