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Nordosten: Landespolitiker im Kommunalwahl-Rennen

Von 14 Landtagsabgeordneten der Linken treten 11 bei den Kommunalwahlen an / Fraktionschef Holter kandidiert für Schweriner Stadtvertretung

Schwerin. Zur Kommunalwahl am 25. Mai schicken die etablierten Parteien erneut auch wieder Landespolitiker ins Rennen um die Wählergunst. Landtagsabgeordnete wie Ex-Linkechef Peter Ritter, der Christdemokrat Wolf-Dieter Ringguth oder Thomas Schwarz von der SPD sind seit mehr als 20 Jahren in der Kommunalpolitik fest verwurzelt und zählen in ihren Heimatorten und -kreisen zu den bekanntesten Kommunalpolitikern. Bei der Linken bewirbt sich Fraktionschef Helmut Holter in seiner Heimatstadt Schwerin erstmals um einen Sitz in der Stadtvertretung. Barbara Borchardt, Torsten Koplin oder Peter Ritter hingegen gelten als erfahrene Kommunalpolitiker und wollen auch weitermachen. Von den 14 Abgeordneten der Linken im Landtag treten 11 zur Kommunalwahl an.

Die SPD von Ministerpräsident Erwin Sellering stellte 13 und damit knapp die Hälfte ihrer 27 Landtagsabgeordneten zur Kommunalwahl auf. Darunter ist auch Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider, die in Neubrandenburg für den Kreistag der Seenplatte kandidiert. Ihr Parteikollege Rudolf Borchert aber, kommunalpolitisches Urgestein aus Waren, verabschiedet sich nach seinem Umzug nach Schwerin aus der Kommunalpolitik. Sieben Abgeordnete haben die Grünen im Landesparlament, fünf davon wollen auch kommunalpolitisch aktiv werden oder bleiben und bewerben sich daher um Mandate. Darunter ist auch Fraktionschef Jürgen Suhr, der in der Stralsunder Bürgerschaft und im Kreistag von Vorpommern Rügen sitzt.

Die CDU, bei den Kommunalwahlen 2009 und auch bei den separaten Kreistagswahlen 2011 stärkste Kraft, nominierte 16 ihrer 18 Landtagsabgeordneten für die Wahl Ende Mai. Lediglich CDU-Landeschef und Innenminister Lorenz Caffier und der Polizeigewerkschafter Michael Silkeit verzichteten. Wirtschaftsminister Harry Glawe hingegen will seinen Sitz im Kreistag von Vorpommern-Rügen verteidigen. Bei der Kommunalwahl . In den Kreisparlamenten sind insgesamt 422 Sitze zu vergeben. Die CDU hatte bei der Wahl 2011 mit 121 die meisten gewonnen. Danach folgten die SPD mit 119, Linke mit 81 und die Grünen mit 26 Mandaten. Die neonazistische NPD kam auf 23, die FDP auf 18 Sitze. Vereinzelt wurden auch Vertreter kleinerer Parteien und Einzelbewerber gewählt. dpa/nd

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