Potsdam. Innenminister Karl-Heinz Schröter reagiert gelassen auf die Kritik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an der in Brandenburg geplanten Kreisgebietsreform. »Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass Frau Merkel ihren Parteifreunden in Brandenburg im Wahlkampf zur Seite springen muss«, sagte Schröter am Mittwoch. »Die recht wenigen Passagen zur Reform wirkten in ihrer Rede aber doch eher wie eine notwendige Pflichtübung. In der Sache kam da nicht viel. Insofern war dieser Beitrag der Kanzlerin für den weiteren Fortgang der notwendigen Debatte über die Zukunft unseres Landes nicht hilfreich. Denn ein Stillstand der Entwicklung löst unsere Probleme im Land nicht.« Schröter stichelte, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sei sich die CDU an verantwortlicher Stelle darüber auch immer völlig im Klaren gewesen. Warum das nun nur in Brandenburg anders sein solle, das könne man »im Ernst niemandem erklären«. Merkel hatte am Dienstag einen Wahlkampfauftritt in Brandenburg/Havel absolviert. dpa/nd
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