»Cam over«

Polizei ist über Linksradikale alarmiert, die zur Zerstörung von Überwachungskameras aufrufen

  • Von Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zu Beginn des ruckeligen Internetfilms werden alte Bilder von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eingeblendet, die bei einer Wahlkampfveranstaltung für Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen wirbt. Was dann in dem Video mutmaßlich Linksradikaler folgt, lässt sich nur als eine Abfolge reiner Zerstörungswut beschreiben: Vermummte ziehen offenbar des Nachts durch Berlin, reißen Überwachungskameras mit Wurfankern von Häuserwänden, schlagen mit Nothämmern auf Kameras in Waggons der BVG ein oder sprühen Linsen mit teerartiger, schwarzer Farbe zu.

»Cam over 2013«, angelehnt an das englische »Game over«, lautet der drastische Aktionsaufruf linksradikaler Gruppen, für den diese derzeit offen im Internet werben. »Ziel des Spiels«, heißt es auf der entsprechenden Internetpräsenz, »ist es über den Aktionszeitraum möglichst viele Überwachungskameras zu entwerten.« Die Zerstörungen werden als »legitime Mittel im Kampf für unsere Freihei...


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