»Jetzt ist es bei mir dunkel«

Stadtentwicklungssenator Geisel diskutierte mit Bürgern über den Wohnungsneubau

  • Von Josephine Schulze
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Über 100 000 neue Wohnungen sollen in den nächsten zehn Jahren in Berlin entstehen. Welche Wohnungen Berlin braucht, war Thema im Stadtforum.

In Berlin wird gebaut. Wie Pilze schießen an allen Ecken neue Häuser aus dem Boden. Zu viel und zu dicht, finden viele Berliner. Nicht genug, meinen andere. Es wird falsch gebaut, sagen die meisten. »Welchen Wohnungsneubau braucht Berlin?«, will Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) am Mittwochabend im Tempodrom von den Berlinern wissen.

Die Halle ist voll, auf dem Boden und vor den Türen sitzen die Menschen. Und die haben Lust zu streiten. Geisel bekommt aus dem Publikum ordentlich Gegenwind. Er sagt, ihn nerve diese »not in my backyard«-Attitüde der Menschen. »Das ist nicht gut für das Gemeinwohl, nicht gut für das soziale Miteinander und bedeutet Stillstand.« Um die große Wohnungsnachfrage zu decken, müssten in den nächsten Jahren über 100 000 neue Wohnungen entstehen. Neubau sei das schärfste Schwert zur Entlastung des Wohnungsmarktes, wiederholt Geisel gebetsmühlenartig. Eine hohe Dichte und schnelles Bauen bedeute nicht a...


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