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Unten links

Christian Wulff soll am 8. März mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet werden. Das steht aus dem Amt geschiedenen Bundespräsidenten, Bundeskanzlern und Verteidigungsministern zu. Dabei haben sie auch einen Musikwunsch frei. Gerhard Schröder wählte einst den Frank-Sinatra-Song »My way«, Horst Köhler entschied sich für den »St. Louis Blues« und Karl Theodor Freiherr zu Guttenberg für »Smoke on...

ndPlusInes Wallrodt

Karlsruhe rügt Gummiparagrafen

Das Bundesverfassungsgericht beschränkt die Verwendung von Telekommunikationsdaten. Der Gesetzgeber muss den Zugriff durch Polizei und Geheimdiensten neu regeln.

Sigmars tönender Ex-Pastor
Otto Köhler

Sigmars tönender Ex-Pastor

»Nun also statt der Pest die Cholera.« Das schrieb ich an dieser Stelle vor eineinhalb Jahren, als Joachim Gauck von Christian Wulff geschlagen wurde. Die Cholera hat sich zurückgezogen und wartet nur noch - wenn der Staatsanwalt ihr freigibt - auf den verdienten Zapfenstreich. Sie war, als sie antrat, sympathisch, glaubwürdig, volksnah, wie das Umfrageinstitut Infratest dimap anhand von 899 Be...

Ingolf Bossenz

Bundeswehr flieht aus Talokan

Mit der Verbrennung von Koran-Ausgaben entzündete die US-Armee in Afghanistan eine Lunte, die in dem Land eine neue Explosion der Gewalt auslöste. Auch der Bundeswehr wird der Boden mittlerweile zu heiß.

Fabian Lambeck

Bundespräsidenten-Wahl: Begrenzter Zutritt für Rollstuhlfahrer?

Maximal 14 Rollstuhlfahrer dürften sich im Plenarsaal des Reichstages aufhalten. Das geht aus einem Gutachten hervor, das der Tageszeitung "neues deutschland" vorliegt. Sollten unter den 1240 Mitgliedern der Bundesversammlung sowie unter den zahlreichen Gästen mehr als 14 Rollstuhlfahrer sein, müsste demnach einigen der Zutritt zum Saal verwehrt werden.

Erzählen als Therapie
ndPlusSilvia Ottow

Erzählen als Therapie

Ums Älterwerden kommt keiner herum. Es schrecken uns an diesem unausweichlichen Vorgang aber nicht nur die körperlichen Gebrechen, sondern auch die Angst, den Verstand zu verlieren, dement zu werden, Alzheimer zu bekommen. nd befragte Wissenschaftler zu diesem Thema und hörte betagten Menschen zu.

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»Der Kampf wird erst mit Assads Sturz enden«

»Der Kampf wird erst mit Assads Sturz enden«

Scheich Ihsane Baadarani, einer der höchsten sunnitischen Geistlichen Syriens, war Berater des Präsidenten Hafez al-Assad und dann dessen Sohnes Baschar in religiösen Fragen, bevor er sich 2011 dem Widerstand anschloss und das Land verließ. In Paris hatte Ralf Klingsieck im Rahmen eines Pressegesprächs Gelegenheit, ihn zu befragen.

Suche nach besserer Verfassung
Karin Leukefeld, Damaskus

Suche nach besserer Verfassung

Während in Tunis am Freitag die »Freundesgruppe für ein demokratisches Syrien« aus 60 Staaten weitere Sanktionen gegen Damaskus angedroht hat und der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan zum internationalen Sonderbeauftragten für den Krisenstaat berufen wurde, setzt der syrische Präsident Baschar al-Assad auf die neue Verfassung. Dass mit dieser die Gewalt beendet und die Spaltung des Landes überwunden werden kann, ist fraglich.

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Santeria und Sozialismus
ndPlusJörg Meyer, Havanna

Santeria und Sozialismus

Sie ist nicht nur optisch eine Stadt der Gegensätze. Die einst prächtigen, zwei- oder dreistöckigen Kolonialbauten in der kubanischen Hauptstadt Havanna sind mit den Jahrzehnten verfallen.

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Deutlich mehr Verkehrstote

Wiesbaden (epd/nd). Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 3991 Menschen starben auf den Straßen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Nach den vorläufigen Ergebnissen waren dies 343 Getötete mehr als im Jahr 2010. Auch die Zahl der Personen, die schwer oder leicht verletzt wurden, erhöhte sich um 5,5 Prozent. Als wesentliche...

Beratungen über Athen-Hilfe

Berlin (AFP/nd). Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Freitag über das neue internationale Hilfspaket für Griechenland beraten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) informierte die Abgeordneten über die Beschlussvorlagen der Regierung, über die am Montag der Bundestag abstimmen soll. Sprecher der Opposition kritisierten, dass wichtige Informationen bislang nicht vorlägen. »Die Unt...

Auf dem Kandidatenkarussell
Aert van Riel

Auf dem Kandidatenkarussell

Die Linkspartei ist sich uneins über ihren Kandidaten für die Wahl des Bundespräsidenten am 18. März. Eine Entscheidung soll am Montag getroffen werden.

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Fabian Lambeck

Bundespräsidenten-Wahl: Kein Zutritt für Rollstuhlfahrer?

Weil es im Reichstag an Fluchtmöglichkeiten fehlt, dürfen laut einem dem »nd« vorliegenden Gutachten maximal 14 Rollstuhlfahrer in den Plenarsaal. Bislang weiß niemand, wie viele Gehbehinderte unter den 1240 Wahlleuten der Bundesversammlung am 18. März sein werden.

ndPlusInes Wallrodt

Tragbares Gefängnis

Eine gemeinsame Überwachungszentrale der Länder in Hessen behält derzeit acht Menschen im Auge. Ihre Zahl wird steigen. Kritiker warnen vor einem inflationären Gebrauch.

