Gemeinschaftsschule light

Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen stellt sich bei seiner Schulreform geschickter an als Schwarz-Grün in Hamburg

  • Von Guido Sprügel
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Die rot-grüne Koalition in NRW plant einen umfassenden Umbau der Schullandschaft. Ziel ist es, den Zugang zu Bildung nicht mehr allein vom Einkommen der Eltern abhängig zu machen. Die Gemeinschaftsschule und das längere gemeinsame Lernen werden auch von anderen Bundesländern propagiert.

Der Koalitionsvertrag an Rhein und Ruhr steht – und mit ihm der erste Schritt in Richtung eines Umdenkens in der Schulpolitik. In den kommenden Jahren will die neue rot-grüne Landesregierung mindestens ein Drittel der bestehenden Schulen für die Sekundarstufe I in Gemeinschaftsschulen umwandeln, die Inklusion behinderter Schüler vorantreiben und bis 2015 insgesamt 10 Prozent des Bruttoinlandproduktes für Bildung und Forschung aufwenden.

Hehre Ziele, die zum Teil noch in der Zukunft liegen. Aber die Koalition hat bereits ein Schulpolitisches Sofortprogramm auf den Weg gebracht. So sollen rasch die Kopfnoten abgeschafft werden und stattdessen neue Formen gefunden werden, um das Arbeits- und Sozialverhalten beurteilen zu können. Ein weiterer Punkt ließ jedoch insbesondere Experten und Gewerkschaften aufhorchen. Die neue Landesregierung hat nämlich angekündigt, besondere Schulmodelle, die in Richtung eines Gemeinschaftsschulkonzeptes ...


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