Tanzaktion für Kohleausstieg vor Reichstag

  • Von Slava Wagner und Martin Kröger
  • Lesedauer: 1 Min.

Ein Blasorchester und zwei Trompetenstöße auf der Wiese vor dem Reichstag geben das Zeichen. Eine große Tanzgruppe formiert sich. Etwa 100 Schülerinnen und Schüler beginnen mit ihrer symbolischen Choreografie unter dem Motto »frischer Wind für den Kohleausstieg«. Sie inszenieren unter melancholischer Melodie Schaufelbewegungen und Krankheit des Menschen als Sinnbild für Kohleabbau und Emissionen. Im zweiten Teil wird es heiterer: Die Schülerinnen und Schüler »verwerfen« mit einer Geste die Kohle und schwenken blaue Tanzbänder als »frischen Wind«.

Das Signal ist an die nächste Bundesregierung adressiert, für die gerade CDU, CSU, FDP und die Grünen Sondierungsgespräche führen. »Ziel ist, den Kohleausstieg zum Kernthema der kommenden Koalitionsverhandlungen zu machen«, sagt Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland, welche die Veranstaltung mit organisierte. Einen Lichtblick gibt es laut Averbeck: »Die Grünen haben den Ausstieg bereits auf der Agenda und dürfen sich von den anderen Parteien nicht über den Tisch ziehen lassen«, sagt sie.

Das Bundesland Berlin macht unterdessen vor, wie der Kohleausstieg funktionieren kann: Am späten Donnerstagnachmittag wollte das Abgeordnetenhaus das Berliner Energiewendegesetz ändern. Darin enthalten: der Ausstieg aus der Steinkohle bis 2030.

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