»Wir müssen uns selber ins Herz gucken«

»Wir müssen uns selber ins Herz gucken«

Barbara John (CDU) war über 20 Jahre die Ausländerbeauftragte Berlins. Die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Hinterbliebenen des Neonazi-Terrors nahm vorgestern an der staatlichen Gedenkveranstaltung für die Opfer neonazistischer Gewalt teil. Über Einwanderer als Clubmitglieder und herummosernde Deutsche sprach mit ihr für »nd« Thomas Blum.

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Manning formell angeklagt

Fort Meade (AFP/nd). In der Affäre um die Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten im Internet ist der mutmaßliche Informant der Enthüllungswebsite Wikileaks formell angeklagt worden. Bei einer Anhörung auf dem Militärstützpunkt Fort Meade im US-Bundesstaat Maryland wurden die 22 Anklagepunkte gegen den US-Soldaten Bradley Manning verlesen. Am schwersten wiegt dabei der Vorwurf der Unterstützung d...

Louisa Prause, Dakar

Wade will nicht gehen

Überschattet von Protesten gegen Staatschef Abdoulaye Wade, findet am Sonntag die Präsidentenwahl in Senegal statt. Der 85-jährige Wade kandidiert für eine dritte Amtszeit. Vor allem junge Demonstranten fordern seinen Rückzug aus der Politik.

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Ein Schritt Richtung EU

Mit einer Einigung Serbiens und Kosovos in ihren wichtigsten politischen Streitfragen kommen beide Staaten der Europäischen Union näher.

Marc Engelhardt, Genf

Mehr Soldaten und mehr Geld nach Somalia

Die Somalia-Konferenz in London beschloss Rückendeckung für den Versuch einer militärischen Stabilisierung Somalias. Mit Soforthilfen will man außerdem die Herzen der Bevölkerung gewinnen.

ndPlusAnke Stefan, Athen

Gegenmacht wird weggespart

Am Dienstag beschlossen die Euro-Finanzminister weitere Kredite für Griechenland. Dafür soll Hellas weiter sparen. Welche Auswirkungen dieser Politik die griechische Bevölkerung zu spüren bekommt, ließ sich eine Delegation linker Europaparlamentarier in Athen zeigen.

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Teilerfolg

Es hat ziemlich lange gedauert, bis Karlsruhe eines der 2004 verabschiedeten Sicherheitsgesetze für teilweise verfassungswidrig erklärt. Damals wurden die Überwachungsbefugnisse von Polizei und Geheimdiensten deutlich ausgebaut. Ihr Zugriff auf Kommunikationsdaten unterliegt seither praktisch keinen Voraussetzungen und keinerlei wirksamer richterlicher Kontrolle. Natürlich versteht man das nicht s...

Rückzug in Afghanistan

Die Bundeswehr hat sich zurückgezogen. Noch nicht aus Afghanistan, aber aus Talokan, einer der zehn größten Städte des Landes am Hindukusch. Zwar heißt es, das Lager in Talokan wäre sowieso im März geräumt worden, doch kann man sich schwerlich des Eindrucks erwehren, dass es sich bei diesem Rückzug schlicht um eine Flucht handelt. Eine Flucht vor aufgebrachten, protestierenden Afghanen, die zu bef...

Fast eine Partei

Die Nominierung von Joachim Gauck zum Bundespräsidenten hat die LINKE unverhofft in eine Situation gebracht, in der sie fast alles richtig machen konnte. Doch wieder einmal - wie nach der Bundestagswahl 2009, als sie ihr zweistelliges Ergebnis zur Startrampe für ein innerparteiliches Muskelspiel nutzte - ist sie dabei, politische Vernunft zu verspielen. Etliche Genossen suchen offenbar mit mehr En...

Martin Kröger

Ära beendet

Am Ende gab es versöhnliche, selbstkritische Worte. »Auch ich habe nicht immer den richtigen Ton getroffen und manches Mal zu ›stark draufgehauen‹«. Und: »Wem ich auf die Füße getreten habe, den bitte ich um Verzeihung.« Mit einer Prise Wehmut hielt Volker Ratzmann am Donnerstag seine Abschiedsrede im Berliner Abgeordnetenhaus. Der langjährige Fraktionschef der Grünen (2003 bis November 2011) verl...

Her mit den Milliarden!

Her mit den Milliarden!

Im Frühling streitet die Republik über die Verteilung des großen Kuchens. Ver.di, IG Metall und IG BCE verhandeln über die Löhne und Gehälter von mehr als sechs Millionen Beschäftigten. Die Gewerkschaften fordern Lohnzuwächse von über sechs Prozent. Dieses Jahr wollen die Beschäftigten einen kräftigen Schluck aus der Pulle. Metallfacharbeiter, Chemielaboranten und Krankenpfleger wollen endlich...

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Athen lässt Konten von Ex-Bank-Chef sperren

München (AFP/nd). Griechenland hat einem Zeitungsbericht zufolge erstmals seit Beginn der Schuldenkrise bedeutende Auslandsguthaben eines reichen Unternehmers sperren lassen. Auf den drei Konten in der Schweiz lägen insgesamt 158 Millionen Euro, berichtete die »Süddeutsche Zeitung« (Freitagsausgabe). Sie gehörten dem früheren Vorstandschef und Hauptaktionär der Privatbank Proton, Lavrentis Lavrent...

