Ausgabe vom 25.11.2003

Berlin-TIPPS

Politik »Sind unsere Renten durch den demographischen Wandel bedroht?« - Gespräch mit Dr. Wolfgang Kühn in der Reihe »Ökonomie und Politik in unserer Zeit« heute, 19 Uhr, im Verein »Helle Panke«, Kopenhagener Straße 9. »Zusammenwirken von Wirtschaft und Politik in Osteuropa« - Veranstaltung des Verbandes für internationale Beziehungen und Völkerrecht e. V. mit Dr. Ewald Böhlke am 26.11., 10 Uhr, i...

www.skeptiker.de

Zweifel einigt die Menschen, und die Überzeugung trennt sie, meinte Peter Ustinov, als er anlässlich des neuen Luther-Films nach seinen religiösen Überzeugungen befragt wurde. Das Wort aus prominenter Quelle wird die Mitglieder der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (http://www.skeptiker.de/) sicher freuen, obwohl sie eher Gegenteiliges erfahren, wenn sie ihre ...

ndPlusLothar Bisky

Für Peter Hoff

Man begegnet ihnen in Köln und München, in Hamburg und Mainz, in Berlin und in Potsdam: Alsolventen der Hochschule für Film und Fernsehen »Konrad Wolf«, Studenten von Peter Hoff. In jenem nachwendischen Jahrzehnt, in dem ich ihn seltener sah, erinnerten sich manche, die ich »auswärts« traf, an Lehrveranstaltungen bei Peter Hoff. Und die Gespräche kreisten um jenen Ort, jenes ebenso große wie hässl...

Martin Koch

Suggestiv und unausgewogen

Können Menschen allein durch die Kraft ihres Geistes Materie bewegen? Können sie Gedanken lesen? Endet das Leben mit dem Tod? Gibt es Dämonen, den Teufel? Bislang war in Deutschland vornehmlich das Privatfernsehen für die Behandlung solcher Fragen zuständig und wurde dafür mit hohen Einschaltquoten belohnt. So mag es kaum überraschen, dass nun auch die gebührenfinanzierte ARD ihre Liebe zur Paraps...

M.M. und die Neider

Der Befund ist nicht neu: Erfolg macht verdächtig zwischen Rügen und Watzmann. Zugestanden wird der Starruhm allenfalls Akteuren, die es in Hollywood zu etwas gebracht haben und nicht quer zum Mainstream der Lohnschreiberei liegen. Da macht auch die Linke keine Ausnahme. Besonders, wenn Geld verdient wird, kommt neben dem Verdacht noch der Neid ins Spiel. Vergessen wird allzu oft, dass der Kapital...

Werner Wolf

In der Foltermaschine

Das hat sich Franz Kafka gewiss nicht träumen lassen: Seine bis in kleinste Einzelheiten genauen und zugleich die Fantasie herausfordernden Erzählungen und Romane bieten nicht nur Stoff für das Schauspiel, sondern auch für das Musiktheater. Die jüngste, im Auftrag des Theaters Gera-Altenburg entstandene Oper »Die sechste Stunde« schuf der niederländische Komponist Johan Maria Rotman frei nach der ...

ndPlusTom Mustroph

Spiel mit dem Wind

Content« heißt die neue 600 Seiten starke Diskurs-Offensive des Architekten und Gesellschaftsvermessers Rem Koolhaas. »Content« heißt auch die begleitende Ausstellung, die Koolhaas uvre im Miesschen Glaskubus der Neuen Nationalgalerie präsentiert. Content, also zufrieden, kann der 59-jährige Holländer zur Zeit wirklich sein. Er baut in Peking und Porto, Chicago und Los Angeles, Seattle und Berlin....

