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Stephan Kaufmann

Klimasünder und -schutzengel

Die Welt ist voller Gefahren für den Menschen, weswegen er eine ganze Reihe von Dingen zu seinem Schutz erfunden hat. Zum Beispiel die derzeit verbreiteten Schutzmasken, die uns gegenseitig vor unseren Viren schützt. Aus der Mode hingegen sind Schutzengel. Dabei

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Maresi Starzmann

»Wir sind eine Gefängnisnation«

»Trump ist ein Wolf«, sagt Mumia Abu-Jamal, der vielleicht bekannteste Häftling der USA im nd-Interview. Von der Gefängnisreform seiner Regierung hält er nicht viel, die massenhafte Inhaftierung von Schwarzen nennt er »ein amerikanisches Phänomen«.

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Martin Kröger

Rassismusvorwurf gegen Polizisten

Das ARD-Magazin »Monitor« berichtet über eine Recherche zu einer internen Chatgruppe von Berliner Polizisten, in der sich mindestens sieben Beamte regelmäßig klar rassistisch geäußert haben sollen. Für Montag ist eine Sondersitzung des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus beantragt worden.

Aert van Riel

Sparen an den Ärmsten

Um die Folgen der Coronakrise zu bewältigen, setzt die Bundesregierung auf Investitionen und neue Schulden. Zeitweise gab es auch Verbesserungen für Bedürftige. Doch damit soll es nun vorbei sein.

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Joachim F. Tornau

Gerichtsbeschluss: Kein Helfer, kein Mittäter

Markus H. wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Die Richter halten den Mitangeklagten im Mordfall Walter Lübcke nicht mehr für »dringend verdächtig«, sich der Beihilfe strafbar gemacht zu haben. Die Nebenklage hält ihn hingegen für einen Mittäter.

Felix Jaitner

Eingefroren, neu entflammt

Seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes hat die EU wenig Interesse an dem Aufbau einer gemeinsamen europäischen Sicherheitsstruktur gezeigt. Das rächt sich, denn der Karabach-Konflikt lässt sich in den bestehenden internationalen Verhandlungsrahmen nicht lösen.

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Yannic Walther

Investorenalbtraum

Schöne neue Shoppingwelt: Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof entlässt zwar deutschlandweit Tausende Mitarbeiter, für einen teuren Neubau am Berliner Hermannplatz ist allerdings Geld da. Für Kiezanwohner ist das ein Graus.

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Claudia Krieg

Cottbus ist nicht nur braun

Sogar in Cottbus gab es eine Solidaritätsaktion für das Berliner Hausprojekt Liebigstraße 34, dass in einer Woche geräumt werden soll. Man schaut von Cottbus Richtung Hauptstadt - aber passiert das auch andersherum?

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Stefan Otto

Wege in die Katastrophe

Die Planungen für die A49 in Hessen stammen aus den 60er-Jahren und scheinen angesichts des Klimawandels wie aus der Zeit gefallen. Zu spät für eine Abkehr ist es nicht. Nötig dafür wäre ein Moratorium, damit über umweltverträgliche Verkehrswege nachgedacht werden kann.

Simon Poelchau

Vielleicht selbst mal streiken?

Dieser Tage wurde wegen der Warnstreiks im Nahverkehr und öffentlichen Dienst wieder viel geschimpft über die Gewerkschaften. Manch einen Maulhelden wird es da freuen, dass die Gewerkschaften für immer weniger Beschäftigte Tarifverträge durchsetzen können: Arbeiteten zur Jahrtausendwende noch 68 Prozent aller Beschäftigten in Betrieben mit Tarifbindung, so waren es zuletzt nur noch 52 Prozent, wie...

Ulrike Wagener

Der Rückholer

Es erinnert unweigerlich an eine Szene aus dem Hollywoodfilm »Black Panther«: Ein Schwarzer Mann kommt in eine Kunstausstellung im Pariser Museum Quai Branly, vermeintlich als interessierter Besucher. Doch eigentlich ist er darauf aus, etwas mitzunehmen, das in seinen Augen nicht dem Museum gehört. »Ich bin hierhergekommen, um zurückzuholen, was uns gehört«, ruft der 1978 in der heutigen Demokrati...

Robert D. Meyer

Am Anfang war es nur ein lustiges Hitler-Meme

In der Wissenschaft käme niemand auf die Idee, von einem Einzelfall zu sprechen, wenn sich ein Ergebnis bei gleicher Versuchsanordnung wiederholt. Doch die Geschichte vom wiederkehrenden Einzelfall ist genau das, was Innenminister Seehofer der Öffentlichkeit einzureden versucht.

Andreas Koristka

So wummst Scholz

Wer meint da, die SPD habe keine Chance bei der Bundestagswahl? Von wegen. Der Spitzenkandidat müsste nur einen der vier hier empfohlenen Königswege beschreiten.

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Maximilian Schäffer

Wo es wehtut

Das Drama »Enfant Terrible«: Oskar Roehler drehte einen mittelmäßigen Film über ein sexsüchtiges, koksendes, egomanisches Bayernferkel, das nebenbei genialische Kunstwerke produziert. Rainer Werner Fassbinder heißt sein verschwitzter Protagonist.

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Frank Schäfer

Snoopys kleine Welt

Melancholische Kids, sprechende Hunde und die berühmte Schmusedecke - nicht nur der Philosoph Umberto Eco liebte die »Peanuts«. Am 2. Oktober 1950 feierten sie ihren ersten Auftritt.

Seite 12
Riccardo Altieri

Ausstieg aus der Holzklasse

Rassismus, Sexismus - was fehlt? In den 1990er Jahren blieb die Diskussion über Diskriminierung anhand sozialer Herkunft stecken. Das sollte nicht noch einmal passieren. Warum Klassismus auf die Agenda gehört und wie er sich bestimmen lässt.

Seite 13
Michael Lenz

Massenmord mit deutscher Hilfe

Bis heute ist es in Indonesien schwierig, über die von der Armee losgetretene Massakerwelle von 1965 und 1966 zu sprechen. Und auch die Bundesregierung schweigt - obwohl inzwischen klar ist, dass Bonn seinerzeit den Massenmord finanziell unterstützte.

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Michael Lenz

Riffe ohne Haie

Die Riffhaie sind als Raubfische wichtig für das ökologische Gleichgewicht an Korallenriffen. Doch bei einem Fünftel der Riffe sind sie praktisch weg. Ihr Schutz scheitert oftmals an irrationalen Ängsten.

Andreas Knudsen

Berufswunsch Wikinger

Die Wikinger kommen in Filmen und der Abenteuerliteratur meist als blonde Riesen vor. Doch Gene aus Grabstätten zeigen, dass die vermeintlich blonden, blauäugigen Recken aus dem Norden so manchen Kampfgefährten mit Migrationshintergrund hatten.

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Jürgen Holz

»Wir waren nicht besser, aber stärker im Kopf«

Dieses Ereignis fand auch 50 Jahre danach noch keine Wiederholung. Am 2. Oktober 1970 wurden die DDR-Volleyballer Weltmeister. Das entscheidende Spiel gegen Gastgeber Bulgarien ging in die Geschichte ein, weil in dem Krimi Unglaubliches passierte.

Jirka Grahl

Ein letztes Mal Erste

Selbst bei ihrem Abgang von der großen Fußballbühne war Bibiana Steinhaus noch einmal die Erste: Als erste Frau leitete die 41-jährige Schiedsrichterin das Spiel um den deutschen Supercup. Deutschlands Vorzeige-Schiedsrichterin hört auf.