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Unten links

Wie nicht anders zu erwarten, hat die Kanzlerin ihre Neujahrsansprache wieder mit wichtigen Hinweisen für die Bevölkerung gespickt. Beispielsweise: Wir werden stärker aus der Krise herauskommen, als wir hineingegangen sind. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, erkennt: Weil es so schön ist, wird vom Krisenstab schon jetzt die nächste Krise vorbereitet, aus der wir dann noch stärker ... Oder der Mer...

ndPlusOtto Köhler

Er arbeitet wieder

Heute sei »kein Silvesterabend wie jeder andere«, sprach Angela Merkel vorgestern Abend zu uns allen. Sie war dieses Jahr von der Erinnerung überwältigt über das, was ihr vor genau 20 Jahren in Hamburg widerfuhr: »Mein erstes Silvester in Freiheit nach 35 Jahren meines Lebens in der DDR – es war einmalig. Es war wunderbar.« Weniger wunderbar war dieses Silvester für 142 Menschen in Afghanist...

Selbstmordanschlag auf Stützpunkt der CIA

Der US-Geheimdienst CIA hat in Afghanistan einen der schwersten Verluste seiner Geschichte erlitten: Ein Selbstmordattentäter sprengte sich am Mittwoch auf einem Stützpunkt im Osten des Landes und tötete damit auch sieben Agenten. Im Süden starben vier kanadische Soldaten und eine Journalistin. Bei einem Bombardement der US-Luftwaffe in der Provinz Helmand wurden mindestens acht Dorfbewohner getöt...

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ndPlusWilli Volks

Noch ist der Stall besser als das Haus

Das Frauenzentrum »Xochilt Acalt« in Nicaragua, Partnerorganisation von INKOTA, hilft Frauen auf ihrem Weg aus der Armut. Ein Beispiel sind die Geschwister Mendoza in San Poncho.

Rudolf Stumberger

Statt neuer Jobs gab es mehr Sanktionen

Am 1. Januar 2005 trat in Deutschland das »Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz IV)« in Kraft. Fünf Jahre nach Einführung treten die sozialpolitischen Verwerfungen der Schröderschen Arbeitsmarktreformen immer deutlicher zu Tage.

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ndPlusGabriele Oertel

Ein Blick ins eigene Blatt

»Der heutige Tag,ist ein Resultat des gestrigen. Was dieser gewollt hat, müssen wir erforschen, wenn wir zu wissen wünschen,was jener will.«

Ein Dorf rückt zusammen
Michael Scheuermann, Freiburg

Ein Dorf rückt zusammen

Für den Frühschoppen, die abendliche Stammtischrunde oder Auswärtsessen nahmen die Bollschweiler Strecken vom Nachbarort bis ins zwölf Kilometer entfernte Freiburg in Kauf. Seit vor Jahren das einzige Dorfgasthaus in ein Chinarestaurant umgewandelt wurde, fehlte den Einwohnern der 2000-Seelen-Gemeinde am Schwarzwaldrand ein Treffpunkt zum gemütlichen Beisammensitzen, Vespern und Feiern – nic...

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ndPlusHans-Dieter Schütt

Die Welt als Job-Center

Der Anglizismus ist in Misskredit geraten. Er wird in Umlauf gejagt, das macht ihn zum epidemischen Wesen. Aber manchmal ist er punktgenau wahr. Der Satz, da mache einer seine Arbeit, ist ein ganz anderer Satz als: Er macht einen Job. Letzteres ist nicht die Übersetzung eines Wortes in eine andere Sprache, es ist ist die Übertragung eines Sinnes in eine andere Welt. Unsere Welt. Wir leben in der W...

ndPlusRoland Etzel

Einfach rechtsstaatlich

In den USA möchte man auch im neuen Jahr der staunenden Welt Beispielhaftes bezüglich der Überlegenheit des Rechtsstaates zwischen Boston und Los Angeles liefern. Schon in der letzten Woche 2009 hatte man sich nicht lumpen lassen und darum gestritten, die Rechtsgeschichte um ein paar Nuancen zu bereichern zu dürfen. Da brachten z. B. Kongressmitglieder – mit Blick auf Guantanamo oder auch Po...

Christian Klemm

Grüne Klientel im Visier

Seit dem Wahldesaster im vergangenen Jahr fordern viele an der SPD-Basis, dass die Partei der bisherigen Politik abschwören und sich wieder auf ihre ureigensten Werte besinnen müsse. Dass dies auch in nächster Zeit ein frommer Wunsch bleiben wird, hat Klaus Wowereit, stellvertretender SPD-Vorsitzender und Regierender Bürgermeister von Berlin, gestern klargemacht: Um Vertrauen zurückzugewinnen, so ...

Moderator
ndPlusIngolf Bossenz

Moderator

»Ich bin überzeugt davon, dass Gott mich zu dieser Aufgabe berufen hat.« Das erklärte Olav Fykse Tveit am 27. August vorigen Jahres. An diesem Tag hatte der Zentralausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) den norwegischen Theologen zum neuen Generalsekretär des ÖRK, der auch als Weltkirchenrat bezeichnet wird, gewählt. Mit dem Neujahrstag 2010 begann seine Amtszeit. Der 49-Jährige folgt ...

