Wo einst Marx nach Karlsbad reiste

Auf dem Areal um Leipzigs Bayerischen Bahnhof soll ein gemischtes Stadtviertel entstehen

  • Von Thomas Biskupek
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Für die Brache rund um Leipzigs historischen Bayerischen Bahnhof wurde endlich ein Gestaltungskonzept entwickelt. Es soll das ganze südliche Stadtgebiet aufwerten.

Ältere Leipziger fuhren früher mit der Eisenbahn nach dem Süden oft ab Bayerischem Bahnhof – nach Altenburg, Zwickau und noch früher sogar nach Hof und Karlsbad. Auch Karl Marx tat das, als er im fortgeschrittenen Alter Gesundheit in Karlsbad suchte.

Noch bis Juni 2001 auf dem ältesten noch erhaltenen Kopfbahnhof Deutschlands Regionalzüge abgepfiffen, dann war Schluss. Das Gebäude blieb – als Restaurant und Denkmal in einem. Die Züge fahren eine Etage tiefer im City-Tunnel. Sie sollen es jedenfalls in zweieinhalb Jahren, sofern es nicht weitere Verzögerungen gibt. Die ursprünglich vorgesehenen Baukosten von einer halben Milliarde Euro haben sich schon verdoppelt.

Übrig sind am Bayerischen Bahnhof jedenfalls 40 Hektar Fläche. Früher brauchte die Reichsbahn das Gelände für den Bahnbetrieb, nun nicht mehr. Abe...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.