Hilfe aus der Vorstandsetage

Zwei Energiekonzerne sollen die Vorlage für einen umstrittenen Gesetzentwurf geliefert haben

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In dieser Woche könnte im Bundeskabinett ein Gesetzentwurf verabschiedet werden, der auf einer Vorlage zweier Konzerne beruht. Die im Entwurf zu regelnde und noch nicht einsatzfähige CCS-Technologie soll Kohlekraftwerken eine Zukunft geben.

Es könnte alles so einfach sein. Ginge es nach dem Willen von Bundesregierung und Energiekonzernen, so entstünden demnächst Kohlekraftwerke in Deutschland, die keinerlei Kohlendioxid (CO2) mehr ausstoßen würden. Das klingt zu schön , um wahr zu sein. Die Zaubertechnolgie, die das emissionsfreie Kraftwerk der Zukunft möglich machen soll, heißt Carbon Capture and Storage (CCS). Die bestechend einfache Idee dahinter: Das bei der Kohleverbrennung anfallende CO2 wird aufgefangen, abgeschieden und dann in dafür geeigneten, unterirdischen Speichern eingelagert, etwa in ehemaligen Erdgaslagerstätten.

Die Technologie befindet sich zwar noch in der Erprobungsphase, doch die großen Energiekonzerne nutzen das PR-Potential von CCS bereits, um den Neubau von Kohlekraftwerken durchzudrücken. Dabei rechnen Experten damit, dass das CCS-Verfahren frühestens 2020 einsatzreif sein wird. Derzeit betreibt lediglich der Vattenfall-Konzern eine kleine CCS-Pilo...


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