• Kultur
  • Nicht nur „delikat und sinnlich“ - über das Phänomen ANAIS NIN

„Wir haben nur ein Leben“

  • Von URSULA PUSCHEL
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

menhang mit den vielen Leben der Anais, die auch „Täuschungsmanöver des Lebens“ genannt werden können, stellt sie fest: „Letztenendes führt dies dazu, daß ihr die Nobilitierung als Künstlerin verwehrt bleibt. Die Künstlerin Anais Nin wurde durch die Frau Anais um das betrogen, was ihr zusteht.“ Da haben wir den alten abendländisch-patriarchalischen Dualismus: Werk oder Leben.

Unter Anais' Ansprüchen auf kreatives Leben, das sie jedem Menschen zutraute, dominierte schließlich das Schreiben. Eine komplizierte Identität von Leben und Werk bildete sich, für die ihre Beziehung zur Psychoanalyse bestimmend war. Der Begründer, Freud, hatte das Antagonistische von Sexualität und herrschender Kultur zur Sprache gebracht - das ging Anais Nin an. Ihr erstes Buch - sie war Gattin eines literaturstudierten Bankmenschen - handelte von dem Schriftsteller D. H. Lawrence, dessen Buch „Lady Chatterley“ (1928) in Engla...


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