Demonstration statt Kulturfest

Kurdischer Verein will sich mit dem Verbot seines Festivals nicht abfinden

  • Sebastian Weiermann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eigentlich sollte am 3. September das 24. Internationale Kurdische Kulturfestival im Kölner Rhein-Energie Stadion stattfinden. Zehntausende Kurden wurden zu dem Festival erwartet, mit Bussen wollten sie aus ganz Europa anreisen. Doch das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Kölner Polizei sorgten für das Aus des Festivals. Der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies wirkte, auch mit öffentlichkeitswirksamen Pressemitteilungen, auf die »Kölner Sportstätten GmbH« ein, den Vertrag mit NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e. V.), dem Veranstalter des Kulturfestivals, nicht zu unterschreiben. Das Tochterunternehmen der Stadt kam diesem Wunsch nach. Nun reagierte der kurdische Verein und hat eine Versammlung mit bis zu 30 000 Teilnehmern in Köln angemeldet.

Beim Verbot des Kulturfestivals in Köln sieht der Veranstalter NAV-DEM verschiedene Kräfte am Werk. NAV-DEM macht Polizei, Verfassungsschutz un...


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