Greenpeace besetzt Schiff von Shell

Wellington (dpa/nd). Umweltaktivisten haben am Freitag in Neuseeland ein Ölbohrschiff besetzt, um gegen geplante Bohrungen im Sommer vor der Küste Alaskas zu protestieren. Mitglieder von Greenpeace gelangten im Hafen von Taranaki auf das von der Ölfirma Shell gecharterte Schiff »Noble Discoverer«, wie die Umweltschutzorganisation mitteilte. Sie enthüllten an dem Bohrturm ein Banner mit Aufschrifte...

Widerstand gegen Solarkürzung

Halle (Agenturen/nd). Die von der Bundesregierung geplante schnelle und rasche Kürzung der Solarförderung stößt in Ostdeutschland, wo viele Solarfirmen ihren Sitz oder Produktionsstätten haben, auf Kritik. Thüringens Ministerpräsidentin Christiane Lieberknecht (CDU) sagte der »Mitteldeutschen Zeitung«, die Kürzungen seien zu abrupt und drohte mit einem Veto im Bundesrat: »Ohne Veränderungen geben ...

ndPlusHans-Georg Draheim

Goldesel auf Glatteis?

Trotz gestiegener Beschäftigung und Investitionen schrumpfen das Wachstum und die Gewinne der deutschen Wirtschaft. Die anhaltende Finanz- und Schuldenkrise sowie der schleichende Preisanstieg schwächen die Kaufkraft der Verbraucher.

Andreas Landwehr (dpa), Peking

China setzt bei Euro-Hilfe voll auf den IWF

China will Europa helfen - über den IWF. Vor dem G20-Treffen am Wochenende in Mexiko sind sich die großen Wirtschaftsmächte aber uneins, wie die Schlagkraft der globalen Finanzfeuerwehr vergrößert werden kann.

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Tina Hofmann und Sandra Degenhardt, dpa

Nächstes hartes Urteil gegen Dynamo Dresden

Dem Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden drohen durch das geänderte DFB-Urteil wegen der Ausschreitungen seiner Fans beim Pokalspiel in Dortmund Einbußen von über 400 000 Euro. Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte am Donnerstagabend den Ausschluss der Sachsen aus dem kommenden Pokalwettbewerb aufgehoben. Stattdessen wurde der Klub zu einem »Geisterspiel« in der 2. Bundesliga,...

ndPlusAlexander Ludewig

Unnötige Überstunden

Abseits des Spielfeldes verrät ihn seine Miene selten. So machte Huub Stevens auch nach dem Sieg von Schalke 04 gegen Viktoria Plzen in der Zwischenrunde der Europa League seinem Spitznamen alle Ehre. »Letztendlich ein verdienter Erfolg«, kommentierte der Knurrer von Kerkrade mürrisch das Weiterkommen gegen den tschechischen Meister. Während der Spiele kann Schalkes Trainer seine Emotionen nich...

Wenn sie sich was in den Kopf setzt
Jürgen Holz

Wenn sie sich was in den Kopf setzt

Wenn jemand 50 wird, so ist das normalerweise kein Grund, öffentlich viel Aufhebens darüber zu machen. Doch im Falle der Rennkanutin Birgit Fischer, mit achtmal Gold und viermal Silber Deutschlands Rekordolympionikin, liegen die Dinge anders, denn sie hat immer noch nicht genug.

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Solidarität mit Syrien

(dpa). Anhänger der Demokratiebewegung in Syrien wollen am Samstag, 13 Uhr, vom Potsdamer Platz bis zur russischen Botschaft Unter den Linden ziehen. Nach Polizeiangaben steht der Zug unter dem Motto »Solidarität mit Syrien - Aufforderung zur Ausweisung des syrischen Botschafters in Berlin«. Angemeldet ist ein Demonstrationszug mit 300 Teilnehmern. ...

Bürger gegen Fluglärm

(dpa). Unter dem Motto »Der Gesundheit zuliebe: Neuplanung sofort« hat der Bürgerverein Brandenburg-Berlin zu einer Demonstration gegen den erwarteten Fluglärm des künftigen Hauptstadtflughafens in Schönefeld aufgerufen. Der Zug über den Kurfürstendamm startet am Samstag um 14 Uhr an der Gedächtniskirche. Die Veranstalter rechnen mit 1000 Teilnehmern. Eine Abschlusskundgebung direkt vor dem Wohnsi...

Senator will Geld zurück

(dpa). Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja besteht darauf, dass der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) seine umstrittenen Übergangsgelder vollständig an den Verband zurückzahlt. Czajas Pressesprecherin Regina Kneiding sagte am Freitag auf Anfrage, die Hinterlegung der knapp 550 000 Euro auf einem Treuhandkonto sei zwar ein erster Schritt. »Wir drängen aber darauf, dass das Geld auch...

Leibniz nun Berlinerin

(epd). Mit der Leibniz-Gemeinschaft ist eine der vier großen deutschen Forschungsorganisationen vollständig nach Berlin umgezogen. Ihre Geschäftsstelle residiert künftig in einem Mitte der 50er Jahre für die Industrie- und Handelskammer der DDR errichteten Gebäude an der Kreuzung Chausseestraße/Invalidenstraße. Der rund 100 000 Euro teure Umzug aus Bonn sei nötig geworden, weil sich Berlin zur ...

Sarah Liebigt

Hin und her

Zuweilen sogar leidenschaftlich wacht der Bund der Steuerzahler im Dienste des Gemeinwohls über Transparenz bei Zuwendungen an Politiker. Das nahmen sich die Abgeordneten der LINKEN zu Herzen. »Namentlich adressiert und kostenfrei« sei nun »unbestellt« das Magazin »Der Steuerzahler« bei den Fraktionsmitgliedern eingegangen, staunte deren Vorsitzender Udo Wolf. Gar »verwundert und befremdet« äußert...

