nd-aktuell.de / 27.09.2010 / Wirtschaft und Umwelt / Seite 9

Wirtschaftsexperten sehen Wachstum

ifo-Geschäftsklimaindex stieg im September an

Warmwalzwerk von Arcelor/Mittal in Bremen Foto: dpa/Wagner
Warmwalzwerk von Arcelor/Mittal in Bremen Foto: dpa/Wagner

Berlin (dpa/ND). Die deutsche Wirtschaft steht aus Sicht von Konjunkturexperten auch im kommenden Jahr vor einem robusten Wachstum. »Das tolle Wachstum 2010 setzt sich 2011 auf gebremstem Niveau fort und geht mit schrumpfenden Arbeitslosenzahlen einher«, prognostiziert der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, dem »Handelsblatt Online«. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hob seine Wachstumsprognose für Deutschland kräftig an.

In seinem neuen Weltwirtschaftsausblick sagt der IWF Deutschland nach dem Einbruch im Vorjahr für 2010 ein Wachstum von 3,3 Prozent voraus, wie das Magazin der »Spiegel« berichtete. Im Juli hatten die IWF-Experten für dieses Jahr noch ein Plus von 1,4 Prozent prognostiziert. 2011 soll das Wachstum dann bei zwei Prozent liegen. Damit gehöre Deutschland zur Spitzengruppe der großen Industrieländer. Ursache für die Entwicklung sei neben dem Exporterfolg deutscher Unternehmen auch die anziehende Binnennachfrage.

Auch führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute hatten ihre Wachstumsprognosen zuletzt auf drei und mehr Prozent deutlich angehoben. Der weitere Aufschwung verlaufe dann moderat. Vor allem dank des anspringenden Konsums hatte sich die Stimmung der deutschen Unternehmen überraschend nochmals aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im September erneut an, wie das ifo- Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag in München mitgeteilt hatte. Die meisten Experten hatten nach einem monatelangen Höhenflug mit einem leichten Dämpfer gerechnet.