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Unten Links

Was für ein Tag! Ein weiterer deutscher Klub hat seine Teilnehmerin für die Super League benannt: Annalena Baerbock wird für die Grünen antreten. Die Aufregung nach der Verkündung hielt sich in Grenzen, selbst die Uefa äußerte sich nicht dazu, schließlich wäre die Alternative Robert Habeck gewesen. Dagegen verlängerte die Union ihr Qualifikationsturnier um Stunden, Tage oder Wochen. Allerdings lie...

Aert van Riel

Die bessere Performance

Trotz der fehlenden Regierungserfahrung von Annalena Baerbock hat sich die Führung der Grünen für die aussichtsreichere Kandidatin im Kampf um das Kanzleramt entschieden. Ihr Ko-Vorsitzender Robert Habeck hat zurückgezogen - eine kluge Entscheidung.

Peter Steiniger

Sanktionen vorerst vom Tisch

Die EU-Außenminister sondierten Möglichkeiten, um in der zugespitzten Ukraine-Krise auf Russland Einfluss zu nehmen. Vorerst gibt es keine neuen Sanktionen.

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Aert van Riel

Außenpolitik bleibt Knackpunkt für Grün-Rot-Rot

Wenn Annalena Baerbock Kanzlerin werden möchte, ist sie womöglich auch auf Stimmen der Linken angewiesen. Dort gibt es unterschiedliche Meinungen über ein Zusammengehen mit den Grünen.

Aert van Riel

Baerbock ruft Klima-Wahlkampf aus

Robert Habeck hat seiner Ko-Vorsitzenden Annalena Baerbock den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur der Grünen gelassen. Sie will die nächste Bundesregierung anführen, schließt aber auch ein Zusammengehen mit der Union nicht aus.

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Biden ändert Kurs von Trump nur langsam

Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) verklagte die US-Regierung Donald Trumps, als diese im Januar 2019 internationales Asylrecht außer Kraft setzte. Seit 1948 ist es im Artikel 14 in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen verankert: »Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.«Auch Trumps Nachfol...

Kathrin Zeiske, Ciudad Juárez

»Wir können nicht zurück«

US-Präsident Joe Biden wollte der Null-Toleranz-Politik seines Vorgängers Donald Trump an der Grenze zum Nachbarland Mexiko ein Ende setzen. Doch das Recht auf Asyl bleibt weiter ausgesetzt.

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Sebastian Haak

»Omas gegen rechts« kritisieren Justiz

Die Initiative »Omas gegen Rechts« will verhindern, dass es im Verfahren wegen des rechtsextremen Überfalls auf eine Kirmesgesellschaft in Ballstädt zu Absprachen zwischen Staatsanwaltschaft und Angeklagten kommt. Den Beschuldigten einen »Deal« anzubieten, sei »ein fatales Signal«, heißt es in einer Petition, die die Erfurter Gruppe der »Omas gegen Rechts« am Montag im Internet veröffentlichte (ht...

Jana Frielinghaus

Unionskuh weiter auf dem Eis

Der CDU-Vorsitzende Laschet wollte am Montagabend noch einmal den Vorstand seiner Partei zu einer Beratung über die K-Frage zusammentrommeln. Sein CSU-Mitbewerber um die Spitzenkandidatur war auch eingeladen, lehnte aber ab.

Peter Nowak

»Wir verteidigen unsere Würde«

Die Sozialwissenschaftlerin Gabriele Winker erforscht seit langem Alternativen zum Marktradikalismus. In kollektiven Netzwerken von unten sieht sie Ansätze für eine solidarische Ökonomie.

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Ausgangssperre aufgeweicht

Union und SPD wollen die Pandemie-Maßnahmen bundesweit regeln. Die Fraktionen haben sich jetzt über Einzelheiten eines entsprechenden Gesetzentwurfs verständigt.

Sebastian Bähr

Mehr Abschiebungen nach Guinea geplant

Nordrhein-Westfalen will fortan offenbar verstärkt in das westafrikanische Guinea abschieben. Eine Delegation aus dem Land hat deutschen Behörden bei der Identifizierung von Geflüchteten geholfen.

