Hellersdorf gewährt Asyl

Flüchtlinge beziehen Notunterkunft / Kritik an fehlendem Sicherheitskonzept

  • Von Marina Mai und Martin Kröger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Am Montag bezogen einige Flüchtlinge die umstrittene Notunterkunft in Berlin-Hellersdorf. In den kommenden Tagen sollen bis zu 200 Asylsuchende dort Unterschlupf finden. Vor Ort zeigten sich Politiker und Antifaschisten solidarisch, Anwohner und Rechtsextremisten protestierten dagegen erneut gegen das Heim, das von der Polizei abgeschirmt wurde.

Die Notunterkunft wurde am Montag von der Polizei abgeschirmt.

Der Mann steigt am U-Bahnhof Cottbusser Platz in Hellersdorf aus und schaut fragend auf einen Zettel. An der Station ist ein weißes Zelt aufgestellt, es wird elektronische Musik abgespielt. Politiker von Piraten und Linkspartei sowie junge Antifaschisten haben an dieser Stelle eine Kundgebung angemeldet. Sie heißen am Montag die ersten Flüchtlinge willkommen, die seit dem Morgen die Notunterkunft in der ehemaligen Max-Reinhardt-Oberschule beziehen wollen.

»Die Belegung soll schrittweise erfolgen«, sagt die Sprecherin des zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo), Silvia Kostner. Beim Landesamt wurde die Eröffnung des Hellersdorfer Heimes dringend erwartet. Alle Flüchtlingsheime in der Stadt sind derzeit überfüllt. Das Hellersdorfer Heim sollte ursprünglich schon Ende Juli eröffnet werden. Weil das Bauamt das verzögerte, hat das Land Berlin angeordnet, in anderen Heimen Kinderspielzimmer und Gemeinschaftsräume ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.