Sarah Liebigt

»Ich bin kein Verteidiger«

»Ich scheide auf eigenen Wunsch aus dem öffentlichen Dienst aus«, betonte Günter Piening. Der Integrationsbeauftragte gab am Freitag bekannt, zum 30. Juni aus dem Amt auszuscheiden und sich beruflich neu orientieren zu wollen.

»Schön wäre, wenn das Gesetz befolgt würde«
ndPlusSonja Vogel

»Schön wäre, wenn das Gesetz befolgt würde«

Der Senat arbeitet an einer Neuregelung der Kosten der Unterkunft. Bereits seit Monaten fordern dies Sozialverbände und Mietergemeinschaften. Bis heute befolgen Berliner Jobcenter die 2010 vom Bundessozialgericht für rechtswidrig erklärte »AV Wohnen«, die die erlaubte Höhe der Unterkunftskosten für ALG-II-Empfänger festlegt. Diesmal soll sich die Regelung an den tatsächlich zur Verfügung stehenden...

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Schokoladen gerettet

(nd). Das Kultur- und Wohnprojekt Schokoladen bleibt bestehen, die Räumung scheint abgewendet. Nach zähen Verhandlungen und forciert durch den Druck der Straße wurde nun eine Lösung gefunden. So kann der Eigentümer der Schokoladen-Immobilie als Alternative das Grundstück Ackerstraße Ecke Elisabethkirchstraße zum Verkehrswert kaufen. Im Gegenzug verkauft er sein Haus an die Edith-Maryon-Stiftung, d...

Depression und Festtagsstimmung
ndPlusTom Mustroph

Depression und Festtagsstimmung

Der Euro wankt. Auf diese Formel lassen sich die Turbulenzen auf den Finanzmärkten bringen. Dass Europa darüber hinaus auch kulturell und moralisch wankt, wurde am Donnerstagabend in der Kulturbrauerei beim »Krisenfest« deutlich, das von der von Studierenden und Lehrenden des Theaterwissenschaftlichen Instituts der FU Berlin gegründeten Europäischen Gemeinschaft für kulturelle Angelegenheiten (EGF...

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Gespräche bei KAV und ver.di

(dpa/nd). In den zuletzt festgefahrenen Tarifverhandlungen bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist am Freitag neue Bewegung gekommen. Der für die BVG zuständige Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) und die Gewerkschaft ver.di trafen sich am Freitag zu einer neuen Gesprächsrunde. Bis zum Spätnachmittag wurde über den Stand der Verhandlungen noch nichts bekannt. Die Arbeitgeber hätten ver.di zuvo...

Sinkende Akzeptanz

Magdeburg (dpa/nd). Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) will entschlossen gegen Angriffe auf die Polizei vorgehen. Bei Demonstrationen setzte er auf eine Doppelstrategie, sagte Stahlknecht am Freitag bei einer aktuellen Debatte im Landtag in Magdeburg. Einerseits lasse man sich nicht provozieren, es gebe aber null Toleranz bei Straftaten. Der Landtag debattierte auf Antrag der C...

ndPlusWolfgang Weiß

Keine Luftschlösser

»So nah an einer Lösung waren wir schon lange nicht.« Treptow-Köpenicks neuer Bürgermeister Oliver Igel (SPD) gibt sich optimistisch in Bezug auf die Zukunft des Müggelturms und des umliegenden Geländes, das in den letzten Jahren immer mehr verfallen ist. Der neue Investor Matthias Große, ein Immobilienunternehmer aus Köpenick, habe ein Konzept vorgelegt, das keine Luftschlösser enthalte, also kei...

»Wir wissen, worauf es ankommt«
ndPlusAndreas Heinz

»Wir wissen, worauf es ankommt«

Cordula Schürmann arbeitete in der Küche eines Berliner Restaurants. Doch diese Tätigkeit füllte die junge Frau mit Lernschwierigkeiten nicht aus. Die 24-Jährige gehört zu der Gruppe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung, suchte nach einer Beschäftigung, die ihr liegt. Da brachte ihr Betreuer sie auf die Idee, sich beim Verein Lebenshilfe für das Projekt »Nueva« zu bewerben. Das ist nun ein ...

Marcus Meier, Düsseldorf

Nicht ganz dicht

Eine Dichtheitsprüfung für Abwasserkanäle, die Rot-Grün in NRW Haus- und Häuschenbesitzern auferlegte, ist hochgradig umstritten. Und sie könnte zudem verfassungswidrig sein.

Dieter Hanisch, Kiel

Leere auf der Ersatzbank

Am 6. Mai wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt. Ein zentrales Thema im Wahlkampf ist die Bildungspolitik.

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500 Euro für Noël Martin

Potsdam (nd). Die Linksfraktion im Landtag spendete 500 Euro für Noël Martin. Die Abgeordneten hatten erfahren, dass der Mann in seinem Haus in Birmingham überfallen und ausgeraubt worden ist, wie die Fraktionsvorsitzende Kerstin Kaiser am Freitag erklärte. »Es waren Brandenburger Rechtsradikale, die 1996 den damals 37-jährigen Martin zum Krüppel machten«, erinnerte sie. In ihrem Hass auf Auslände...

