Gastautor*innen

Irmtraud Gutschke

Irmtraud Gutschke
langjährige Literaturredakteurin im nd (47 Jahre) und jetzt weiterhin vornehmlich für die Ressorts Feuilleton und nd.Die Woche tätig, hat Slawistik und Anglistik studiert und über das Schaffen von Tschingis Aitmatow promoviert. Sie ist Autorin von Gesprächsbücher mit Hermann Kant, Eva Strittmatter und Gisela Steineckert sowie des Essaybandes "Das Versprechen der Kraniche. Reisen in Aitmatows Welt" und veranstaltet einen monatlichen "nd-Literatursalon" ( www.literatursalon.online ). 

Folgen Sie Irmtraud Gutschke:

Aktuelle Beiträge von Irmtraud Gutschke
Weiße Rentierflechte

Ein Mann wird gegen seinen Willen verheiratet. Er liebt eine Andere, die er sieben Jahre lang nicht gesehen hat. Und was wird nun aus seiner Angetrauten? Anna Nerkagi führt mit einer dramatischen Liebesgeschichte in den hohen Norden Russlands, zum Volk der Nenzen

Tradition als Kraftquell

«Wenn wir im Westen die Welt betrachten, neigen wir dazu zu vergessen, dass andere Völker nicht unsere politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung durchlaufen haben und deshalb möglicherweise nicht unsere Ideale und Prioritäten teilen», warnt Michael Schumann in seinem neuen Buch über China.

Aufregung in Ardinoschou

Er war nicht der einzige, der in der DDR geblieben war und der dann dem nicht wirklich geeinten Deutschland den Rücken kehrte. Benito Wogatzki, geboren 1932, war ein gefragter Drehbuchautor für Film und Fernsehen gewesen und wandte sich bald auch der Prosa zu, mehrfach ...

Politische Pokerrunden

Als der Politikwissenschaftler Michael Koß, Jahrgang 1971 und in Lüneburg lehrend, dieses Buch konzipierte, waren die Turbulenzen nach der Bundestagswahl 2021 noch nicht abzusehen. Nun kann er sich einer gewissen Voraussicht rühmen: »Demokratie ohne Mehrheit« ist Wirkli...

Der fliegende Kurde

Ein Abenteuerroman, ein Schelmenroman gar, über einen Umhergetriebenen, der sich mit allen möglichen Mitteln durchs Leben schlägt? Ein modernes Märchen? Eine parabelhafte Erzählung über Freiheit, Zugehörigkeit und Treue? Der neue Roman von Bachtyar Ali hat etwas von all...

Donnerstagsmordclub

Über eine Million verkaufter Bücher in Großbritannien für einen Roman, der im Seniorenheim spielt und gekonnt dem Erfolgsrezept des klassischen englischen Krimis folgt.

Den Reichen nehmen, den Armen geben

Thomas Pikettys Kolumnen stehen unter dem Motto eines zukünftigen Sozialismus. Der Wirtschaftswissenschaftler plädiert für eine sozial gerechte Umverteilung - und formuliert Anregungen für eine Erneuerung der Linken.

Wie der Kolonialismus sich in die Seelen gräbt

Dass nur Europa und Nordamerika im Blick der Juroren des Literaturnobelpreises wären, kann man schon längst nicht mehr sagen. Und dennoch wusste die Stockholmer Jury die Öffentlichkeit erneut zu überraschen - mit der Wahl von Abdulrazak Gurnah aus Tansania.

Kooperation statt Konfrontation

Spätestens seit Trump wurde deutlich, dass die USA dabei sind, ihre Führungsrolle einzubüßen. China ist dabei, die Leerstelle zu füllen. Das Buch «Zeitenwende...» klärt darüber auf, wie diese Entwicklung möglich werden konnte.

Starke Frauen

Eberhard Panitz war ein linker Schriftsteller. Wenn man sein Herzensthema nennen soll, so waren es die Frauen, die für ihn keine »Piepsmäuse«, sondern starke Persönlichkeiten sein sollten, aufmüpfig und erotisch selbstbewusst.

Der Brand

Bücherberge ist der zweiwöchentliche Podcast von Irmtraud Gutschke, Literaturkritikerin und beheimatet in Bücherbergen. In jeder Folge zieht sie ein neues Buch heraus und stellt es den Hörer*innen vor: interessante Neuerscheinungen, wieder auftauchende Perlen oder Evergreens, die mit der Zeit nur besser werden.

Ideologie und Ellenbogen

Es sind fast schon vergessene schändliche Vorgänge, die Michael Hametner detailliert nachzeichnet - ebenso wie die schmerzhafte Vereinigung der beiden PEN-Zentren und Kunstakademien.

Sonia meldet sich

Bücherberge ist der zweiwöchentliche Podcast von Irmtraud Gutschke, Literaturkritikerin und beheimatet in Bücherbergen. In jeder Folge zieht sie ein neues Buch heraus und stellt es den Hörer*innen vor: interessante Neuerscheinungen, wieder auftauchende Perlen oder Evergreens, die mit der Zeit nur besser werden.

Lügen und andere Wahrheiten

Wie kommt es, dass die Meinung der Herrschenden zur herrschenden Meinung wird? Die Psychoanalytiker Almuth Bruder-Bezzel und Klaus-Jürgen Bruder versuchen sich mit einem neu erschienenen Sammelband an einer Antwort.

Der Osten im Westen

In »Nastjas Tränen« von Natascha Wodin begegnet man einem anderen Berlin, dem der Armut und Migration: »Oft genügte es, eine Straße zu überqueren, um plötzlich in einer anderen Welt zu sein«.

Gelächter im Chaos - unter Tränen

Es sollte ein unterhaltsames Buch werden. Und das vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs in Tadschikistan Anfang der 90er Jahre? Wladimir Medwedew ist es gelungen. Der Roman beginnt mit dem Mord an einem tadschikischen Arzt, den aufzuklären der örtliche Staatsanwalt kein ...

Neue Dämonen

Agenten unter Beobachtung: Sergej Lebedews Roman »Das perfekte Gift« ist ein Thriller, wie er rasanter nicht sein könnte.

Ist die Menschheit doch noch zu retten?

Was wir anrichten, indem wir uns als Krone der Schöpfung betrachten - jedes Tier würde uns Menschen Vorwürfe machen! Eine Ratte zumal, dieses kluge, dabei verachtete und gejagte Wesen, das irgendwie nicht auszurotten ist. Eine sprechende Ratte zu erfinden, dürfte nicht ...

Der kleine Maulwurf und das »Brauseauto«

Den »kleinen Maulwurf« kennt man mit Schubkarre, mit Spaten, im Auto, im Heißluftballon … Und natürlich gibt es auch ein Bild von ihm mit Blumenstrauß. Denn Hase, Maus und Igel vergessen seinen Geburtstag nie. 2017 wurde er 60. Sein »Vater«, der tschechische Zeichner un...

»Gemütlich« wird es nicht bleiben

Plötzlich macht die Stadt Angst: Den Flüchtlingen und den Einheimischen, die sich mit ihnen solidarisieren. Christoph Heins neuer Roman »Guldenberg« spielt in einer fiktiven sächsischen Kleinstadt, die sehr real wirkt.