Gerangel ums liebe Geld

Ärzte sind unzufrieden mit Honorarreform, Patienten baden es aus

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ärzteproteste begleiten die Gesundheitsreformen der letzten Jahre so zuverlässig wie das Taschentuch den Schnupfen. Momentan geht es um die neue Honorarordnung für niedergelassene Ärzte. Einige Facharztgruppen fühlen sich durch sie benachteiligt und fordern, die neuen Regelungen zurückzunehmen.

Zum 1. Januar 2009 ist nicht nur der Gesundheitsfonds in Kraft getreten, sondern auch ein neues Vergütungssystem für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten. Es löst ein lange kritisiertes Punktwertesystem ab, bei dem die Bezahlung undurchschaubar blieb und auch davon abhängig war, was die Kollegen in der Region insgesamt für Leistungen erbracht hatten. Eigentlich sollte das neue System von den Selbstverwaltungsorganen der Ärzte und Krankenkassen erarbeitet werden, aber die konnten sich nicht fristgerecht einigen, so dass die Politik mit einem Schiedsverfahren eingriff und den Kontrahenten Beine machte.

Herausgekommen ist eine Honorarordnung, die von Punkten auf Euro umgestellt wurde. Verbunden damit war eine Anhebung der Einkommen für die Ärzte in den neuen Bundesländern. Ein Bundeszuschuss von drei Milliarden Euro sollte verhindern, dass dieser Ausgleich zu Lasten der bisher Bevorzugten in den alten Ländern ging. Zur Verfügung ste...


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