Offenes Experiment

»Kulturelle Aspekte der deutschen Einigung« sind ein Programmschwerpunkt der Kulturstiftung des Bundes. Um einen Überblick über die Situation von Kunst und Kultur in den neuen Bundesländern zu gewinnen, gab die Stiftung eine Studie zu Situation und Perspektiven dort ansässiger Kulturinstitutionen in Auftrag. Die so entstandene Publikation »Labor Ostdeutschland« enthält über 40 Texte verschiedener Autoren, die spezifische gesellschaftliche Probleme und ihre kulturellen Dimensionen beleuchten. Die 1972 in Dresden geborene Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Kristina Bauer-Volke ist neben der Ethnologin Ina Dietsch Herausgeberin des Berichts. Mit ihr sprach Martin Hatzius.

ndPlusChristoph Funke

Das Spiel mit dem Grauen

Das Unerträgliche darf nicht wörtlich genommen werden. Oder doch? Martin McDonagh, der 1970 in London geborene Dramatiker irischer Abstammung, weicht in seinen schon zahlreichen Stücken verlässlichen Festlegungen auf virtuose Weise aus. So auch in »The Pillowman« (Der Kissenmann): Ein Geschichtenerzähler setzt sich, eher freiwillig als gezwungen, dem Polizeiverhör in einem totalitären Staat aus. E...

Ingrid Mattern

Die Flügel »Utopiens«

Er selbst habe keine Utopien mehr, aber die Sehnsucht danach. Christoph Schroths Theaterarbeit am Berliner Maxim-Gorki Theater und der Volksbühne, in Halle, Schwerin und schließlich in Cottbus lief nicht geradlinig auf eine solche und schon gar nicht auf diese alleinige Erkenntnis hinaus. Die Gewissheit, dass es wieder etwas geben wird, was man denken, was man träumen, wonach man sich sehnen könnt...

ndPlusKlaus Bellin

»Ich stieg und stürzte ab«

Der 13. Oktober 1920 beginnt für ihn mit einem Schock. Georg Kaiser, 41Jahre alt und wieder einmal in Berlin unterwegs, wird am Morgen im Hotel Esplanade aus dem Bett geholt und ins Polizeipräsidium am Alexanderplatz gebracht. Man wirft ihm Unterschlagung, Betrug und anderes vor, denn er hat, finanziell ruiniert, aus einer gemieteten Villa in Tutzing Teppiche und Bilder verpfändet. Zwei Tage späte...

Karl Marx hat Telefon: 013769090-98

»Wirklich freies Arbeiten, z.B. Komponieren, ist grade zugleich verdammtester Ernst, intensivste Anstrengung.« Marx 1842 (MEW 1/30) Komponisten und Musiker, die Sebastian-Bach-Freunde und alle freien Künstler wählen den verständnisvollen Philosophen Karl Marx bei den Top Ten »Unsere Besten«. JEDER Anruf zählt! Tel.: 013769090-98 (0,24), SMS an 82133 ZDF 98 (0,49), Postkarte mit dem Namen Karl M...

ndPlusSylvia-Yvonne Kaufmann

Haushalt unter EU-Kuratel

Die EU-Kommission verlangt von der Bundesregierung, in 2004 das »strukturelle Haushaltsdefizit« zusätzlich zu senken. Neben den ohnehin von Rot-Grün beschlossenen sozialen Einschnitten, über die sich der Bundesrat noch vor Weihnachten einigen soll, hätte diese Forderung aus Brüssel weitere Einsparungen bis zu 6 Milliarden Euro beim Bund, den Ländern und Sozialkassen zur Folge - und damit einen noc...

Julia Wolf

Steinkohlesockel ärgert Grüne

In der rot-grünen Koalition verschärft sich der Streit über die von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zugesagten Milliardensubventionen für den Steinkohlenbergbau.