Luchs

Grüner Boom in Mainz

Mainz (nd-Luchs). Die Wahl des neuen Oberbürgermeisters von Mainz - das Amt wurde seit 1949 von der SPD besetzt - scheint zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zu werden. In einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Forum liegt der SPD-Kandidat Michael Ebling bei 40 Prozent, der Grünen-Politiker Günter Beck bei 38 Prozent. CDU-Kandidat Lukas Augustin ist weiter zurückgefallen und würde nur noch...

Bombenbauer gefasst

Hennigsdorf (dpa). Die Serie mysteriöser Sprengstoffexplosionen in Hennigsdorf ist aufgeklärt. Es sei ein 24-jähriger Mann aus der Stadt festgenommen worden. Er habe die Taten gestanden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Bei einer Hausdurchsuchung am Donnerstag seien bei dem Mann Rohre und andere Gegenstände gefunden worden, die zum Bombenbau verwendet worden seien. Fingerabdr...

Dolce Gusto aus Schwerin

Schwerin (Agenturen/nd). Für 220 Millionen Euro baut der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé in Schwerin ein Werk für Kaffeekapseln. Baubeginn ist im Sommer, die Produktion solle Ende 2013 starten, kündigte Nestlé Deutschland-Chef Gerhard Berssenbrügge am Freitag in Schwerin an. Mit Erreichen der vollen Kapazität im Jahr 2014 würden 450 Menschen in dem neun Werk Arbeit finden. Die Produktionsstät...

Neubau für DDR-Kunst fraglich
ndPlusWilfried Neiße

Neubau für DDR-Kunst fraglich

Das DDR-Kunstarchiv Beeskow wird so schnell keinen Archivneubau erhalten. Kulturministerin Sabine Kunst (für SPD) hat dem Projekt eine Absage erteilt.

ndPlusHaiko Prengel, dpa

Vom Verlust des Wir-Gefühls

Wittenberge war in der DDR ein wichtiger Wirtschaftsstandort, heute liegt der Ort weitgehend brach. Soziologen untersuchen, wie sich die Stadt verändert hat.

Höhenrausch am Elbestrand
ndPlusSusann Witt-Stahl, Hamburg

Höhenrausch am Elbestrand

Alpine Gefühle am Hamburger Hafen und Après Ski am Elbstrand? Die Stage Entertainment (SE) macht es möglich. Sie will eine Gondelbahnstrecke über die Elbe zu ihren Musical-Häusern bauen. Nicht nur viele St. Paulianer, sondern auch Beschäftigte von SE halten die Pläne des Konzerns für absurdes Theater und wollen nicht mitspielen.

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Auf der Straße

Auf der Straße

Neumarkt in der Oberpfalz, 23. Januar 2012, 9 Uhr. Hinter uns fällt die Tür unserer Wohnung ins Schloss. Von nun an leben wir auf der Straße. Vor der Idee für unser neuestes Projekt hatten wir von Anfang an ebenso viel Respekt, wie es uns fasziniert hat. Wir wollen für vierzehn Tage als Landstreicher auf den Straßen Deutschlands leben, ausgerüstet mit zwei Kameras, der Kleidung, die...

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Irreversibler Prozess

Was ist Demenz? Der Begriff Demenz bedeutet »ab᠆nehmender Verstand«. Hauptsymptom der Krankheit ist der Abbau geistiger Fähigkeiten, vor allem des Gedächtnisses. Weitere Symptome im Stadium der leichten Demenz sind zum Beispiel Vergessen der Namen persönlich wichtiger Menschen, Vernachlässigung von Hygiene und äußerem Erscheinungsbild, Orientierungsschwierigkeiten, Verlust von Maßstäben ...

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ndPlusMichael Zander

Vorurteile gegenüber dem Alter

Nahezu täglich werden negative Schlagzeilen über das Alter veröffentlicht, meist getarnt als Wehklage über die demografische Entwicklung. »Erst wollen die Leute keine Kinder zeugen, dann wollen sie nicht sterben«, beschwert sich der Historiker Michael Stürmer in der »Welt« (28.1.2012) und fordert, die Lebensarbeitszeit zu verlängern oder, mit anderen Worten, Rente massenhaft durch Grundsicheru...

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ndPlusBernd Zeller

Intoleranz

Einer kürzlich veröffentlichten Studie zufolge fühlen sich vierzig Prozent der Berliner vom Islam bedroht. Das muss am Einfluss westlicher Medien liegen, die diese unzureichende Informationslage zu verantworten haben. Das fängt schon mit dieser Studie an, weil so aus diffusen Stimmungen statistische Fakten gemacht werden. Wer zu wenig weiß, könnte geneigt sein, sich eben den vierzig Prozent a...

Blitzableiter, Sündenböcke

Blitzableiter, Sündenböcke

Im Februar 2012 wurde ich von einem Bildungszentrum in der Steiermark gebeten, auf einer »Zeitschritte-Tagung« über ein Thema vorzutragen, das mich in den letzten Jahren beschäftigt: Die Veränderungen des Gefühlslebens unter dem Druck der Globalisierung und einer kaum mehr durchschaubaren Geldwirtschaft. In den Vorgesprächen stellte sich heraus, dass die Sache mit den Zeitschritten der Versuch war...

ndPlusMartin Koch

Das Jenseits im Kopf

Gemeinhin betrachten wir den Tod als das unwiderrufliche Ende unseres Lebens. Dennoch sind selbst hartgesottene Materialisten erstaunt über das, was Menschen widerfährt, die vorübergehend im Sterben liegen: Ihr Geist trennt sich plötzlich vom Körper, schwebt in die Höhe und widerstandslos durch andere Körper hindurch. Schließlich erreichen sie als eine Art Geistwesen einen langen dunklen T...

