Der »keltische Tiger« ist K. o. gegangen

Wirtschaftskrise kommt Iren teuer zu stehen

  • Von Axel Reiserer, Dublin
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der schweren Wirtschaftskrise in Irland will die Dubliner Regierung durch Einführung von Rentenbeiträgen für Staatsdiener, Kürzungen beim Kindergeld, verschobene Lohnerhöhungen und Ausgabenstreichung begegnen.

Der Weg aus der »schwersten Wirtschaftskrise seit 70 Jahren«, so Ministerpräsident Brian Cowen, wird die Iren teuer zu stehen kommen. Mit einem radikalen Sparprogramm versucht die konservative Regierung, den Staatsbankrott abzuwenden und in den nächsten fünf Jahren 16,5 Milliarden Euro (etwa zehn Prozent des BIP von 2008) einzusparen. In einem ersten Schritt werden nun für dieses Jahr die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zur Kasse gebeten, die ab sofort erstmals in die staatlichen Pensionsfonds einzahlen müssen. Mit weiteren Maßnahmen – wie Kürzungen beim Kindergeld, Einsparungen in der Verwaltung und der Verschiebung von vereinbarten Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst – sollen allein in diesem Jahr zwei Milliarden Euro eingespart werden. Die Gewerkschaften versagten dem Sparpaket in letzter Sekunde ihren Segen.

Eine Alternative gibt es freilich nicht. Irland muss dringend die internationalen Kreditmärkte von sein...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.