Die NATO – der alte Feind

Radikale Linke führten seit 1968 viele Kampagnen gegen das Militärbündnis

  • Von Gerhard Hanloser
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Zuletzt waren Anti-NATO-Kampagnen in den 80er Jahren in der radikalen Linken angesagt. Sie machte damals besonders auf die Rolle der Bundesrepublik aufmerksam, die in der traditionellen Friedensbewegung unterbelichtet gewesen sei. Diese Botschaft ist heute Allgemeingut.

Die Blockaden für den kommenden NATO-Gipfel werden gut vorbereitet. Die Trainings sind ein Grund, dass massenhafter ziviler Ungehorsam eine Renaissance erlebt.

Einige wenige freuen sich über den bevorstehenden »Doppelgipfel« Anfang April in Kehl und Straßburg, wo die NATO auf der deutschen und französischen Seite des Rheins ihr 60. Jubiläum feiert. Zum Beispiel die Baden-Badener Winzergenossenschaft, die laut Pressemitteilung eine besonders schöne Geschäftsidee ersonnen hat: Den NATO-Wein. Ihr Geschäftsführer, Thomas Goth, erklärte begeistert: »Es ist ein überwältigendes Gefühl zu wissen, dass unser Wein von Spitzenpolitikern aus aller Welt am 3. April getrunken wird.« Es soll sich um einen weißen, trockenen Riesling Kabinett und einen roten, trockenen Spätburgunder handeln. Die NATO, das wissen Gegner dieser nun 60 Jahre bestehenden Organisation, ist bloß alter Wein in neuen Schläuchen. Ältere Semester der radikalen Linken erinnern sich sogar noch, wie aus dem SDS heraus eine Anti-NATO-Kampagne lanciert wurde.

Auf dem Internationalen Vietnam-Kongress in Berlin erklärte Hans Jürgen Krahl 1968...


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