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Hubert Fetzer

Die ökologische Revolution

Zwischen 1780 und 1790 wurden in der englischen Grafschaft Lancashire die ersten Spinnmaschinen aufgestellt. Es war ein regionales Ereignis, das außerhalb der Grafschaft keinen Briten interessierte. Stattdessen blickten nicht nur die Briten, sondern ganz Europa nach Frankreich, wo sich die politischen Auseinandersetzungen zu einem Ereignis zuspitzten, das als Französische Revolution in die Geschic...

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Österreich, ÖVP und FPÖ

Österreich 1999: Nach den Nationalratswahlen kommt es zu einer Koalition zwischen der konservativen ÖVP und der rechtsextremen FPÖ. Kurz vor den Wahlen 2002 begaben sich vier Regisseure und Regisseurinnen in »Zur Lage« auf die Spurensuche, wie sich dieser Tabubruch auf das Leben der Menschen ausgewirkt hat. Sie trafen auf notorische Leserbriefschreiber, Überlebenskünstler und notorische Ausländerf...

Hallo, hier Gauck

Hallo, hier Gauck

Was ist auf dem nebenstehenden Bild zu sehen? Ältere Leserinnen und Leser werden sich sicherlich noch erinnern können. Wir sehen - kein Telefon, sondern einen Telefonapparat, genauer: einen Fernsprechtischapparat (FeTAp), Modell 611. Für die jüngeren Leserinnen und Leser: Das runde Ding mit den Löchern war unverzichtbare Voraussetzung, um telefonieren zu können. Diese Scheibe musste man drehen, we...

Jenseits von Geschichtsbüchern
ndPlusAntje Stiebitz

Jenseits von Geschichtsbüchern

Hier wird subjektive Geschichte erfahrbar: Beispielsweise von Hans Müncheberg, der ab 1940 die »Nationalpolitische Erziehungsanstalt« in Potsdam besuchte und im Mai 1945 als Fünfzehnjähriger zu einem Kampfeinsatz befohlen wurde. Oder von Sigrid Grabner, die den Zerfall der DDR beobachtete und ihre Gedanken dazu festhält. Es sind Details und Emotionen, die historischen Ereignissen Leben einhauchen,...

Antje Schrupp

Schmach oder Triumph

Na klar, ich weiß auch nicht, was im Kopf von Angela Merkel vor sich geht, aber was ich weiß ist, dass ich die übliche Gewinner-und-Verlierer-Logik der politischen Analysen absolut nervig finde. Michael Seemann twitterte: Und nun zu den analysen: gauck ist merkels meisterwerk: t.co/aNtwLSBu vs. merkels größte schmach: t.co/uh0SpUJi wer hat recht? Wirklich tolle Kategorien: Triumph oder Sch...

ndPlusJan Freitag

Äpfel und Apfelkernchen

Nachrichten sind ein schwieriges Geschäft. Als Werbeumfeld taugen sie kaum. Und Renommee ist darin nur mit viel, viel Mühe zu erzielen. Umso mehr freut sich ein Sender, um dessen Ruf es nicht zum Besten steht, über folgende Nachrichtennachricht: An acht Tagen, listet die Redaktion von »RTL-aktuell« auf, lag im Dezember letzten Jahres die alte Tante »Tagesschau« hinter »RTL aktuell«, dem Emporkömml...

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Rolf Höller

Grönlands Austritt

Vor 30 Jahren tat Grönland einen bis dahin nie dagewesenen Schritt. Bislang hat keine europäische Regierung gewagt, ihn zu wiederholen. Die Einwohner der größten Insel der Welt entschieden am 23. Februar 1982, aus dem europäischen Staatenbund auszutreten. Der bestand seinerzeit aus zehn Mitgliedern: Zu den sechs Gründerländern hatten sich 1973 Dänemark, Großbritannien und Irland gesellt, 1981 war ...

Verdienstvolle Kärrnerarbeit
Kurt Wernicke

Verdienstvolle Kärrnerarbeit

Nach jahrelangen Recherchen im Archiv legten zwei Berlin-Historiker ein Handbuch über die nach der Hitler-Diktatur erste frei gewählte Berliner Stadtverordnetenversammlung vor. Es enthält rund 500 biografische Skizzen, was allein schon auf die Kärrnerarbeit von Werner Breunig und Andreas Herbst verweist. Das Berliner Nachkriegsparlament trat erstmals am 26. November 1946 zusammen. Damals war ...

Nicht nur Worte - auch Tatsachen
ndPlusHans-Christoph Rauh

Nicht nur Worte - auch Tatsachen

Er war nicht nur ein eifriger Kriegsführer, bedeutsamer Bauherr, Gemäldesammler und Musiker, sondern auch der »Philosoph von Sanssouci«. So unterzeichnete er jedenfalls viele seiner Altersbriefe an den französischen Philosophen und Schriftsteller Voltaire. Ohne Frage war Friedrich II. von Preußen ein Staatsoberhaupt, das gründlich und kritisch über sich und seine Zeit nachdachte, intensive philoso...

Seite 24

Welt liest für Liu Xiaobo

Mit einer weltweiten Lesung wollen sich Künstler aus allen Kontinenten erneut für die Freilassung des chinesischen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo einsetzen. Die Aktion ist für den 20. März, den Jahrestag der politischen Lüge geplant, wie das Internationale Literaturfestival in Berlin am Freitag mitteilte.

