Angeschossener Mann erhält Schmerzensgeld

Magdeburg. 30 000 Euro Schmerzensgeld aus der Staatskasse bekommt ein mutmaßlicher Einbrecher, weil die Polizei bei seiner Festnahme versehentlich auf ihn geschossenen hatte. Außerdem zahlt ihm das Land Sachsen-Anhalt bis zu 12 000 Euro für Zahnbehandlungen, wie das Landgericht Magdeburg zu einem geschlossenen Vergleich beider Seiten am Freitag mitteilte. Vor vier Jahren hatten Polizisten den inzwischen 29 Jahre alten Mann und weitere Verdächtige nach einem Einbruch in einen Baumarkt in Dessau-Roßlau gestoppt. Als der Mann bei seiner Festnahme fliehen wollte, löste sich ein Schuss aus einer Polizeiwaffe und traf den Verdächtigen am Hals. Er wurde in ein künstliches Koma versetzt und musste sich aufwendigen Zahnbehandlungen unterziehen. Nach den Ermittlungen hatte der Beamte nicht vorsätzlich geschossen. dpa/nd

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