nd-aktuell.de / 13.10.2021 / Ratgeber / Seite 21

Wie der Klimaschutz schon im eigenen Haushalt beginnt

Vermeidung von Heizungsemissionen

Bereits in den frühen 2030er Jahren könnte der Klimawandel zu einem Anstieg der globalen Erderwärmung um 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau führen. Welche Folgen ergeben sich daraus für den privaten Haushalt?

Ohne Gegenmaßnahmen wäre dies eine Entwicklung mit verheerenden Folgen. Insbesondere geht es für jeden Einzelnen darum, nicht nur auf Klimaschutzmaßnahmen der Politik zu zählen. Auch im privaten Haushalt bieten sich Optionen[1], unnötigen Energieverbräuchen etwas entgegenzusetzen. Allerdings ist vielen Menschen nicht bewusst, welche der vielen gut gemeinten Energiespartipps tatsächlich die effektivsten Auswirkungen haben.

Natürlich sollte in unbenutzten Räumen kein Licht brennen, Waschmaschinen und Trockner sollten erst gut gefüllt gestartet werden, und elektronische Geräte sollten nicht ständig im Stand-by-Modus verbleiben.

Auf den gesamten Energieverbrauch eines Haushalts haben diese Maßnahmen nur einen geringen Einfluss. Was sowohl die Nebenkosten als auch die Emissionen viel deutlicher in die Höhe treibt, ist der gesamte Bereich der Wärmeerzeugung - der mit Abstand größte Energieverbraucher im Wohnhaus.

Wer etwas zum Klimaschutz beitragen möchte, sollte deshalb mit seinen Sparmaßnahmen bei der Heizung und Warmwasserbereitung ansetzen. Damit sind weder eiskalte Duschbäder noch dicke Pullover am Esstisch gemeint. Doch schon die regelmäßige Wartung des Heizkessels, eine sinnvolle Programmierung der automatischen Temperaturabsenkung oder unverstellte Heizkörper können den Energiebedarf deutlich senken.

Transparenz durch RAL-Gütezeichen

Wer das Klima noch konsequenter schützen möchte, kann auch bei der Brennstoffauswahl auf CO2-Neutralität achten. Bei CO2-kompensierten Energieträgern wird deren Emissionspotenzial durch Investitionen der Brennstoffhändler in anerkannte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Dass diese Kompensation korrekt durchgeführt wird, belegt das »RAL-Gütezeichen CO2-kompensierte Energieprodukte«. Es wird erst nach sorgfältiger Kontrolle der entsprechenden Ausgleichsberechnungen und Zertifikate durch neutrale Sachverständige bzw. Prüfstellen verliehen .

Augen auf beim Brennstoffkauf

Muss ein Heizöl- oder Flüssiggastank oder auch ein Pelletlager neu befüllt werden, sind viele Unbekannte mit im Spiel. Denn der Kunde kann nicht selbst überprüfen, ob der neue Brennstoff der vereinbarten Qualität entspricht, ob der Mengenzähler am Tankwagen richtig funktioniert oder ob der Rechnungsbetrag tatsächlich mit der Liefermenge übereinstimmt.

Abweichungen durch fehlerhafte Messgeräte fallen deshalb dem Kunden möglicherweise niemals auf. Bei kaum einer anderen Anschaffung in dieser Preiskategorie würden Verbraucher solch einen Mangel an Kontrollmöglichkeiten akzeptieren.

Sie müssen das auch gar nicht. Denn eine praktische Verbraucherschutzoption bietet die Möglichkeit, unseriösen Energieanbietern bzw. fehlerhafter Liefertechnik aus dem Weg zu gehen: Das RAL-Gütezeichen schafft im Energiehandel Transparenz, denn alle damit ausgezeichneten Lieferanten müssen sich einem strengen und kontinuierlichen Qualitäts-Check unterziehen.

Beanstandungen bei Fahrzeugen, Lieferstandards, Abrechnungsmodalitäten und Warenqualität würden zwangsläufig zur Aberkennung des Prädikats führen.

Verbraucher finden weitere Informationen unter www.guetezeichen-energiehandel.de[2]

Links:

  1. https://www.nd-aktuell.de/artikel/1156553.mit-kleinem-co-abdruck-in-die-eigenen-vier-waende.html?sstr=hausbau
  2. http://www.guetezeichen-energiehandel.de