Warum eine tierische Hochschule?

Warum eine tierische Hochschule?

ND: Zoologischer Garten und Tierpark haben die Junior Zoo-Universität Berlin gegründet. Welche Ziele verfolgt die Einrichtung? Thöne: Die Junior-Universität soll bei den jungen Menschen Freude und Begeisterung für die Naturwissenschaften wecken. Wir nutzen das Medium Zoologie, um die Vernetzung der Lebewesen mit der Umwelt deutlich zu machen. Nehmen Sie eine Koralle. Hier können wir am Beispiel di...

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»Elena« wird nachgebessert

Essen (ND). Nach der massiven Kritik am größten Datenerfassung- und Datenvernetzungprogramm der Bundesregierung (»Elena«) will das Arbeitsministerium jetzt nachbessern. »Wir werden nur die zur Berechnung von Sozialleistungen zwingend erforderlichen Informationen speichern. Der entsprechende Datenfragebogen wird in Kürze überarbeitet«, sagte ein Sprecher von Arbeitsministerin von der Leyen (CDU) am...

Arme Kinder zahlen die Zeche

Fünf Jahre nach Inkrafttreten der Hartz-IV-Reform fordern Sozial- und Wohlfahrtsverbände einen sozialpolitischen Neuanfang.

ndPlusMatthias Monroy

Europol – Sammelwut ohne Kontrolle

Verbrechensbekämpfung sollte angeblich ihre Mission werden – der europäischen Polizeibehörde Europol. Inzwischen wächst sie sich zu einer gigantischen Superspeicherbehörde aus – im Auftrag der EU.

Auch im neuen Jahr: ND braucht neue Abonnenten

Auch im neuen Jahr: ND braucht neue Abonnenten

Liebe Leserinnen und Leser, in den Händen halten Sie die erste Ausgabe des Jahres 2010. Eine Ausgabe, die, so hoffe ich, Ihren Erwartungen an unsere Zeitung entspricht, auch wenn sich dieser und jener Leser nicht mit jeder Zeile einverstanden erklären kann und natürlich auch nicht muss. Zu Beginn des vergangenen Jahres war für uns angesichts der schlechten wirtschaftlichen Prognose noch nicht klar...

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Abbas mahnt: Keine Gewalt!

Ramallah/Tel Aviv (dpa/ND). Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas wirft Israel vor, palästinensische Errungenschaften wie die Stärkung von Recht und Ordnung im Westjordanland durch Militäreinsätze zunichtezumachen. Die Palästinenser ließen sich aber nicht dazu verleiten, Gewalt anzuwenden und Vergeltung zu üben. Sie kämpften für ihre Freiheit mit den Mitteln des »legitimen Widerstands«, sagt...

Obama zitiert Behördenchefs zu sich

Washington (dpa/ND). Nach dem vereitelten Flugzeugattentat von Detroit will US-Präsident Barack Obama am Dienstag in Washington mit den Spitzen der verantwortlichen Behörden verstärkte Sicherheitsmaßnahmen, einen verbesserten Austausch von Geheimdienst-Informationen und Anti-Terror-Maßnahmen erörtern. Der Präsident hatte im Laufe des Silvestertages vorläufige Resultate einer Untersuchung von Gehei...

Vereint gegen die Blockade

Internationale Friedensaktivisten haben am Donnerstag gemeinsam mit Palästinensern und Israelis gegen die mehr als dreijährige Blockade des Gaza-Streifens demonstriert.

Sechs Tote bei Amoklauf in Finnland

Helsinki (dpa/ND). Ein 43-Jähriger erschoss Silvester in Espoo vor den Toren von Helsinki seine Exfrau, drei ihrer Arbeitskollegen und eine Kollegin in einem Supermarkt. Anschließend beging er mit seiner Waffe Selbstmord. Nach dem vierten Amoklauf binnen sieben Jahren in Finnland sprach sich Ministerpräsident Matti Vanhanen am Silvesterabend für eine weitere Verschärfung der Waffengesetze aus. Am ...

Steuersenkungspolitik zulasten des Sozialstaates

Steuersenkungspolitik zulasten des Sozialstaates

Während die Bundesregierung für dieses Jahr Steuerentlastungen in zweistelliger Milliardenhöhe eingeleitet hat, von denen besonders Wohlhabende profitieren, spricht die Gewerkschaft ver.di von einem »steuerpolitischen Chaos«.

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Serbien klagt in Den Haag gegen Kroatien

Belgrad (dpa/ND). Serbien verklagt Kroatien vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag wegen Völkermords während des Bürgerkrieges in den Jahren 1991 bis 1995. Damals wurden weit über 200 000 Serben vertrieben. Es handele sich um eine Gegenklage, erläuterte am Donnerstag Serbiens Staatspräsident Boris Tadic, der zugleich betonte, es sei »besser, die Konflikte aus dem Krieg außerhalb des...

ndPlusThelma Mejía, Tegucigalpa (IPS)

Putsch in Honduras förderte Verbrechen

Der Putsch gegen die Regierung des honduranischen Staatschefs Manuel Zelaya am 28. Juni hat den Menschenrechten in dem zentralamerikanischen Land einen schweren Schlag versetzt.