Regierung fordert Strafabgabe für Alcopops

Berlin (ND/Agenturen). Die Bundesregierung erwägt wegen Gesundheitsgefahren vor allem für Jugendliche eine Strafsteuer auf Alcopops. Das sind Mixgetränke aus Rum, Wodka oder Whisky mit Limonade. Die süßen Drinks enthalten bis zu sechs Prozent Alkohol. Die Drogenbeauftragte der Regierung, Marion Caspers-Merk (SPD), sprach sich in der »Berliner Zeitung« für eine Steuer aus, die den Flaschenpreis ver...

Anja Probe

Der Kampf um den Meister

Ein schwerer Schlag ist einem millionenschweren, weltweit erfolgreichen Unternehmen gegen einen mittelständischen ostdeutschen Betrieb gelungen: Jägermeister hat gerichtlich durchgesetzt, dass der Thüringer Forstmeister-Likör ab 2005 nicht mehr unter dem Namen verkauft werden darf.

ndPlusAnja Probe

Süffige Gefahr

89 Cent bis 1,80 Euro etwa kosten die quietschebunten Mixgetränke, genannt Alcopops, die sich wegsüffeln wie Apfelsaft. Doch tatsächlich ist in einer 350-Milliliter-Flasche ungefähr ein doppelter Schnaps enthalten. Eine Gefahr, die Jugendliche unterschätzen und wegen des süßen Limo-Aromas auch nicht herausschmecken. Nun will die Bundes-Drogenbeauftragte per Strafsteuer die Preise der Flaschen verd...

Nils Floreck

Doppelmoral

Die SPD hatte in Bochum gerade einen »wunderschönen« Parteitag. Es fehlte eigentlich am Ende nur noch das Lied »Die Partei, die Partei, die hat immer recht«. Beschlossen wurde unter anderem, eine Ausbildungsplatzumlage einzuführen. Klingt gut und beruhigt die wenigen Linken, die es in der SPD noch gibt. Wen stört da schon, dass die Grünen das SPD-Modell der Umlage als viel zu bürokratisch ablehnen...

ndPlusJörg Staude

Unglücklich

Finanzminister Eichel kann einem fast Leid tun. Als die deutschen Großbanken durch den Börsenboom Geld wie Heu verdienten, gingen sie auf milliardenschwere Einkaufstouren. Alle großspurig angekündigten Fusionen oder Übernahmen gingen aber entweder schief oder erwiesen sich als Renditeflop. Der folgende Börsencrash und die Wirtschaftsflaute ließen die Bilanzen der Kreditinstitute dann dahinschmelze...

Detlef D. Pries

Revolution aus!

Die »samtene Revolution« ist beendet. Nino Burdshanadse, eines der undankbaren politischen Ziehkinder Eduard Schewardnadses, forderte die »Revolutionäre« am Montag auf, wieder an die Arbeit zu gehen. Einmal noch - im Januar nächsten Jahres - werden sie gefragt werden, wer den Platz des »schlauen Fuchses« einnehmen soll, der seine Macht mit gar nicht so schlauen Mitteln zu behaupten versuchte. Dana...

Bootspartie ohne Kapitän

Als gestern um 12.10 Uhr auf einem Rheindampfer in Köln der Startschuss für das Team T-Mobile fiel, war der Kapitän nicht mit an Bord. Jan Ullrich hatte kurzfristig seine Teilnahme an der Team-Präsentation des Telekom-Nachfolgerennstalls abgesagt. Der Tour-Zweite liegt noch im Clinch mit seinem alten Arbeitgeber Bianchi über ausstehende Gehaltszahlungen. Im Oktober hatte Bianchi-Geschäftsführer Ja...

Michael Müller

Begeisterung hier und da

Wenn Nicht-Fußballfans hier zu Lande zufällig mal etwas von den enormen Bundesliga-Zuschauerzahlen in den Stadien und gar an den Fernsehern hören, schütteln sie verständnislos den Kopf. Wenn Fußballfans hier zu Lande von anderen Zuschauerzahlen anderswo hören, geht es ihnen ähnlich. Etwa dann, wenn wie am vergangenen Wochenende in Edmonton fast 60000 Zuschauer zum Eishockey-Match der gastgebenden ...

ndPlusPeer Sperling

Mutmachen für Glasgow

Last Exit Glasgow: Heute stehen die Profis des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München mal wieder in der Sieg-Pflicht: Nur mit einem Drei-Punkt-Gewinn bei Celtic Glasgow (20.45 Uhr/Premiere) können die Münchner noch die zweite Runde der Champions League erreichen. Verlieren ist verboten. Und so wird das fünfte Vorrundenspiel der Bayern der Gruppe - so ist das Fußballgeschäft - zum »most importa...

Hilmar König, Delhi

Indien: Wenn die »Hijras« tanzen...

Lali, 20 Jahre alt, trägt das rote Kumkum, den Punkt auf der Stirn als äußeres Kennzeichen für den Ehestand einer Hindufrau. Aber Lali ist ein Mann, gekleidet und geschminkt wie ein Frau, und verheiratet mit Bala, Ende 50, einem Regierungsangestellten im Distrikt Buxar des Unionsstaates Bihar. Eine Ehe Gleichgeschlechtlicher im stockkonservativen, nach außen hin prüden Indien, wo Homosexuelle, Les...

ndPlusPeter Botschukow, Sofia

Schwarzer Markt für Blut

Vor dem Eingang des Blutspendezentrums in Sofia kommen einige Roma höflich lächelnd besorgt blickenden Menschen entgegen. Mit diesem Bild beginnt eine Fernsehreportage, die der Kanal 1 des bulgarischen Fernsehen sendete. Anlass war die Verabschiedung eines neuen Gesetzes für Blutspenden. Die Kamera verweilt bei einer jungen Frau, die bei der Gruppe von »Händlern« stehen bleibt. Sie erklärt, dass ...

»Teststopp steht für die USA nicht auf der Tagesordnung«

Botschafter Wolfgang Hoffmann ist Exekutivsekretär der in Wien ansässigen UN-Behörde zur Vorbereitung des Vertrages zum umfassenden weltweiten Atomteststopp (CTBTO). Ein unbefriedigender Job: Obwohl der Vertrag seit 1996 vorliegt, kann er nicht in Kraft treten, solange ihn Staaten wie Ägypten, Iran, Israel, Pakistan, Indien oder die USA nicht ratifiziert haben.

ndPlusAndreas Behn

Schwarzes Gold erhitzt die Gemüter

Die in Uruguay für den 7. Dezember angesetzte Volksabstimmung zur Privatisierung eines staatlichen Energieunternehmens bringt heftige Auseinandersetzungen mit sich.

Jan Heller, Kabul

Islamabad duldet Taliban-Reorganisation

Pakistan ist zwar offiziell einer der wichtigsten USA-Partner in der »Antiterror«-Koalition, aber einheimische Islamisten und der Geheimdienst können sich relativ ungestört der Reorganisation der Taliban widmen.

ndPlusIrina Wolkowa, Moskau

Georgien nach der Ära des Eduard Schewardnadse

Nach Demonstrationen und Freudenfeiern kehrte am Montag wieder Ruhe in den Straßen von Tbilissi ein. Reinigungskräfte räumten den Abfall auf. Die Menschen gingen wieder zur Arbeit, heißt es. Sofern sie Arbeit haben.

Uwe Kalbe

Der Import von Terror

Von wegen unsäglich. Unionspolitiker befürchten mit der Aufnahme der Türkei in die EU einen »Import ihres Terrorproblems«. »Charakterlos«, schilt der Kanzler, und Grüne finden das »unsäglich«. Die knapp zwei Millionen Türken in Deutschland dürften darüber weniger Aufregung empfinden. Ihnen dürfte die Heuchelei über die EU-Aufnahme der Türkei längst aufgegangen sein. Von wegen unsäglich. Was deuts...

Wartend

Das frühere Mitglied der Roten Armee Fraktion könnte nach 24 Jahren in Haft demnächst begnadigt werden.

Thomas Klein, Wiesbaden

Keine Ehre für Horst-Eberhard Richter

Nach monatelangem Parteienstreit scheiterte die von der SPD-Fraktion im Gießener Stadtparlament vorgeschlagene Ehrenbürgerschaft für den renommierten Psychoanalytiker Prof. Horst-Eberhard Richter.

ndPlusHeiner Halberstadt

Linke in der Defensive

Zu einer kritischen Sichtung des Standes der sozialen Proteste gegen Neoliberalismus und Sozialstaatsabbau traf sich die Initiative für einen Politikwechsel im Frankfurter Gewerkschaftshaus.

Birgit Gärtner, Hamburg

Stoppschild an der Alster

Während die anderen Parteien Hamburg vor allem mit Pöstchenschiebereien beschäftigt sind, hat Innensenator Dirk Nockemann (Schill-Partei) die Gunst der Stunde genutzt: Er versetzte Teile der Hansestadt in den Ausnahmezustand.

Berlin solidarisch mit Türkei

Wenige Tage nach den verheerenden Anschlägen in Istanbul hat Bundesaußenminister Joseph Fischer bei einem Besuch in der Türkei eine engere Zusammenarbeit Berlins und Ankaras beim Kampf gegen den Terror gefordert. »Schockiert« zeigte er sich von Äußerungen aus der Union, eine EU-Aufnahme der Türkei würde das Terrorproblem importieren.

Wilfried Neiße

Landesamt wurde eigenständig und teurer

Trotz Umwandlung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik in einen Landesbetrieb erhöhen sich die Zuschüsse des Landes für die Einrichtung weiter. Die Vorsitzende des parlamentarischen Haushaltsausschusses Kerstin Osten (PDS) verwies auf Haushaltspläne des Unternehmens wie auch der Landesregierung, wonach im kommenden Jahr fast 34 Millionen Euro an den Betrieb überwiesen werden sollen. ...

Grüne wollen im Land wieder richtig mitmischen

(ddp). Die Grünen in Brandenburg gehen ehrgeizig in das Wahljahr 2004. Die Partei wolle bei den Landtagswahlen im September sieben Prozent erreichen, sagte der neue Landesvorstandssprecher Joachim Gessinger gestern in Potsdam. Die Landespolitik sei »verkrustet und verkalkt«, betonte der Hochschullehrer aus Werder (Havel). Die Grünen wollten »frischen Wind« in das Parlament bringen. Neben dem Natu...

Susanne Lenze

Preiswerte Symphoniker

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit hat am Montag in einem Zeitungsinterview das endgültige Aus für die Berliner Symphoniker erklärt. Der Verein Berliner Symphoniker e.V. ist ebenso wie Intendant Jochen Thärichen der Auffassung, dass der Klangkörper das »preiswerteste und sozial engagierteste Orchester der Stadt« ist. Mit seinen Streichergruppen, Blech- und Holzinstrumenten spielte es...

ndPlusAndreas Heinz

Und Lügen haben lange Nasen

»Nach den Augen machte er die Nase, aber die Nase, kaum war sie fertig, fing an zu wachsen; sie wuchs und wuchs und wuchs und wurde in wenigen Minuten eine Riesennase, die kein Ende mehr nehmen wollte. Der arme Geppetto gab sich alle Mühe, sie zu stutzen, aber je mehr er an ihr abschnitt und kürzte, desto länger wurde diese freche Nase von Pinocchio«, erzählt Museumspädagogin Helma Hörath den Mädc...

Susanne Götze

Filmfestival »globale 03« informiert

Besonders die globalisierungskritische Bewegung hat mit der oberflächlichen Berichterstattung vieler Medien zu kämpfen. Missverständnisse, Vorurteile und Verdrehungen von Tatsachen geben ein Bild an die Öffentlichkeit weiter, das Globalisierungskritiker oftmals als radikale Steinewerfer oder hilflose Idealisten klassifiziert. Nun haben sich das globalisierungskritische Netzwerk attac, die DGB-nahe...

ndPlusAndreas Heinz

Jede fünfte Frau ist ein Opfer von Gewalt

Die Patientin klagt bei ihrer Ärztin über Angstzustände, Ess- und Schlafstörungen sowie Stress. Bei näherer Untersuchung stellt sich heraus, dass die Frau seit Jahren von ihrem Mann geschlagen wird. Die äußerlichen Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen oder Blutergüsse hatte sie aus Angst immer wieder vertuscht. Jede fünfte Frau ist einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt geworden, ergaben Unte...

Karin Nölte

Null Wohnung in zehn Jahren

In spätestens zehn Jahren wird das Land Berlin keine einzige städtische Wohnung mehr besitzen, wenn dem jetzigen Agieren der landeseigenen Wohnungsunternehmen nicht entgegengesteuert wird. Das würde nicht nur gegen Berliner Verfassung und Bundeswohnraumförderungsgesetz verstoßen. Zugleich würde der Senat Darlehen verlieren, Bürgschaften zahlen und auch noch Insolvenzkosten übernehmen müssen. Denn ...

ndPlusChristine Schettinger

FU muss 83 Professuren einsparen

Auf dem Alexanderplatz konnten Passanten gestern etwas für ihre Bildung tun: Vor etwa 200 frierenden Studierenden und neugierigen Passanten hielt Prof. Christoph G. Paulus von der juristischen Fakultät der Humboldt-Universität (HU) eine öffentliche Vorlesung . »Ich begrüße den Streik«, erklärt Professor Paulus dem ND im Anschluss. »Wir haben in der juristischen Fakultät eine Sollgröße von 29 Profe...

Klaus Joachim Herrmann

Nicht an der Osteuropa-Kompetenz kürzen

Mit der EU-Erweiterung als Argument wirbt angesichts der drohenden Kürzungen der Fachschaftsrat Slawistik und Hungarologie der Humboldt-Universität für die »osteuropabezogene Wissenschaft«. Die Studierenden betonten zugleich, Fachrichtungen dürften sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Die Slawisten, die laut Strukturplanung drei Professuren einbüßen sollen, plädieren für die Wahrung des sp...

ndPlusKarin Nölte

Rot-roter Fatalismus

Die Berliner Studenten verdienen allen Respekt. Und ihre Lehrer ebenso. Mit welcher Entschlossenheit, Fantasie und Klugheit sie ihre Protestaktionen in die Öffentlichkeit tragen, ist beachtlich. Jeder Erfolg ist ihnen zu wünschen. Diese jungen Leute sind lernwillig und leistungsbereit. Dabei fühlen sie sich von Staats wegen hintergangen. Bildung hat Priorität? Als Lüge entlarvt. Keine Studiengebü...

Rainer Funke

Strenge Überwachung gefährdeter Gebäude

Eine unverändert angespannte Sicherheitslage herrscht in Berlin nach den terroristischen Anschlägen von Istanbul. Nach einer erneuten Prüfung handele es sich aber weiter um eine abstrakte Gefährdung, sagte Innensenator Ehrhart Körting (SPD) gestern im Innenausschuss. Für Anschläge in der Hauptstadt sehe er nach allen ihm vorliegenden Informationen keinen konkreten Anhaltspunkt. Dennoch sei vor al...

Peter Kirschey

Funkstille an der Stasi-Sensationsfront

Was macht eigentlich Jürgen G.? Gibt es etwas Neues von Grigori? Es ist still geworden um die beiden Herren, obwohl sie doch für eine kurze Zeit den bundesdeutschen Blätterwald beherrschten. Sie stiegen auf und tauchten wieder unter, so als hätte es sie nie gegeben.