Redaktionsübersicht

Daniel Lücking

Daniel Lücking
Daniel Lücking. Jahrgang 1979, hat Online-Journalismus in Darmstadt und Kulturjournalismus in Berlin studiert. Seine Bundeswehrvergangenheit merkt man ihm nur noch in seinen Themen an. Neben Sicherheits- und Verteidigungspolitik befasst er sich mit Datenschutz und IT-Sicherheit. Via Twitter begleitete er die Untersuchungsausschüsse zur NSA-Affäre (#NSAUA) und zum Attentat vom Breitscheidplatz (#UA1BT).
Aktuelle Beiträge von Daniel Lücking:
Der Appell zum Ende des Afghanistankrieges vor dem Reichstagsgebäude am 13.10.2021. Der Krieg in einem muslimischen Land erfährt seinen ehrenden Abschluss mit einem
Per Zapfenstreich ins Abseits: Marsch!

Militärische Ehren wurden aufgefahren und Symbolik nahe an nationalsozialistischen Ritualen wieder einmal im Regierungsviertel vor dem Reichstag zelebriert. Für was sich die Bundeswehr da ehrte, macht nachdenklich, sagt Daniel Lücking.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU, l-r), Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) beim Gedenken an die 59 in Afghanistan gefallenenen Einsatzkräfte.
Afghanen blieben außen vor

Es ist eine Schande, dass viele afghanische Ortskräfte weiter um ihr Leben bangen müssen. Auch beim Abschlussappell zum deutschen Kriegseinsatz in dem Land zeigt sich, dass die Bewohner*innen des Landes hierzulande kaum wahrgenommen werden.

Kurz vor dem nächsten Auftritt des Wachbataillons zum Appell anlässlich des Abschlusses des Afghanistan-Einsatzes wurden Extremisten in den Reihen der Vorzeigesoldat*innen erkannt. Warnungen vor den Rechtsextremisten hatte die Bundeswehr zunächst nicht wahrgenommen.
Verhinderte Antifaschistin

Im Kampf gegen rechts übernahm Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ein schweres Erbe, bekam ihre Truppe nicht unter Kontrolle und hinterlässt nun ebenfalls ungelöste Probleme, meint Daniel Lücking.

Mit dem Zapfenstreich zieht die Bundeswehr einen Schlussstrich unter den Afghanistaneinsatz. Der Verantwortung für afghanische Mitarbeiter*innen kam man bislang nicht vollumfassend nach.
Die Verantwortung bleibt

Mit dem Großen Zapfenstreich am Mittwoch beendet die Bundespolitik den Afghanistan-Einsatz. Längst nicht enden darf die Verantwortung für die ehemaligen Mitarbeiter*innen der Bundeswehr in Afghanistan, findet Daniel Lücking.

Peter Altmaier (CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Verteidigungsministerin. Die beiden Minister machen jetzt den Weg frei für jüngere Politiker*innen.
Kein Bock auf Opposition

Während Angela Merkel in der Welt herumfährt und Abschiedsbesuche macht, fällt zu Hause ihre Partei auseinander. Die jüngsten Abgänge kommen aus prominenten Positionen. Daniel Lücking wünscht sich die Fortsetzung des Trends.

CDU-Personalkarussell nimmt Fahrt auf

Rücktrittsforderungen und freiwillige Aufgabe von Bundestagsmandaten beschäftigten am Wochenende die CDU und konservative Medien. »Erneuerung ist möglich, man muss sie nur wollen«, sagte Peter Altmaier. Doch wie viel Erneuerung wird es geben?

Die Linke-Spitzenkandidaten zur Bundestags- und zur Berliner Abgeordnetenhauswahl, Bartsch und Lederer, am Montag in Berlin
Linke soll sich neu erfinden

Der Wiedereinzug in den Bundestag ist der Linken nur mit knapper Not gelungen. Deren Ko-Vorsitzende Hennig-Wellsow sieht das Ergebnis als »letzte Chance«, die Partei »nach vorn zu entwickeln«.

Janine Wissler (l-r), Spitzenkandidatin und Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, Dietmar Bartsch, Spitzenkandidat und Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke, und Susanne Hennig-Wellsow, Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, kommen in die Bundespressekonferenz, um sich zum Ausgang der Bundestagswahl zu äußern.
Auftakt zur Ursachenforschung

Die Themensetzung im Wahlkampf hat nicht verfangen. Falsch war sie dennoch nicht, urteilt die Parteispitze der Linken in den ersten Analysen nach der Niederlage.

Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, bei der Wahlparty.
Der Traum ist aus, der Jubel dennoch groß

»Wir können nicht nur jubeln. Wir sind erstmals angetreten, um als führende Kraft die Bundesrepublik zu gestalten. Dieses Mal hat es noch nicht gereicht, aber wir haben einen Auftrag für die Zukunft«, so Grünen-Spitzenkandidatin Annalena Bärbock vor den feiernden Anhäng...

Männer schauen auf dem Hauptplatz der Stadt Herat im Westen Afghanistans nach oben, wo eine Leiche an einem Kran hängt. Die Taliban haben die Leichen von vier Männern öffentlich aufgehängt.
Ernüchternde Lage

Mehr Realismus, klüger sein und stärker beim Verteidigen und Verhandeln werden, fordert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor den Vereinten Nationen. Das wirft die Frage auf, was bisher war.

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Bundesverteidigungsministerin, beim Truppenbesuch. Den eisernen Besen gegen Rechtsradikalismus in der Truppe muss sie nun auch im eigenen Ministerium schwingen.
Verdachtsfall im Verteidigungsministerium

Im Bundesverteidigungsministerium hat der militärische Abschirmdienst BAMAD einen hochrangigen zivilen Mitarbeiter ausgemacht, der rechtsextrem sein soll.

Afghanen spielen Kricket im Chaman-i Hazouri Park. Es wird befürchtet, dass Afghanistan nach dem Chaos des vergangenen Monats weiter auf eine Hungersnot und einen wirtschaftlichen Zusammenbruch zusteuern könnte.
So unerwartbar wie Weihnachten

Die Entwicklung in Afghanistan wird von Menschenrechtler*innen in einer Studie nüchtern zusammengefasst und weiteres Engagement gefordert. Daniel Lücking ist davon nicht überrascht und sieht wenig Willen auf Seiten der Internationalen Gemeinschaft.

Die Lage in Mali ist seit Jahren unübersichtlich und die Ausbildung malischer Soldaten immer wieder in der Kritik. Unhaltbar wird der Einsatz nun aber aus einem anderem Grund.
Die Bundesregierung laviert

Plötzlich wackelt der Bundeswehreinsatz in Mali. Oder doch nicht? Auf Fragen zu Andeutungen der Verteidigungsministerin Antworten zu erhalten, ist in der Schlussphase des Wahlkampfes schwierig.

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Bundesverteidigungsministerin am Wochenende bei einem Auftritt als Schirmherrin des Festaktes des Bund Deutscher Karneval.
Aktionismus statt Nachdenken

Statt sich Zeit zu nehmen, um über den Stand der Verteidigungspolitik zu reflektieren, eilt Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nach vorn. Eine kritische Analsyse der US-Dominanz in der Nato rückt damit wieder ein Stück weiter weg.

Profis bei der Arbeit? Mit zwei weiteren Fällen rechtsradikaler Soldaten setzt das Kommando Spezialkräfte KSK die Affäre fort.
Weitere Ermittlungen gegen KSK-Neonazis

Zum 25. Geburtstag des Kommandos Spezialkräfte wurden weitere Ermittlungen wegen rechtsradikaler Vorfälle öffentlich. »Eigentlich braucht es nicht nur zu 20 Jahren Afghanistan, sondern auch zum KSK einen Untersuchungsausschuss«, fordert Tobias Pflüger (Linke).

Taliban-Kämpfer patrouillieren auf einem Markt in der Altstadt von Kabul. Zehntausende Menschen wollen Afghanistan verlassen. Die Aufnahmezusagen in Deutschland bleiben weit hinter dem Bedarf zurück.
Listenchaos bei Bundesministerien erschwert Ausreisen

2600 Menschen aus Afghanistan haben vom Bundesinnenministerium eine Aufnahmezusage erhalten. Hilfsorganisationen wissen, dass es weit mehr Schutzsuchende gibt. Die genauen Zahlen und die Chancen aufgenommen zu werden, sind derzeit unklar.

Die Forderung nach einer konsequenten Friedenspolitik ist Markenkern der Linken.
Finger weg vom Markenkern

»Nicht regierungsfähig« schallt es durch die Schlussphase des Wahlkampfes. Stets gemeint damit: die Linke. »Ich habe mich nie weggeduckt«, sagt Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und tut jedoch genau das, kritisiert Daniel Lücking.

Sporadische Evakuierungen

Für Journalist*innen und Medienschaffende ist die Lage in Afghanistan prekär. Es gab nur vereinzelte Evakuierungen. In einem offenen Brief wenden sich zurückgelassene Ortskräfte an Kanzlerin Merkel.

Trotz Werbung fliegt die Flinte oft ins Korn

Die Truppe buhlt mit großem Aufwand um jugendliche Bewerber*innen. Doch viele wandern schnell wieder ab. Die hohen Abbrecherzahlen bei den jungen Soldaten lassen Werbemaßnahmen fragwürdig wirken.