nd-aktuell.de / 09.09.2017 / Politik / Seite 5

Einige steuerpolitischen Vorschläge der Parteien

Die SPD will den Spitzensteuersatz von 42 Prozent erst ab 60 000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen greifen lassen, ebenso wie die CDU. Ab 76 200 Euro sollen laut SPD künftig 45 Prozent Steuern fällig werden. Die Grünen wollen ab 100 000 Euro einen höheren Spitzensteuersatz. Auch die Linkspartei will den Spitzensatz später greifen lassen, nämlich ab 70 000 Euro, dafür sollen dann - wie bei den Grünen - mehr Steuern fällig sein. Die FDP will den Spitzensteuersatz »nach rechts verschieben«, wohin genau bleibt offen.

Den Soli abschaffen wollen FDP, CDU und SPD.

Die Einführung einer Vermögenssteuer fordern Linkspartei und Grüne; CDU, AfD und FDP schließen sie aus; die SPD fordert sie nicht, schließt sie aber auch nicht aus.

Linkspartei und Grüne wollen Erbschaften stärker besteuern. Auch die SPD will dies bei »sehr großen Erbschaften«. Die CDU möchte bei der Erbschaftssteuer alles belassen, wie es ist. Die FDP will Erbschaften zwischen Eheleuten und eingetragenen Lebenspartnern steuerfrei gestalten und lehnt jede »Verschärfung der Erbschaftssteuer« ab. Die AfD möchte Erbschaften »besonders schützen« und fordert die Abschaffung der Erbschaftssteuer.