Karin Leukefeld

Terrorfurcht vor den Märzwahlen in Irak

Erneut starben in den vergangenen Tagen in Irak Menschen nach Bombenattentaten. Das Jahr 2009 endete schlimmer, als es begonnen hatte.Bei einem Doppelanschlag in Ramadi, Hauptstadt der im Westen Iraks gelegenen Provinz Anbar, wurden am Mittwoch mindestens 30 Menschen getötet. An einer belebten Verkehrskreuzung sprengte sich ein Selbstmordattentäter mit seinem Fahrzeug in die Luft. Als daraufhin de...

ndPlusBehrouz Khosrozadeh

Iran: Revolution gegen Revolution

Die Regimekritiker in Iran geben nicht auf. Auch am Donnerstag kam es im Zentrum der Hauptstadt Teheran zu Protestaktionen und in deren Folge zu neuen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften.Einen Tag zuvor hatte das Regime um den religiösen Führer Ayatollah Ali Chamenei und Präsident Mahmud Ahmadinedschad seinerseits Stärke demonstrieren wollen und in Teheran einige hunderttausend auf die Straß...

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Hoffnung für Hegemann

Hamburg/Schwerin (dpa/ND). Für die angeschlagene Hegemann- Werftengruppe ist der Weg für dringend benötigte Millionen- Bürgschaften und Kredite frei. Gesellschafter, Banken, das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Bund einigten sich auf einen Treuhänder, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit sei die letzte offene Bedingung für in Aussicht stehende Kredite und Bundesbürgschaften erfüll...

Politik muss das System »umprogrammieren«

Worms (dpa/ND). Dem Finanzsystem drohen nach Ansicht des Wirtschaftsprofessors Max Otte weitere große Probleme. »Die neuen Gefahren drohen einmal durch die völlig unzureichende bis überhaupt nicht erfolgte Aufstellung neuer Regeln«, sagte Otte, der die US- Immobilienkrise und damit den Auslöser der Ursache der Finanzkrise bereits 2006 in seinem Buch »Der Crash kommt« vorausgesagt hatte. Zwar sprec...

Geheimnisse eines PPP-Projekts

Anfang des abgelaufenen Jahrzehnts war die Hochzeit sogenannter PPP-Projekte. Für die Regierung Schröder war es klar, Aufbau, Betrieb und Finanzierung des Lkw-Maut-Systems über eine »öffentlich-private Partnerschaft« zu realisieren. Die Ausschreibung gewann im Juli 2002 das Konsortium ETC, später Toll Collect, von Daimler, Deutscher Telekom und der französischen Cofiroute. Der Bundestag stimmte zu...

ndPlusJohn Dyer, Boston

Mann mit goldenem Händchen

Wo andere sich sorgten, griff der Optimist und Opportunist David Tepper zu. So machte der Hedgefonds-Manager den richtigen Schnitt.

Kurt Stenger

In die Sackgasse mit Toll Collect

Die Lkw-Maut ist geeignet, Klimaschutzziele und fiskalische Interessen des Staates zusammenzubringen. Doch die Politik will dies nicht.

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Island: Entschädigung für Sparer verschoben

Reykjavik (AFP/ND). Im Zusammenhang mit der Entschädigung von hunderttausenden Bankkunden im Ausland hat sich Islands Präsident Ólafur Ragnar Grímsson gegen das Parlament gestellt. Er verschob am Donnerstag seine Entscheidung über die Ratifizierung eines zuvor knapp von den Abgeordneten beschlossenen Gesetzes. Danach sollen wegen der Pleite der Icesave-Bank fast vier Milliarden Euro an Großbritann...

Litauen in der Energiekrise

Vilnius/Riga (dpa/ND). Die Lichter wurden zum Silvester-Countdown nur vorübergehend gedämpft – die wichtigste Energiequelle aber bleibt abgeschaltet. Eine Stunde vor Beginn des neuen Jahres ging der letzte Reaktor des Atomkraftwerkes Ignalina vom Netz. Litauen erfüllt damit eine Bedingung für die 2004 erfolgte Aufnahme in die EU – und hat keinen sicheren Ersatz für die Energieversorgun...

ndPlusBritta Petersen, Delhi

Die Kündigung kam per SMS

Im abgelaufenen Jahr erschütterte die Zahlungsnot Dubais die Finanzwelt kurzzeitig. Viele Gastarbeiter, die vor allem aus Indien kommen, sind jedoch in ihrer Existenz bedroht.

