Halles Oberbürgermeister weist vor Gericht Untreuevorwürfe zurück

Magdeburg. Im Untreueprozess gegen den Oberbürgermeister der sachsen-anhaltinischen Stadt Halle (Saale), Bernd Wiegand, hat der Angeklagte die Vorwürfe zurückgewiesen. Er habe drei Vertraute zu seinem Dienstantritt als parteiloser Stadtchef Ende 2012 »nach bestem Wissen und Gewissen« eingestellt, sagte Wiegand am Freitag am Magdeburger Landgericht. Zwei Mitarbeiter hätten für die anspruchsvollen Tätigkeiten hohe Forderungen gestellt. Er habe versucht, alle Gehälter nach gleichen Kriterien festzulegen. Dabei habe er den Ermessensspielraum eines Oberbürgermeisters nicht überschritten, sagte der 60-Jährige. Wiegand steht wegen dieser Personalentscheidungen vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Untreue vor, weil er seiner Büroleiterin und zwei Referenten viel zu hohe Gehälter zugestanden haben soll. Dadurch sei der Stadt ein Schaden von 290 000 Euro entstanden. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung