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Jeja Klein

Jeja Klein
Jeja Klein ist eine dieser Gender-Personen aus dem Internet und nörgelt einmal die Woche an Kultur und Politik herum. dasND.de/jejanervt

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Aktuelle Beiträge von Jeja Klein
Winnetou im Einsatz gegen den Sozialprotest

Angesichts explodierender Lebenshaltungskosten hat sich die Linke für den heißen Herbst aufgestellt. Dass die Rechte Sozialproteste fürchten muss, zeigt auch das abgebrannte Diskursfeuerwerk rund um Layla und Winnetou.

Das Autoritätsproblem der Rechten

Theatralisch flippt ein Teil des Publikums auf Schwarze Elben und kämpfende Heldinnen aus. Wir aber erklären ihnen die Welt, statt die autoritäre Antwort zu liefern, nach der sie sich sehnen. Ja, sind wir bescheuert?

Die Sache mit dem Wählerwillen

Außenministerin Baerbock hat die Maske fallen lassen und ihr dahinter liegendes Ignorieren des Wählerwillens gezeigt. Oder? Nun, ein bisschen mehr Baerbock täte Sozialist*innen gut, meint nd-Kolumnist*in Jeja Klein.

Malte starb, die Geschlechterordnung lebt

Malte C. wurde am Rande einer CSD-Demo niedergeschlagen. Am Freitag erlag er seinen Verletzungen. Die transfeindliche Hasswelle, die durchs Feuilleton und die sozialen Medien schwappt, hat ein Todesopfer gefordert.

Ist »schlechter Sex« einvernehmlich?

Die Rede vom »schlechten Sex« avanciert seit #MeToo zur Ausrede, fragwürdige sexuelle Begegnungen vom Verdacht reinzuwaschen, inkonsensuell gewesen zu sein. Sie schützt Identitätsbedürfnisse – von Männern wie von Frauen.

Wird Geschlecht jetzt abgeschafft?

Feinde transgeschlechtlicher Menschen unterstellen diesen die Abschaffung des Konzepts »Geschlecht«. Das ist natürlich Unsinn – und ein interessiertes Missverständnis, das sich gegen die Tradition der Aufklärung stellt.

Unternehmen in der Diversitätspflicht

Ein Urteil zur Anrede nichtbinärer Personen wird die Sichtbarkeit geschlechtlicher Vielfalt in unserer Gesellschaft erhöhen. Davon profitieren alle.

Impfen statt Enthaltsamkeit

Die WHO rät schwulen und bisexuellen Männern zu weniger Sexualkontakten. Sollte dies die Hauptstrategie bleiben, wird die Bekämpfung der Affenpocken scheitern.

Haben wir keine anderen Probleme?

Der Ruf nach den »richtigen« Problemen wird zum Volkssport – und sorgt so erst dafür, dass Medien diejenigen Themen in den Vordergrund spielen, zu denen sich die Einfältigen so gern in Rage wiegen. Das aber hat System.

Weibliche Militanz

Militante Frauen erobern die Bildschirme. Stärke und Durchsetzungsfähigkeit unabhängig vom Geschlecht – ist doch gut, oder? Leider jein, findet Kolumnist*in Jeja Klein – und plädiert für einen Feminismus der Schwäche.

Konsequenzen aus der »Nordkreuz«-Farce

Wie lasch die Behörden gegen das Terrornetzwerk »Nordkreuz« vorgegangen sind, wirft ein bedrohliches Schlaglicht auf die sich abzeichnende Krisenlage. Dabei zeigt der Fall Lina E. in Leipzig: Sie können, wenn sie wollen.

Selbstbestimmung nur für Reiche

Das Selbstbestimmungsgesetz liefert weniger, als die Ampel verspricht. Es sind mal wieder die sozialpolitischen Aspekte, die hinter den gesellschaftlichen zurückfallen. Das ist Politik für Reiche, kritisiert Jeja Klein.

Tödliche Hitze, tödliche Kälte

Die Gesellschaft muss die hohe Zahl sommerlicher Hitzetoter endlich ernst nehmen – die genauso wie die jährlichen Kältetoten meist arm sind. Für den kommenden Winter ist schon jetzt ein steigender Blutzoll eingeplant.

Die Toten, die Lebenden und die Zahlen

Beschäftigte der NRW-Unikliniken streiken – für mehr Personal. Ihr Einsatz für das Wohl von Patient*innen schützt sie trotzdem nicht vor Vorwürfen derer, deren Job es ist, in Menschenleben als Maßeinheit zu rechnen.

Gefährlicher Kinderschutz

Transhasser*innen entdecken das Thema »Kinderschutz« für sich – denn mit unseren Schutzbedürfnissen gegenüber Kindern lässt sich Stimmung machen. Die Rede von der »Sexualisierung« von Kindern ist nicht neu.

Die Souveränität der Armen

Die Linke solle sich um die Armen kümmern, nicht um »Sexismusprobleme« privilegierter Töchter, heißt es. Stehen Geschlecht und Klasse wirklich im Widerspruch? Nur wenn wir unsere Souveränitätsfantasien beibehalten.

Millionen eskalierte Streitigkeiten

Nach Gewalttaten spricht die Polizei oft von einem »Streit« als Auslöser. Das löscht die politische Dimension, wer gegen wen Gewalt ausübt, aus – und unterstellt den Betroffenen eine Beteiligung, die es gar nicht gibt.

Aggressive Veganer

Laut Umfrage empfindet die Mehrheit Veganer*innen als zu aggressiv. Doch diese Projektion ist beispielhaft für so viele Verhältnisse zwischen Marginalisierten und einer Dominanzgesellschaft, die sich nur zu gern von Minderheiten unterdrückt wähnt.

Fragwürdige Komplizenschaft

Die Verknüpfung von Pädo- und Homosexualität gilt heute als Diskriminierung. Die Zeit tatsächlicher Bündnisse ist nicht lang her und verhindert die Auseinandersetzung mit Unrecht von damals und heute, findet Jeja Klein.

Frau sein, schwanger sein

Besinnt sich die feministische Bewegung durch das Supreme-Court-Urteil? Vermutlich. Aber sie muss politische Identität als negativ, durchs Patriarchat gebildet akzeptieren, statt rechte Strategien zu übernehmen.