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In Essen – Essen auf der A 40

Das Ruhrgebiet ist seit gestern für ein Jahr Europäische Kulturhauptstadt. Geplant sind hochkarätige Veranstaltungen in Theatern, Konzertsälen und Museen. Auch die Massen sollen begeistert werden. Beim Gesangstag wird es ein Konzert mit 65 000 Sängern in einem Fußballstadion geben. Viele Besucher werden auch zu einem »Fest der Alltagskulturen« erwartet: Auf der dann gesperrten A 40 sollen dazu auf...

ndPlusKlaus Bellin

Die höllische Idylle

Wir leben derzeit in einem Schauerroman, sagt der Großpapa in der Mitte des Buches. Er wird bald siebzig sein und weiß so gut wie sein Enkel, dass dieser Befund keine Übertreibung ist. Man sitzt 1938 in der scheinbar so idyllischen Schweiz, indes hinter der Grenze der Irrsinn tobt. Es wird verhaftet, gefoltert, gemordet, und die Grenze bietet längst keinen Schutz mehr. Albert Trebla, der Enkel und...

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Marx spielen

Für Mario Adorf ist der Kapitalismus keine Gesellschaftsordnung mit Zukunft. »Ich glaube nicht an ewiges Wachstum. Irgendwann ist er am Ende«, sagte der 79-Jährige im »Hamburger Abendblatt«. Ein Traum: »Einmal Karl Marx spielen!« Seit Jahren existiere ein Filmprojekt, neuerdings ein zweites im Ausland. Bis zum Frühjahr falle die Entscheidung. Zur Finanzkrise sagt Adorf, der keine Aktien oder Miets...

PLATTENBAU
ndPlusMichael Saager

PLATTENBAU

Wohl bekannt ist Geoff Barrow als Arrangeur und Produzent von Portishead, deren 2008er Album »Third« Fans und Musikkritiker zu wahren Lobeshymnen veranlasste. Man hatte die Gruppe aus Bristol schwer vermisst in all den Jahren des Schweigens und nach zehnjähriger Abstinenz Beth Gibbons' Gesang und Barrows hypnotisch pulsierende Computer-Kompositionen entsprechend überschwänglich begrüßt. Zu recht: ...

Reiner Oschmann

Verwirr-Spiel

Warum bloß entstehen immer mehr Romane, deren Struktur eher verwirrt als erhellt; welchen tieferen Zweck verfolgt solche gewollte oder sich einfach nur ereignende Fallenstellerei? Soll über Verwirrung der Eindruck von Kunstfertigkeit erzeugt, über Herunterdimmen von Klarheit die Illusion von Einmaligkeit vermittelt, über das Verwirrspiel der Leser in seiner Urteilskraft verunsichert werden? T. C. ...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Achtung, gepflastert!

Im Dezember deutete sie sich langsam an: die Lust auf Januar. Großartige Stunde Null. Die Stunde der guten Vorsätze würde kommen. Es würde großartig werden: ein halbwegs neuer Mensch zu sein, endlich. Denn alles scheint verbesserungswürdig: das Gewicht, die Güte, die Laune, die Friedfertigkeit, der Lebenswandel überhaupt. Es würde eine Straffung durch uns gehen. Dazu noch der Schnee! Der Schnee is...

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ndPlusJürgen Holz

Fall Busch ist noch nicht ausgestanden

Kommentieren wollte Florian Busch die Sache nicht. Der Stürmer der Eisbären Berlin, den selbst Bundestrainer Uwe Krupp für »einen der besten deutschen Stürmer« hält, wurde zwei Tage vor Ultimo 2009 von Krupp nicht in den 23-köpfigen Olympiakader berufen. »Ich habe meinen Teil erledigt, alles andere liegt jetzt nicht mehr in meinen Händen«, meinte der 43-fache Nationalspieler Busch und spielte auf ...

Eric Dobias, dpa

Ammann mit Rekordsprung

Die deutschen Skispringer haben den erhofften Befreiungsschlag beim Neujahrsspringen der Vierschanzentournee verpasst und bei der eindrucksvollen Flugshow der Topfavoriten erneut nur eine Nebenrolle gespielt. Beim Sieg des Österreichers Gregor Schlierenzauer kam Pascal Bodmer als bester Deutscher auf Rang 16, Vizeweltmeister Martin Schmitt musste sich mit Platz 25 zufriedengeben. Hinter Schlierenz...

Majdic macht sich selbst glücklich
Oliver Händler, Oberhof

Majdic macht sich selbst glücklich

Ach, wenn doch diese Prologrennen nur olympisch wären. Die Langlaufabteilung des Deutschen Skiverbandes könnte zumindest hoffen, auch bei den Frauen eine Einzelmedaille zu holen. Hatte sich Claudia Nystad aus Oberwiesenthal in den vergangenen zwei Jahren zur Expertin dieser Rennform entwickelt und die Auftaktrennen der vergangenen zwei Weltcupfinalserien und der Tour de Ski im Vorwinter für sich e...

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Bürgerlich ist albern

Im Potsdamer Landtag funktioniert die Koalition, doch in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung nicht. Rot-Rot wäre nicht gut für die Stadt, behauptet Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD). Warum denn nicht? Im Herbst wird der Oberbürgermeister für die nächsten acht Jahre gewählt. Möglicherweise kommt es zu einer Neuauflage des 2002 denkbar knapp ausgegangenen Duells zwischen Jakobs und Linksfrak...

Mit Glühwein, warmen Mützen und nassen Füßen

(dpa). Sie kamen spät, aber sie kamen: Knapp eine Million Berliner und Besucher aus aller Welt haben auch dieses Mal am Brandenburger Tor ausgelassen das neue Jahr begrüßt. Bei Deutschlands größter Silvesterparty trotzten sie der Kälte und feierten mit Glühwein und warmen Mützen. Die mehr als zwei Kilometer lange Festmeile im verschneiten Tiergarten lockte mit Riesenrad und anderen Attraktionen so...

Klaus Joachim Herrmann

Vorwahljahr mit Kandidatenkür

Erst 2011 ist turnusmäßig ein neues Abgeordnetenhaus zu wählen. Doch droht Berlin ein ungewöhnlich langer Wahlkampf. Das soeben begonnene 2010 kann demnach als Vorwahljahr gelten. Schon vor Beginn kamen erste Personalien ins politische Spiel als Auftakt für die Kandidatenkür. Etwas pikant dürfte sein, dass ausgerechnet aus der Regierungskoalition der Aufruf zum Reigen möglicher Bewerber erging. Hi...

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Neuer Vertrag mit Schloss-Architekt

(dpa). Der Konflikt um den Architekten-Vertrag für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses ist laut Presseberichten beigelegt. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung habe den im Juni geschlossenen Vertrag mit Franco Stella, der aus formalen Gründen für nichtig erklärt worden war, modifiziert noch einmal abgeschlossen, hieß es. »Jetzt können wir loslegen mit der Realisierung des Projekts«, wurd...

Philharmoniker begeisterten

(dpa). Premiere für die Berliner Philharmoniker, für Harald Schmidt und für die ARD: Das traditionelle Silvesterkonzert des Orchesters wurde am Donnerstag erstmals von dem Entertainer moderiert und vom Ersten übertragen. Die Berliner schickten ihr begeistertes Publikum mit russischen Klängen ins neue Jahr. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Sir Simon Rattle spielten sie das zweite Klavierkonze...

Tom Mustroph

Dichten, Denken, Rhythmisieren

Die Volksbühne war voll wie lange nicht. Eine fröhliche Menschenschlange mäanderte durchs Foyer. Sie war voller Hoffnung auf einen guten Abend und voller Hoffnung, per Eintrittskarte die Zugangserlaubnis zu erhalten. Es handelte sich um die Stadtmeisterschaft im Poetry Slam. Aus einem Kreis von neun bereits bei anderen Slams siegreichen Teilnehmern wurde der beste rhythmische Reimer Berlins gekürt...

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Überfall auf Redaktion

Leisnig (dpa/ND). Nach dem Überfall auf die Redaktion der »Döbelner Allgemeinen Zeitung« in Leisnig (Sachsen) schließt die Polizei einen rechtsextremen Hintergrund nicht aus. »Wir ermitteln in alle Richtungen, aber das könnte ein Ansatz sein«, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Westsachsen. Konkrete Hinweise zum Täter gebe es aber noch nicht. Ein Vermummter hatte am Mittwoch eine Axt gegen di...

ndPlusPeter Nowak

Eine Stele des Anstoßes

»Die friedvolle Atmosphäre, welche die in den Landschaftsraum eingebettete Siedlung dem unbefangenen Betrachter heute vermittelt, macht es schwer, ihre Geschichte in Erinnerung zu rufen. Diese ist unmittelbar mit ihrer Entstehungszeit im Nationalsozialismus verwoben.« Diese Sätze stehen auf einer Informationsstele, die an der Kreuzung Argentinischen Allee/Ecke Teschener Weg in der Waldsiedlung Kru...

Volkmar Draeger, Berlin

Der Kapitalist als Boxer

»Von Pfauen, Libellen und Fledermäusen« heißt eine umfangreiche Ausstellung im Berliner Bröhan-Museum. Sie beleuchtet mit mehr als 300 Exponaten die »Geheimnisvolle Tierwelt im Jugendstil«.

Sebastian Raabe, dpa

Jamaikanisches Haushaltsloch

Schon in den letzten Wochen des alten Jahres stritten sich die Politiker im Saarland heftig. Vor allem bei der SPD sitzen die Verletzungen durch die Grünen tief. Die hatten nach den Landtagswahlen 2009 einem rot-rot-grünen Bündnis eine Absage erteilt.

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Andreas Fritsche

Gelesen

Ende der 70er Jahre begann die Begeisterung des Westberliners Manfred Reschke für das Wandern. In zwölf Staaten legte er insgesamt mehr als 10 000 Kilometer zu Fuß zurück. An den Wochenenden reiste Reschke häufig mit Tagesvisum in die DDR und wanderte dort. Weil er in der Nähe seiner Heimatstadt bleiben musste, um abends rechtzeitig zurück zu sein, streifte er durch das Umland und entdeckte so ein...

Kosten für Betreuung explodieren

Erfurt (dpa/ND). In Thüringen explodieren die Kosten für die gerichtlich angeordnete Betreuung hilfsbedürftiger Menschen. In diesem Jahr werde mit Ausgaben von rund 21 Millionen Euro für die Vergütung von Betreuern gerechnet, teilte das Justizministerium auf Anfrage mit. Im vergangenen Jahr beliefen sich die vom Land zu tragenden Kosten auf knapp 20 Millionen Euro. Auf Betreuung bei der Bewältigun...

ndPlusRichard Schmieder, dpa

Der Sachse liebt das Klettern sehr

Mitglieder sächsischer Bergsteigergruppen waren im vergangenen Jahr in vielen Weltgegenden aktiv. Gleich mehrere Expeditionen steuerten den Himalaya an.Dresden. Schwierigste Wände von 500 Metern Höhe bis zu Gipfeln über 7000 Meter stehen in den Bergfahrtenbüchern sächsischer Kletterer von 2009. Gleich zweimal war der Dresdner Götz Wiegand im mächtigsten Gebirge der Erde unterwegs: Zu seinem 50. Ge...

ndPlusWilfried Neiße

Radwege nur gut für den Urlaub

Das Netz der touristisch genutzten Radwege in Brandenburg ist gut ausgebaut. Während alle geplanten Radfernwege nahezu fertig sind, liegt das Land bei den Radwegen an Straßen jedoch hinter den ursprünglichen Zielen zurück. Wie Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (LINKE) mitteilte, kann der Bau des überregionalen Teils des brandenburgischen Radwegenetzes »im Wesentlichen als abgeschlossen« betrac...

Rudolf Stumberger, München

Brennpunkt Hasenbergl

In Starnberg, vor den Toren Münchens gelegen, wohnen mit die meisten Millionäre in Deutschland. Auch die weißblaue Landeshauptstadt ist dafür bekannt, dass sich hier Prominente und Reiche im Wohlstandsbiotop wohlfühlen. Doch irgendwo zwischen all den Stadtresidenzen und den schicken Lofts müssen auch diejenigen wohnen, die Hemden bügeln, Straßenbahnen lenken und die Vorstandsetagen saugen. Die wohnen zum Beispiel im Münchner Stadtviertel Hasenbergl, auch bekannt als »sozialer Brennpunkt«.

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Burga Kalinowski

Standing Ovation fürs Manifest

Wer liest das heute noch? »Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus« und »Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!« – der erste und der letzte Satz des »Kommunistischen Manifestes«. Ein politischer Paukenschlag aus dem 19. Jahrhundert. Wer hört da noch hin? Der Schauspieler Rolf Becker steht hinter einem Pult, das Manuskript liegt vor ihm, ein Glas Wasser ist da, ...

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ndPlusIrmtraud Gutschke

Bewegung gen Osten

Da gelangt also ein Buch aus dem polnischen Winter – und der ist an der Grenze zur Slowakei ganz anders als hier – an einen deutschen Kamin. Oder, sagen wir, auf eine Liege im Thermalbad vor die Kulisse einer mediterranen Stadt. In der Glaskuppel spiegeln sich Laternen. Nackte Leiber in einem Becken mit heißer Sole, vor Sprudeldüsen, unter einem künstlichen Wasserfall. Die Rückenschmer...

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Was bleibt von Dingen, die verschwinden?

»Die Dinge verschwinden, wenn ihnen die Existenzgrundlage entzogen wird, so als hätten auch sie einen Hunger, der gestillt werden muss«, schreibt Jenny Erpenbeck in ihrem jüngsten Band »Dinge, die verschwinden«. Das Verschwinden der DDR vor 20 Jahren und fast aller ihr zugeordneten »Dinge« mag Jenny Erpenbeck zu ihren Reflexionen veranlasst haben. Wohl auch Erlebnisse aus ihrem unmittelbaren biografischen Umfeld. Die Tochter des Physikers, Philosophen und Schriftstellers John Erpenbeck und der Arabisch-Übersetzerin Doris Kilias entstammt einer prominenten Familie kommunistischer Intellektueller: Fritz Erpenbeck, ihr Großvater, Begründer der Zeitschrift »Theater der Zeit«, und Hedda Zinner, ihre Großmutter, waren prominente DDR-Autoren. Nach ihrem Abitur an einer Berliner Oberschule 1985 absolvierte Jenny Erpenbeck eine zweijährige Lehre als Buchbinderin und von 1988 bis 1990 studierte sie Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1990 wechselte sie zum Studium der Musiktheaterregie (u.a. bei Ruth Berghaus, Heiner Müller und Peter Konwitschny) an die Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieses Studiums 1994 arbeitete sie einige Zeit als Regieassistentin und später als selbstständige Regisseurin an verschiedenen Opernhäusern in Deutschland und Österreich. Als Schriftstellerin erlebte Jenny Erpenbeck mit ihrer 1999 erschienenen »Geschichte vom alten Kind« einen sensationellen literarischen Erfolg. Auch ihre nachfolgenden Bücher »Tand« (2001), »Wörterbuch« (2004) und »Heimsuchung« (2008) wurden in viele Sprachen übersetzt. Vielfach preisgekrönt, unter anderem 2001 mit dem Preis der Jury beim Ingeborg-Bachmann Wettbewerb in Klagenfurt, zählt Jenny Erpenbeck heute zu den wichtigsten deutschen Autorinnen der jüngeren Generation.

