Doris Heinze zu Bewährungsstrafe verurteilt

Hamburg (dpa) - Im Prozess um die Drehbuch-Affäre beim NDR ist die frühere Fernsehspielchefin Doris Heinze zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Heinzes ebenfalls angeklagter Ehemann und eine Filmproduzentin erhielten Geldstrafen.

Heinze hatte vor dem Hamburger Landgericht zugegeben, unter den Pseudonymen «Marie Funder» und «Niklas Becker» Drehbücher von sich und ihrem Ehemann bei ihrem Sender eingeschleust zu haben. Sie habe dazu ihre einflussreiche Position ausgenutzt, hatte sie eingeräumt. Das Gericht verurteilte Heinze wegen Bestechlichkeit.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer drei Jahre Gefängnis für Heinze gefordert - wegen Bestechlichkeit und Untreue. Die 63-Jährige und ihre beiden Mitangeklagten hätten ein «System der Selbstbedienung auf Kosten der Gebührenzahler» geschaffen, sagte Oberstaatsanwältin Cornelia Gädigk. Sie hätten vor allem «aus eigennützigen, wirtschaftlichen Motiven» gehandelt. Die Verteidigung hatte dagegen für die ehemalige Fernsehspielchefin eine Bewährungsstrafe von sieben Monaten verlangt.

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