Schwere Vorwürfe von Mundlos‘ Vater

Erfurt. Der Vater des mutmaßlichen Rechtsterroristen Uwe Mundlos hat den Sicherheitsbehörden vorgeworfen, die späteren NSU-Mitglieder absichtlich nicht behelligt zu haben. »Man hat gewusst, wo die sind, dass die in Chemnitz sind. Man hätte die in den ersten vier Wochen fassen können«, sagte Siegfried Mundlos am Montag in Erfurt vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags. Die Zielfahnder des Landeskriminalamtes hätten von Anfang an eindeutig Hinweise gehabt, wo sein Sohn gemeinsam mit Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe untergetaucht seien. Die Neonazis Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe waren im Januar 1998 nach einer Garagendurchsuchung in Jena in den Untergrund gegangen. Nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse entwickelten sie sich danach zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung