Erneute Brandstiftungen

(dpa). Die Reihe der mutwilligen Flurbrände in Berliner Wohnhäusern reißt nicht ab. Nur drei Tage nach dem tragischen Tod von drei Menschen in der Neuköllner Sonnenallee sind wenige Straßen entfernt wieder Kinderwagen in Flammen aufgegangen. Zwei Frauen und vier Kinder aus dem Haus in der Erlanger Straße mussten mit teilweise gefährlichen Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden. Von den Tätern gibt es keine Spur. Eine Mutter und ihr Kind wurden unterdessen aus dem Krankenhaus entlassen, die andere Mutter und ihre drei Kinder waren noch in Behandlung, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag sagte. Auch an der Quitzowstraße in Moabit brannte ein Kinderwagen im Hausflur. »Wir haben derzeit fast täglich solche Einsätze«, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. In den beiden Fällen vom Donnerstagabend waren die Brände im Flur fünfgeschossiger Altbauten ausgebrochen. Dort konnten sich die Flammen wegen der Holz-Treppen schnell ausbreiten. An der Erlanger Straße konnten aber alarmierte Polizisten mit Feuerlöschern das Feuer unter Kontrolle bringen, an der Quitzowstraße löschte die Feuerwehr den Brand. Dort hatte auch Papier im Kinderwagen gelegen. In beiden Fällen ermittelt ein Brandkommissariat des LKA. An der Neuköllner Sonnenallee waren am Samstag drei Menschen an Rauchvergiftungen gestorben.

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