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ndPlusMartin Stolzenau

John Rabe

In China gilt John Rabe als Heiliger, als »der gute Deutsche« und »Oskar Schindler von Nanking«. Sein Grabstein gehört zu den Hauptanziehungspunkten in der Ge denkstätte für die Opfer des Nanking-Massakers. Er hatte nach der Eroberung Nankings durch die Japaner am 13. Dezember 1937 rund 250 000 Chinesen das Leben gerettet. In Deutschland blieb er jahrzehntelang ein Unbekannter. Der von Oscar-Preis...

Gert Lange

»Dear Fred, Prost Neujahr!«

Der Jahreswechsel – für die Abtrünnigen des Heilands eine andersartig heilige Zeit. Weil sie weniger an Gottes Gnade glauben als vielmehr an die Tatkraft selbstbestimmten Handelns. Wer dem Eiapopeia der Alltagsvergessenheit nichts abgewinnt, der zieht bei allem Frohsinn Bilanz. Was wurde erreicht? Was wird, was soll das neue Jahr unter gegebenen Umständen bringen? Und mancher verinnerlicht d...

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Martin Koch

SUSY, Higgs und HIV

Die rasante Entwicklung der Wissenschaft fördert immer wieder überraschende Ergebnisse zutage. Daneben jedoch lässt sich die Natur trotz intensivster Forschung manche Geheimnisse einfach nicht entlocken. Dennoch geben sich viele Wissenschaftler zum Jahresbeginn optimistisch, dass ihnen der ersehnte Durchbruch in den nächsten zwölf Monaten gelingen werde. Die Augen der Physiker sind 2010 vor allem ...

Sudoku hilft DNA entziffern
ndPlusReinhard Renneberg, Hongkong

Sudoku hilft DNA entziffern

Wenn ich ins Labor komme, lassen mindestens drei meiner Studenten blitzschnell die weltweit suchtauslösenden Sudoku-Rätsel von Tischen oder Computerbildschirmen verschwinden. Aber ich meckere nicht mehr, im Gegenteil: Schließlich nennt man eine neue Methode zur gleichzeitigen Bestimmung der DNA-Sequenz zehntausender Erbgutproben, also der Abfolge der Basen Adenin, Thymin, Cytosin und Guanin (A, T,...

ndPlusSteffen Schmidt

Von Urmenschen und Monopolen

Vor 15 Jahren befragte ND erstmals mehrere der meistzitierten Fachzeitschriften nach ihrer Entdeckung des Jahres. Das einzige Blatt, das damals aus dem Stand eine Antwort hatte, war das US-Journal »Science«. Dessen Redaktion hatte schon seit 1989 ein »Molekül des Jahres« gekürt. Dieser angesichts des Siegeszuges der modernen Biochemie verständliche Titel wurde 1996 zum »Durchbruch des Jahres«. Inz...

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Heiko Kauffmann

Zwei Jahrzehnte Gesetzesvorbehalt gegen Flüchtlingskinder

Die schwarz-gelbe Regierungskoalition ließ in ihrem Koalitionsvertrag mit dem Satz aufhorchen, sie wolle die Vorbehaltserklärung zur Kinderrechtskonvention zurücknehmen. Unter dieser Regierungskonstellation war der deutsche Vorbehalt 1992 erst erhoben worden. Kurz vor Weihnachten nun weigerten sich die unionsgeführten Länder im Bundesrat , eines der beschämendsten Kapitel der bundesdeutschen Flüchtlings- und Kinderrechtspolitik zu beenden. Die Entscheidung ist erneut vertagt.

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Alarm am Lago Atitlán
Markus Plate, Guatemala

Alarm am Lago Atitlán

Der Atitlán-See im Hochland Guatemalas ist seit jeher ein Magnet für Reisende. Noch vor zwei Jahren durfte das Auge des Besuchers über tiefblaues Wasser hin zu den drei Kegelvulkanen Atitlán, Tolimán und San Pedro schweifen. Der See war das Aushängeschild Guatemalas, ein Ort zum Entspannen, zum Träumen und für viele auch zum Bleiben. Damit ist es erst einmal vorbei. Als im vergangenen Jahr zum ers...

ndPlusHarald Lachmann, Altenburg

Deutschlands schnellster Sportwagen

Die Schweißelektrode glüht. Blitze funkeln grell, während der junge Mann hinter der Schutzmaske zwei Rohrenden verschweißt. Schwer und massiv sehen sie aus. Doch der Eindruck täuscht. Was er gerade unauflöslich zusammenfügt, besteht aus Chrom-Molydän-Stahl. Es ist verwindungssteif und hochfest, dennoch dünnwandig und somit überraschend leicht – eine Technologie aus dem Flugzeugbau, mittlerwe...

