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Traumberuf Journalistin

Linda Peikert ist künftig verantwortlich für Videojournalismus beim »nd«

  • Von Ulrike Kumpe
  • Lesedauer: 3 Min.

Um mehr Videobeiträge beim »nd« kümmert sich bald Linda Peikert. Die 29-Jährige hat sich nach zwei Jahren freier Autorinnenschaft vor allem für das Online-Magazin »Supernova«, aber auch für die Zeitung entschieden, als Festangestellte weiterzumachen. Ihr Ziel ist es, das Angebot des »nd« mit mehr Videoreportagen aus linker Perspektive und kurzen Videoclips für die sozialen Medien zu bereichern. Sie plädiert zudem für eine stärkere Verschränkung der Formate: »Ich wünsche mir, dass Print, Podcast und Videojournalismus stärker zusammenwirken.«

Ihr Traum, schon während der Schulzeit, ist es, Journalistin zu werden. Nach einem Hospitationstag beim Südwestdeutschen Rundfunk, bei dem sie 17 Stunden einen Redakteur begleitet, ist sie sich ganz sicher, dass es genau das ist, was sie einmal beruflich machen möchte. Es folgt ein Praktikum bei einer Lokalzeitung, und sie beginnt für die Deutsche Presseagentur zu schreiben.

Heute arbeitet sie nicht nur beim »nd«, sondern berichtet für unterschiedliche Medien, darunter das Techno-Magazin »Groove« sowie Deutschlandfunk Kultur. Neben dieser Tätigkeit schließt sie gerade ihr Studium Kulturjournalismus an der Universität der Künste in Berlin ab. Ihre Abschlussarbeit hat sie bereits abgegeben. Jetzt wartet sie auf das Ergebnis - erst wenn dieses vorliegt, kann sie sich auf die mündliche Verteidigung vorbereiten, um ihr Studium erfolgreich zu beenden. Beschäftigt hat sie sich mit der Frage: Was wünschen sich junge Zielgruppen von der Lokalpresse?

Bevor es die gebürtige Tübingerin nach Berlin verschlug, reiste sie immer wieder nach Argentinien. Dort lernt sie die feministische Bewegung kennen. Diese setzt sich für das Recht auf Abtreibung, für Gleichberechtigung und gegen Gewalt gegen Frauen ein. Linda nimmt selbst an Vorbereitungstreffen - als Asamblea bezeichnet - zum Internationalen Frauentag teil.

»Was mich besonders beeindruckt hat, ist das Kämpferische der argentinischen Frauen.« Das grüne Tuch, Symbol des Kampfes der argentinischen Frauenbewegung, baumelt noch immer an ihrem Rucksack. Aus diesen Erfahrungen entwickelte sich einer ihrer Schwerpunkte, feministische Kämpfe, den sie neben dem Thema soziale Gerechtigkeit weiter inhaltlich verfolgt.

Der Start in Argentinien war nicht ganz einfach, da sie anfangs noch kein Spanisch beherrschte. Doch sie erlernt die Sprache und nutzt diese gleich wieder für die journalistische Tätigkeit: Sie berichtet für die Deutsche Presse-Agentur.

Neben der Sprache entdeckt sie auch ein neues Hobby: Reiten. Eines, das sie, zurück in Deutschland, allerdings nicht wieder aufnimmt. »Mir ist das hier zu sehr auf den Turniersport ausgerichtet«, erklärt Linda. »Das war in Argentinien etwas völlig anderes - gauchomäßig bis zu acht Stunden ohne Sattel durch die Pampa zu streifen. Das war einfach toll.«

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