Eigensinnig Unbequeme
Jürgen Amendt

Eigensinnig Unbequeme

Dieser Text basiert auf der Annahme, dass das Amt des Bundespräsidenten von jemanden ausgeübt werden sollte, der in seiner Person die Gesamtheit der Deutschen repräsentiert. In diesem Sinne waren alle bisherigen Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland des Amtes würdig. Von Theodor Heuss bis Christian Wulff waren es Menschen, die in ihren moralischen Haltungen, geschichtlichem Reflexionsvermögen...

ndPlusTobias Riegel

Tot oder lebendig

Es ist einer der großen Gänsehautmomente der Popgeschichte. Als Countrymusiker Johnny Cash 1969 in der US-amerikanischen Strafanstalt San Quentin den gleichnamigen Song beendet hatte, waren die Insassen so aus dem Häuschen, dass der widerspenstige Künstler »San Quentin« gleich noch einmal anstimmte. Das zeigt zunächst eine heute eher selten anzutreffende Großzügigkeit des Stars gegenüber seinem Pu...

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Karl-May-Jahr 2012

Karl May wurde heute vor 170 Jahren, am 25. Februar 1842, in Ernstthal geboren und starb am 30. März 1912 in Radebeul. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und absolvierte eine Ausbildung als Lehrer. Betrügereien und Diebstähle führten zu Freiheitsstrafen, die ihm die Ausübung seines erlernten Berufs verbauten. May wurde zunächst Zeitschriftenredakteur und dann freier Schriftsteller. Seine Reis...

Hans-Dieter Schütt

Castorf und Kasimir

Ringelband ist ein lustiger Name. Zumal für einen Theaterkritiker, von dem doch eher ein betont zerknirschter Ernst und eine ausdrucksgewisse Unberührbarkeit erwartet werden. Herr Ringelband ist eigentlich ein Unbekannter - und doch eine Berühmtheit. Er starb im hessischen Bensheim, und sein Erbe ist immerhin so groß, dass es seit beträchtlicher Zeit einen Preis finanzieren kann: den jährlichen Ge...

Kult in grünen Bänden

Kult in grünen Bänden

nd: Herr Schmid, wann haben Sie zuletzt Karl May gelesen?Schmid: Vor einem halben Jahr den Band 89 der Gesammelten Werke: »Im fernen Westen«. Allerdings ging es da in erster Linie um das Korrekturlesen vor dem Druck und erst in zweiter um das Vergnügen. Ausschließlich Letzteres gönne ich mir in den nächsten Tagen, wenn ich im Urlaub zu Mays »Weihnacht« greife - ein Buch, das ich schon lange wi...

Seite 26
In der Sackgasse der Ultimaten
ndPlusKnut Mellenthin

In der Sackgasse der Ultimaten

Kriegsdrohungen der USA und Israels gegen Iran sind seit mehr als einem Jahrzehnt so ständig präsent, dass man sich in Teheran daran gewöhnt hatte, sie als psychologische Manöver zu ignorieren. Seit November vorigen Jahres hat sich das Klima aber verschärft. Diskussionen über Vor- und Nachteile von Militäroperationen gegen iranische Atomanlagen gehören inzwischen zum Alltagsgeschäft der Medien. ...

Seite 27

Europa und sein »Wilder Osten«

nd: Herr Rahr, wie schätzen Sie die politische Bedeutung der sich offensichtlich vor allem gegen Wladimir Putin richtenden Demonstrationen ein?Rahr: Hierbei handelt es sich um einen Ausdruck des Protestes der neuen politischen Mittelklasse, die es in dieser Form vor einem Jahr noch nicht gegeben hat. Die Leute fordern mehr Transparenz bei Wahlen und mehr politische Freiheiten. Es ist ganz klar, da...

Seite 28
Neuer Chef sorgt für Fehlgeburt

Neuer Chef sorgt für Fehlgeburt

Weibliche Blutbrustpaviane haben oftmals eine Fehlgeburt, wenn ein neues dominantes Männchen in ihre Gruppe kommt. Damit wollen sie verhindern, ein ohnehin »verdammtes« Kind zur Welt zu bringen. Denn das neue Männchen tötet oft den Nachwuchs, der nicht von ihm gezeugt wurde. Dieser sogenannte Bruce-Effekt sei damit erstmals an wildlebenden Tieren nachgewiesen, berichten Forscher um Eila Roberts vo...

Blüte aus dem Permafrost

Washington (dpa/nd). Forscher haben 30 000 Jahre alte Pflanzen zum Blühen gebracht. Der sibirische Permafrost hatte einige Fruchtteile gut konserviert, bevor sie russische Forscher im Labor zu neuem Leben erweckten. Der Erfolg ihres Versuchs unterstreiche, wie bedeutend Permafrostböden als Lagerstätte für Leben seien, das längst von der Erde verschwunden geglaubt schien, schreiben die Biologen in ...

KURZ UND BÜNDIG

Vogelgrippe weiter verbreitet, aber weniger tödlich Washington (dpa/nd). Das Vogelgrippe-Virus H5N1 ist einer Studie zufolge weniger tödlich als bislang angenommen. Zugleich könnten sich mehr Menschen als von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) registriert damit infiziert haben, schreiben US-Forscher nach einer Auswertung von 20 Studien im Fachjournal »Science«. Taia T. Wang und Peter Pales...

ndPlusMartin Koch

Unsichtbare Physik

Die uns im Alltag vertraute Materie besteht aus Elektronen, Protonen und Neutronen. Während das Elektron in der Quantenphysik als strukturloses Teilchen behandelt wird, enthalten Protonen und Neutronen noch kleinere Bestandteile, die man up- und down-Quarks nennt. Zwei down-Quarks und ein up-Quark formen ein Neutron, zwei up-Quarks und ein down-Quark ein Proton. Dieser unterschiedliche Aufbau hat ...

