Von der Wirtschaft, für die Wirtschaft

Der Staat delegiert die Regelsetzung zunehmend an private Normungsinstitutionen

  • Von Marcus Meier
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Umweltverbände versuchen auf vielen Ebenen, Einfluss zu gewinnen. Eine davon ist die »Normungsarbeit«. Marcus Meier besuchte gestern einen Workshop zu eben diesem Thema. Und sprach danach mit Oliver Kalusch. Dem Staat sei die eigene Formulierung von Industrie-Normen zu teuer, moniert der Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz.

Ein weites Feld: Industrie-Normen, ihre Entstehung und Verwandschaftsbeziehungen.
Oliver Kalusch ist auf vielen Ebenen aktiv: Er ist Mitglied im geschäftsführenden Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), einer der wichtigsten, wenn auch der weniger bekannten Umweltorganisationen Deutschlands. Er ist sachkundiger Bürger im Wittener Stadtrat auf Ticket der Linkspartei. Er berät als Mitglied der Kommission für Anlagensicherheit (KAS) die Bundesregierung.

Und, last not least: Er ist Mitglied in diversen Normungsorganisationen inklusive Normungsunterorganisationen.

Da wäre zunächst das Deutsche Institut für Normung (DIN), wo Kalusch im Arbeitsausschuss »Societal Security« (Schutz des Gemeinwesens) und in den DIN-Gremien »Grundlagen des Risikomanagements« sowie »Nanotechnologie« arbeitet. Mit dem letzten Thema beschäftigt er sich auch im entsprechenden Untergremium der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE), einem gemeinsamen Organ von DIN und dem Verband der El...




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