Karin Leukefeld

Streit um die OPCW-Inspektionen

An diesem Dienstag wird in Den Haag die 25. Konferenz der Mitgliedsstaaten der Organisation für das Verbot von chemischen Waffen (OPCW) fortgesetzt. Die Konferenz dauert bis Donnerstag. Dabei dürfte es wieder Streit um Syrien geben.

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Jindra Kolar, Prag

Moskau revanchiert sich bei Prag

Nach der Ausweisung der 18 russischen Diplomaten aus Tschechien wegen Spionageverdachts reagierte Moskau am Sonntagabend mit der Ausweisung von 20 tschechischen Diplomaten.

Birger Schütz

Nawalny in Krankenhaus verlegt

Kremlkritiker Alexej Nawalny kämpft seit fast drei Wochen mit einem Hungerstreik für eine unabhängige Untersuchung durch einen Arzt. Nun wurde er überraschend in ein anderes Straflager verlegt. Seine Anhänger kündigen Proteste an.

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Nicole Gohlke

Gemeinsam in der Abstiegsgesellschaft

Die polemische Gegenüberstellung von vermeintlich kulturellen und materiellen Fragen oder die Trennung etwa zwischen Minderheitenrechten und harten Verteilungsforderungen fragen gar nicht erst nach möglichen Verbindungen.

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Daniel Lücking

Nur 300?

Lehren aus dem Afghanistankrieg sollen gezogen werden. Zu den bittersten Kapiteln der Aufarbeitung vergangener Kriege, gehört stets der Umgang mit Ortskräften, die später als Kollaborateure in Lebensgefahr geraten.

Jirka Grahl

Super League, super Idee

Ob sie noch zu verhindern ist? Die superelitäre Super League, deren Gründung die zwölf reichsten Fußballklubs aus England, Spanien und Italien am Sonntagabend ankündigten - 20 Teams, 15 davon gesetzt, Startkaptal 3,25 Milliarden Euro? Diesmal sieht es nicht nach purem Säbelrasseln der Klubs aus, selbst wenn sich der europäische Fußballverband Uefa superkämpferisch gab und am Montag trotzig die Änd...

Peter Steiniger

Spiel mit dem Feuer

Statt Sicherheit und Zusammenarbeit bestimmen Konfrontation und Drohungen das politische Klima in Europa. Der Riss zwischen der Europäischen Union und der Russischen Föderation ist bereits gefährlich tief. Die EU-Außenminister befinden sich dabei auf einer Gratwanderung und sprechen nicht mit einer Stimme. Bei allen Rufen nach Deeskalation: Sie bleiben im Fahrwasser von USA und Nato oder teil...

Simon Poelchau

Verdächtiger

Chris Vogelzang tritt als Chef der Geldwäschebank Danske zurück

Sibel Schick

Das Problem sind Sie, Herr Fleischhauer

Wer auf Augenhöhe mit marginalisierten Menschen sprechen möchte, muss seine Privilegien reflektieren. Jan Fleischhauer ist das in seinem neuen Podcast eindrücklich misslungen, meint Sibel Schick.

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mma

Antisemitische Vorfälle 2020

Insgesamt 1004 antisemitische Vorfälle dokumentierte die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin 2020. Die Stelle erfasste 17 Angriffe, 43 gezielte Sachbeschädigungen, 51 Bedrohungen, 770 Fälle verletzenden Verhaltens und 123 antisemitische Massenzuschriften. Trotz der durch die Pandemie bedingten tiefgreifenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens nahm die Zahl bekannt gew...

Nicolas Šustr

SPD setzt beim Boden auf Private

Die SPD hat sich offenbar innerlich endgültig aus der rot-rot-grünen Koalition verabschiedet. Anders ist der Liegenschaftskongress der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement GmbH nicht zu verstehen. Per Pressemitteilung hat der zuständige sozialdemokratische Finanzsenator Matthias Kollatz bereits vor Beginn der Veranstaltung am Montag einen Paradigmenwechsel bei der Bodenbevorratungspolitik a...

Mascha Malburg

Antisemitismus: Die Pandemie als Vorwand

Mehr als 1000 antisemitische Vorfälle gab es in Berlin im vergangenen Jahr. Die Corona-Leugner-Bewegung dient dabei als Katalysator für tief verankerte Affekte. Antisemitismus wird auf der Straße gesellschaftsfähig - und bedroht Jüdinnen und Juden bis an die Haustür.