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ndPlusMichael Müller

Viel Meer und noch viel mehr

»Erst hatten wir Kommunismus, dann Nationalismus, und nun haben wir hoffentlich nur noch Tourismus.« So kalauert Jeko Puskaric, Lehrer in Dubrovnik, der antiken Hafenstadt ganz unten von Kroatien, gern ein bisschen zeitgeschichtlich. Wie viel Realität und wie viel Hoffnung in ihm stecken, zeigen Reiseschlaglichter. Auf einer Tour von Nord nach Süd durch dieses Balkanland mit viel Meer und noch vie...

Seite 27
ndPlusAlexander Richter

Zwischen Tradition und Nepp

Was ist das Beste an Bad Aibling? Liebhaber der Kurstadt preisen die zahlreichen Gesundheits- und Medical Wellness-Angebote. Spötter frotzeln: Das Beste ist die 40 Minuten schnelle Autobahn nach München im Norden oder Salzburg im Süden. Tatsächlich hat Bayerns ältestes Moorbad in mancherlei Hinsicht eine Schönheits-OP nötig, etwa bei einigen Hotels oder in der Innenstadt, wo Pizza, Gyros und Tapas...

Heidi Diehl

Hände weg von Kuscheltieren

Es ist die Geschichte von einem, der auszog, um Weine zu entdecken und Menschen, die diese herstellen. Es ist ein Buch, das von Leidenschaft erzählt, wobei das Wort Leiden zum Teil auch ganz wörtlich zu nehmen ist. Denn auf der Expedition durch »Planet Wein«, wie er es nennt, ist der Autor Stuart Pigott nicht nur in zehn Jahren insgesamt sechs Mal um die Erde gereist und dabei zwei Mal lebensgefäh...

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Auflösung vom 19./20. Dezember

Preisfrage: Wann und wo? – Am 24. Dezember 1900 in Leipzig-Probstheida. Die drei Gewinner der ND-Überraschung, die unter allen richtigen Einsendungen ausgelost wurden, sind: Elke Koltermann, Magdeburg; Ernst Niemann, Gardelegen; Werner Hustig, Berlin. Wer sagte es? – Édith Piaf (19. Dezember 1915 - 10. Oktober 1963), französische Chansonsängerin. Wie hieß es? – Das Familiengesetz...

Testspiel: Wissen, lernen und gewinnen!

Wer schrieb es? Das menschliche Herz hat die fatale Neigung, nur etwas Niederschmetterndes Schicksal zu nennen. Welche waren es? Am 2. Januar 1903 trat in Deutschland eine Rechtschreibreform in Kraft. Welches waren ihre augenfälligsten Änderungen, auf wen gingen sie zurück? Wie hieß es? Am 3. Januar 1884 erschien in Stuttgart die erste Ausgabe des Satireblatts der deutschen Sozialdemokratie. Wie h...

Karotten kommen nicht aus Amerika
ndPlusBrigitte Müller, Hobbygärtnerin und Umweltautorin

Karotten kommen nicht aus Amerika

Oder doch? Als ich unlängst im Kühlregal einer Kaufhalle Tütchen mit Minikarotten, Made in USA, liegen sah, meinte ich schlecht zu träumen. Aber sie waren tatsächlich da; Menschen kaufen sie auch. Ob sie sich etwas dabei denken? Die, die dafür gesorgt haben, dass die kleinen Amerikaner geputzt in der Kühlung lagen, haben auf jeden Fall gedacht: nämlich ans Geld machen. An welcher Garderobe haben w...

Nach Weltcupsieg im WM-Kandidatenkreis
Carlos García Hernández, Schachlehrer

Nach Weltcupsieg im WM-Kandidatenkreis

Boris Gelfand (Israel, 41) hat im Spätherbst den diesjährigen Weltcup gewonnen. Er fand in Chanty-Mansijsk statt, einer der – wegen seiner Erdölindustrie – reichsten russischen Städte, wo 2010 auch die 39. Schacholympiade startet. Beim diesjährigen Weltcup ging es hoch bis spektakulär her. Anfangs hatte Wesley So (Philippinen; 16; ELO 2627) keine Geringeren als Vassily Ivanchuk (Ukrain...

ndPlusRené Gralla

Der Altai spielt Jagdschach Shatra

Wie eine Mischung aus Ritterspiel und Kung Fu startet eine Partie »Shatra« im sibirischen Volksschach, das sich über die Jahrhunderte in der autonomen russischen Republik Altai entwickelt hat. Das Spiel fusioniert Elemente aus »Dame« und Chinas Strategieklassiker »XiangQi« und macht sogar Anleihen bei Japans »Shogi«. Auf einem originell gestalteten Brett, das sich aus drei Zonen zusammensetzt: ein...

Erde überholt Mars
Hans-Ulrich Keller, dpa

Erde überholt Mars

Der beherrschende Planet des Nachthimmels ist der Mars im Gebiet der Sternbilder Löwe und Krebs. Als helles, rötlich-gelbes Gestirn zieht Mars Blicke auf sich. Ende Januar überholt ihn die Erde auf der Innenbahn. Von uns aus beobachtet stehen Mars und Sonne einander gegenüber. Am 1. und 30. Januar erhält Mars Besuch vom fast vollen Mond. Zweiter heller Planet am nächtlichen Winterhimmel ist Saturn...