nd-aktuell.de / 26.08.2017 / Kultur / Seite 29

Lexikon

Amateurboxen

Sehen wir Kämpfe im Fernsehen, außer bei Olympia, sind es meistens Profiboxer, die dort wettstreiten - keine Amateure. Bis vor Kurzem durften nur Amateurboxer bei Olympischen Spielen antreten, um den Einfluss des Geldes gering zu halten. Die Kämpfe gehen über drei bis vier Runden von zwei oder drei Minuten, die Kämpfer tragen zusätzlich einen Kopfschutz und anders als die Profis ein Sporthemd. Bei den Profis geht der Kampf schon mal zwölf Runden lang. Die Amateure werden von drei bis fünf Punktrichtern bewertet, die über die Treffer entscheiden, bei den Profis wird nach jeder Runde die Entscheidung getroffen, wer in den drei Minuten besser war. Amateurboxer beginnen ihre Karriere in der Regel rund um das achte Lebensjahr, viele von ihnen jedoch trainieren schon vorher in einem Verein. Wer besonders viel Talent hat, besucht ein Sportinternat. Dort beginnt das Training bereits morgens noch vor Schulbeginn und nach Unterrichtsende geht es weiter. So können sich die Sportler und ihre Trainer voll auf das Boxen konzentrieren.

Schattenboxen

Die Sportler scheinen gegen sich selbst zu kämpfen. Sie stehen meist vor einem Spiegel oder alleine im Ring und schlagen Haken in die Luft. Das ist ein gutes Training für Technik, Ausdauer und Kondition.

Sparring

Zwei Boxer stehen sich im Training gegenüber und kämpfen miteinander. In diesem Moment geht es nicht um Sieg oder Niederlage, hier werden Fähigkeiten wie Schnelligkeit und Ausdauer verbessert.

Sandsacktraining

Die Sportler boxen auf einen Sandsack ein. Hier geht es um Schnelligkeit, Ausdauer, Kraft, Koordination und Kondition. Außerdem werden beim Training am Sandsack Schlagkombinationen geübt.

Frauenboxen auf Kuba

Frauen und Boxen, das war auf Kuba lange nicht populär. Das schickte sich einfach nicht. Es ist nicht so, dass Mädchen nicht zum Boxsport gehen wollten, sie wurden einfach nicht gefragt. Während es bei uns längst normal ist, Frauen im Boxring zu sehen, war das auf Kuba lange sogar verpönt. Langsam öffnet sich der kubanische Boxverband, Mädchen werden nun zugelassen. Aber auch die müssen sich erst an die neue Freiheit gewöhnen.

Salsa

Salsa ist eine Mischung aus afroamerikanischen und europäischen Tänzen. Auf Kuba vermischte sich der afrikanische Rhythmus mit spanischer Gitarrenmusik. So entstand eine einzigartige und besondere Kombination. Die Musik hat eine enge Verbindung zur lateinamerikanischen Kultur und zeigt ihre Fröhlichkeit.