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Aus Deutschland wandern viele Migranten in die Türkei ab

  • Von Thomas Blum
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die »qualifizierten Zuwanderer«, die man in Deutschland ausschließlich haben möchte – ob nun Deutscher oder einst hierzulande verschmähter »Ausländer« – gehen auch gerne woandershin.

Als Migrant hat man es in Deutschland für gewöhnlich nicht leicht; es sei denn, man gebärdet sich deutscher als die Deutschen selbst. Doch das dürfte bislang den wenigsten gelungen sein.

Der Statistik zufolge wandern mehr Menschen aus Deutschland in die Türkei als aus der Türkei hierher. »Abzüglich der Einwanderer« seien 6000 Migranten, darunter nicht wenige »Deutsche mit türkischen Wurzeln«, im vergangenen Jahr aus Deutschland in die Türkei »abgewandert«, meldet die »Süddeutsche Zeitung«.

»Der Begriff ›Abwandern‹ vermittelt einen völlig falschen Eindruck«, sagt dazu ein deutschtürkischer Journalistenkollege, der in Westdeutschland als Kind sogenannter Gastarbeiter aufgewachsen ist, in Berlin Politikwissenschaft studierte und heute als Redakteur einer überregionalen Tageszeitung arbeitet. »Dass es Abwanderung gäbe – im Sinne von ›dauerhaft‹ –, ist eine falsche Annahme. Es liegt in der Natur der Sache, ...


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