Abgekühlte Begeisterung

Rot-Schwarz in Mecklenburg-Vorpommern wird gemeinhin ein Fehlstart attestiert

  • Von Velten Schäfer, Schwerin
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nach den ersten 100 Tagen übt nicht nur die Landtagsopposition Kritik an der zweiten Sellering-Regierung in Schwerin. Die Angst um die Theater etwa treibt Zehntausende um; auch die sonst diplomatische Landespresse geht mit der großen Koalition hart ins Gericht.

Gerade sind die 100 Tage der zweiten Regierung von Erwin Sellering im Nordosten abgelaufen, da wird bekannt, dass junge, alleinstehende Lehramtsreferendare in Mecklenburg-Vorpommern sich ihren Lebensunterhalt vom Amt »aufstocken« lassen müssen. Laut GEW-Landesverband erhalten sie im Durchschnitt rund 960 Euro im Monat - und müssen, anders als in anderen Bundesländern, selbst für ihre Sozialleistungen und die Krankenversicherung aufkommen, weil sie keine Beamten auf Zeit sind. Laut GEW-Landeschefin Anett Lindner sind inzwischen die meisten Lehreranwärter im Land Sozialfälle.

Nun betrifft das in absoluten Zahlen keine Menschenmassen; insgesamt gibt es im Land derzeit rund 370 Lehrerreferendare. Und die Lehreranwärter können zumindest sicher sein, den Bereich des Armutslohns nach dem Abschluss der Ausbildung hinter sich lassen zu können. Dennoch steht, worüber sich in Schwerin so trefflich zynische Sprüche reißen lässt - »so lernen di...


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