Weiter Jagd auf Gewerkschafter

Streiks in Südafrika weiten sich aus / Mitglieder der etablierten Gewerkschaften werden bedroht und getötet

  • Von Armin Osmanovic, Johannesburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Streiks in Südafrikas Bergbau gehen weiter. 75 000 Bergleute, 15 Prozent aller Beschäftigten in diesem Wirtschaftsbereich, befinden sich zur Zeit im Ausstand. Neben dem Platinbergbau ist auch die Gold-, Chrom- und Kohleförderung im Land betroffen.

Südafrikas Bergleute fordern höhere Löhne und bessere Lebensbedingungen, vor allem wollen sie gute Unterkünfte. Viele der Kumpels, die unter Tage eine körperlich anstrengende und gefährliche Arbeit verrichten, sind Wanderarbeiter, die nur einmal im Jahr nach Hause fahren können und sonst in Massenunterkünften mit Stockbetten hausen müssen.

Streiks gibt es aber nicht nur im für Südafrikas Volkswirtschaft so wichtigen Bergbau, auch im Transportgewerbe wird seit Wochen gestreikt, so dass mancherorts schon Lebensmittel und Benzin knapp werden. Die Streikenden werden beschuldigt, andere Lastwagenfahrer von Brücken mit Steinen beworfen zu haben. Ein Lastwagenfahrer starb dabei und ein anderer verbrannte in seinem Lkw, als dieser entführt und anschließend in Brand gesetzt wurde.

Südafrikas wichtige Agrarwirtschaft hat die Transportgewerkschaften aufgefordert, nicht auch noch die Eisenbahnen und Häfen zu bestreiken. 2010 hatte der Strei...


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