Jacqueline Myrrhe

Riskanter Weg zu den Planeten

Die Fachwelt in Russland ist sich noch immer uneins über die wahre Ursache des Versagens der »Phobos-Grunt«-Mission im November 2011. Das amtliche Gutachten der russischen Raumfahrtbehörde Roscosmos geht von einem Programmierfehler aus. Andere Kenner der Materie, wie Igor Marinin, Chefredakteur der führenden russischen Raumfahrtpublikation »Nowosti Kosmonawtiki«, verweisen darauf, dass in den verg...

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Carlos García Hernández

SCHACH

Der polnische Großmeister Mateusz Bartel (27) gewann die Meistergruppe des weltweit wichtigsten Schachopens, des »Aeroflot Open«. Postwendend kam die Einladung zum renommierten »Dortmund Sparkassen Chess-Meeting«. Die Sensation des Turniers passierte allerdings in Gruppe B, wo der 12-jährige FIDE-Meister aus China Wei Yi eine Internationale Meisternorm erhielt. Yi war 2010 der U-12 Weltmeister, un...

Eroberung einer Insel
ndPlusHeiko Frings

Eroberung einer Insel

Im 16. Jahrhundert, also lange vor Beginn des Massentourismus, machen wir uns ganz ohne Liegestuhl und Badetuch daran, »Teneriffa« auf die altmodische Art zu erobern. In jeder Runde gründen wir dazu rund um das vulkanische Zentralmassiv eine neue Stadt. Jeder von uns verfügt zu diesem Zweck über sechs Gefolgsleute, die wir Runde für Runde als »Charakterkarten« ins Spiel bringen, um Häuser zu erric...

Wissen, punkten, gewinnen

An vier Wochenenden stellen wir jeweils drei Fragen. Sie beziehen sich auf historische Daten der Folgewoche. Für jede richtige Antwort gibt es drei Punkte, bei drei Richtigen einen Zusatzpunkt. Die Punkte der vier Spielwochenenden werden für Jede und Jeden im »nd« gesammelt. Am Monatsende gewinnen die meisten Punkte; bei Gleichstand wird unter Ausschluss des Rechtsweges gelost. Lösungen der jeweil...

Ulrich Sedlag, Zoologe

Das volle Insektenleben findet morgens statt

Noch wintert es ja, aber bald ist es wieder soweit. Im Frühjahr und Sommer mache ich jeden Tag etwa um 7.30 Uhr eine Runde durch den Garten: allgemeine Tier- und Pflanzenbeschau. Zunächst werden die Wände der Gebäude kontrolliert. Weberknechte und Fliegen sitzen dort den ganzen Tag herum. Manchmal hat sich auch ein Nachtfalter niedergelassen, den man sonst nicht zu sehen bekommt. Kleinschmette...

Venus und Jupiter rennen um die Wette
ndPlusHans-Ulrich Keller, dpa

Venus und Jupiter rennen um die Wette

Im März wird der Lauf der Planeten auf ihren Bahnen um die Sonne besonders eindrucksvoll. Zunächst zieht die Erde am Mars vorbei. Dann überholt die kleine Venus den Gasplaneten Jupiter. Auch der Merkur auf der innersten Bahn ist kurz zu sehen.

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»Das Weib ist mein Hauptwerk«
ndPlusHeidi Diehl

»Das Weib ist mein Hauptwerk«

Innigliche Küsse austauschend hat das junge Pärchen die Welt ringsum vergessen. Kurzzeitig stehlen die Verliebten sogar dem berühmtesten Kuss der Kunstgeschichte die Show, wegen dem eigentlich alle hierher ins Obere Belvedere nach Wien gekommen sind.

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Zehn Tipps für die letzte Wintertour

Noch ist der Winter nicht vorbei. Wer jetzt mit dem Auto in den Skiurlaub aufbricht, sollte einiges beachten, damit das Ferienvergnügen nicht durch eine Autopanne getrübt wird. Der ADAC hat die 10 wichtigsten Tipps zusammengestellt:

Raumschiff Nr. 9
ndPlusJirka Grahl

Raumschiff Nr. 9

Die Golfklasse ist ein weites Feld (2011 immerhin mehr als 750 000 Neuzulassungen). Auf diesen hart umkämpften Markt lässt Honda seit Februar seinen neuen Civic rollen, der mittlerweile schon die neunte Generation des Erfolgsmodells darstellt. 1972 erlebte der Civic seine Premiere - zu Zeiten, in denen es den VW Golf noch nicht einmal gab. Dennoch hat der flotte Japaner später dem deutschen Liebli...

Alternative für Wenigfahrer

Ein eigenes Auto zu haben, ist zwar bequem. Für viele Verbraucher ist es aber nicht die günstigste Lösung, um auf vier Rädern mobil zu sein. Wenigfahrer mit einer Fahrleistung von bis zu 10 000 Kilometern pro Jahr kommen mit dem Carsharing finanziell um einiges besser weg, wie die Zeitschrift »Finanztest« berichtet. Was ist Carsharing? Carsharing bedeutet: Auto teilen. Das können Freunde, ...

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An diesem Baum hat man sie aufgehängt
ndPlusAxel Pinck

An diesem Baum hat man sie aufgehängt

Gotland, die »Perle der Ostsee« ist eine magische Insel. Die Goten zogen von hier bis zum fernen Mittelmeer, die Wikinger siedelten auf dem Eiland und später errichtete die Hanse Stützpunkte. Heute gehört die langgestreckte Insel an Schwedens Südostküste zu den beliebten schwedischen Urlaubszielen. Wer Naturerlebnisse, lange Strände, gutes Essen und eine kulturvolle Atmosphäre sucht, ist hier gut ...