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Martin Kröger

Verschleppt, drangsaliert, ausgebeutet

Kriminelle Strukturen haben sich neben Drogenhandel, Zwangsprostitution und Internetkriminalität auch auf Menschenhandel im Arbeitsbereich spezialisiert. Die Staatsanwaltschaft will das unterbinden.

Claudia Krieg

Existenzangst und Stress

Angst und Unsicherheit wachsen, weil die Einkommen nicht zum Leben reichen oder die Rente nicht armutsfest ist. Leichte Verbesserungen gibt es deshalb nur durch den gestiegenen Berliner Mindestlohn.

Claudia Krieg

Existenzangst und Stress

Angst und Unsicherheit wachsen, weil die Einkommen nicht zum Leben reichen oder die Rente nicht armutsfest ist. Trotzdem verbessern sich die Arbeitsbedingungen in Berlin laut einer Studie leicht.

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Andreas Fritsche

Verkehrswende später - wenn überhaupt

Die Volksinitiative »Verkehrswende Brandenburg jetzt!« spricht den Grünen aus dem Herzen. Aus Koalitionsdisziplin stimmen sie allerdings dagegen.

Wilfried Neiße, Potsdam

Ausgangssperre in Kürze überall

Den Inzidenzwert 100 hatte am Montag in Brandenburg einzig der Landkreis Barnim noch nicht überschritten. Doch auch dort wird er wohl bald erreicht sein. In wenigen Tagen dürfte die Ausgangssperre dann flächendeckend gelten.

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Anita Wünschmann

Mode als kulturellen Bestandteil erlebbar machen

Frau Skoda, wie kamen Sie zum Stricken? Ich wollte immer körpernah arbeiten, und das geht mit Stricken noch besser als mit Nähen. Es war für mich ein Bedürfnis, freche, verrückte Sachen selbst herzustellen, weil es nicht so viel gab für junge Leute. Kein Vergleich mit dem Überangebot heute! Haute Couture war und ist ja unbezahlbar, und der Rest war grau. Ich wollte also meine Sachen aus dem ...

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René Hamann

Seltsame Menschen, kalt und bescheiden

Am Ende wird »Das bist du« doch noch zu einer Art Roman. Verantwortlich dafür ist die Abschweifung zum Schluss, die finale Fahrt auf die italienische Vulkaninsel Stromboli, den eh schon geschichtsträchtigen Ort, man denke an den Film von Roberto Rossellini und Ingrid Bergmann, die ein Paar waren. Bei Ulrich Peltzer gibt es ein Resümee der Liebe, dieser einen Liebesgeschichte, die er in diesem Buch...

Lothar Kittstein

Kein richtiges Theater im falschen

Der Darsteller Ron Iyamu hat rassistische Vorfälle am Düsseldorfer Schauspielhaus öffentlich gemacht. Der Rassismus am Theater ruft Empörung hervor. Aber die Frage, wie der Umgang damit sein könnte, polarisiert weiterhin.

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Lisa Ecke

Kleine Verbesserungen, große Versäumnisse

Der Gesetzentwurf für eine bessere Teilhabe für Menschen mit Behinderung wird von Verbänden und Opposition als lückenhaft kritisiert. Viele Schlechterstellungen für Menschen mit Behinderung bleiben bestehen.

Fabian Kretschmer, Shanghai

Die Zukunft soll elektrisch sein

Bei der größten Automesse des Jahres in Shanghai lässt sich die Branche feiern wie in alten Zeiten. Auch die deutschen Marken schlagen nun einen Kurswechsel in Richtung E-Mobilität ein.

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Jürgen Holz

Auf dem Weg zu alter Größe

Nach insgesamt 38 Spielen der Hauptrunde steigen die Klubs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nun in die Playoffs ein. Die Favoriten kommen aus Berlin, Mannheim und München.

Frank Hellmann, Frankfurt am Main

Die Reichen kapseln sich ab

Zwölf Fußballklubs aus England, Spanien und Italien gründen eine Konkurrenz zur Champions League und erzürnen damit die Fans. Auch die Uefa kritisiert die Pläne der Super League. Dabei ist Europas Dachverband kaum besser.