Redaktionsübersicht

Daniel Lücking

Daniel Lücking
Daniel Lücking. Jahrgang 1979, hat Online-Journalismus in Darmstadt und Kulturjournalismus in Berlin studiert. Seine Bundeswehrvergangenheit merkt man ihm nur noch in seinen Themen an. Neben Sicherheits- und Verteidigungspolitik befasst er sich mit Datenschutz und IT-Sicherheit. Via Twitter begleitete er die Untersuchungsausschüsse zur NSA-Affäre (#NSAUA) und zum Attentat vom Breitscheidplatz (#UA1BT).
Aktuelle Beiträge von Daniel Lücking:
Die Impfpflicht bleibt weiterhin in der Diskussion.
Impfpflicht nicht weiter vertagen

»Impfen, boostern: Das ist der Weg aus der Krise«, sagte der designierte SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz am Donnerstag nach der Bund-Länder-Runde in Berlin. Aber handelt er danach? Leider nein. Es folgte nur ein Prüfauftrag an die Ethikkommission.

Aktien mit der Lizenz zum Töten

Deutsche Rüstungsfirmen wie Heckler & Koch umgehen seit Jahren Rüstungsexportkontrollvorschriften, indem sie im Ausland produzieren lassen. Die Bundesregierung sollte dagegen mit einer Kennzeichnung vorgehen, ähnlich der Lebensmittelampel.

Die Firmenzentrale des Rüstungskonzern Hensoldt. Der Bund hält aus sicherheitspolitischen Gründen eine Sperrminorität von 25,1 Prozent am Rüstungshersteller, der wiederum über Tochterunternehmen in Südafrika Technik an autoritäre Regime verkauft.
Krieg unter deutschen Augen

Die Hensoldt AG stellt in Lizenz Drohnentechnik in Südafrika her und entzieht sich so den Beschränkungen beim Export von Kriegswaffen.

Taliban machen ehemalige Sicherheitskräfte und Geheimdienstkräfte ausfindig. Über 100 Tötungen sind bislang bekannt.
Taliban töten Sicherheitskräfte

Nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) sind seit der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan zahlreiche ehemalige Sicherheitskräfte der Regierung verschwunden oder exekutiert worden.

Noch kein Plan, aber die Armee rückt schon vor. Generalmajor Carsten Breuer ist das erste Gesicht, das die Ampelkoalition zur Bewältigung der Coronakrise anbietet. Bestätigen mag es ein Sprecher des Verteidigungsministeriums aber noch nicht.
Der General ist schon mal da

Jetzt übernimmt das Militär, so der Eindruck, der um den Corona-Krisenstab entstanden ist. Gibt es den Angriffskrieg gegen Ungeimpfte oder nur Landesverteidigung der Pflegekräfte? Egal. Auf jeden Fall gibt es schon mal einen General.

Ein Mitglied der Taliban steht auf dem Flughafen Kabul und telefoniert mit einem Handy. Mit der Bitte an die EU um Unterstützung beim Betrieb von Flughäfen, könnten im Gegenzug Ausreisen von Afghan*innen möglich werden.
Taliban wollen Hilfe bei Flughafenbetrieb

Es könnte eine Chance sein, weitere Menschen aus Afghanistan zu evakuieren. Die Taliban haben nach EU-Angaben von der Europäischen Union Hilfe erbeten, um den Betrieb afghanischer Flughäfen aufrechtzuerhalten.

Hand aufs Herz, Volker Wissing (FDP), eigentlich geht es doch auch ihnen nur um Lobbyismus für die Autoindustrie, oder?
Popcorn raus - die Ampel legt los

Autolobbyismus im Verkehrsministerium kommt etwa so unerwartet, wie das Weihnachtsfest. Nachdem die Koalitionär*innen bei der Präsentation ihres Regierungsvertrages betont harmonisch auftraten, beginnt nun wohl die Realpolitik. Es fliegen die ersten Fetzen.

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Eine Frage der Auslegung

Weniger Rüstung ist nicht in Sicht, und bereits jetzt ruft der Nato-Chef dazu auf, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Bei der Umsetzung der UN-Forderung, keine minderjährigen Soldat*innen zu rekrutieren, bleibt der Koalitionsvertrag schwammig.

Die Software Pegasus umgeht die Verschlüsselung und lauscht mit. Seit Monatsbeginn steht die Software auf einer schwarzen Liste.
Das regelt leider der Markt

Das US-Unternehmen Apple verklagt den israelischen Hersteller von Spionagesoftware NSO, der mit dem Programm Pegasus Menschen gefährdete. Statt für den Schutz vor Sicherheitslücken interessierten sich Staaten eher für den Ankauf selbiger.

Den Rahmen des »Natotalk« nutzte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zur Einstimmung auf künftige Eskalationen, mehr Rüstung und Lob für deutsche Interventionsbeteiligung.
Kill your darlings

Beim »Natotalk« besprachen Verteidigungsexpert*innen Nato-Ziele, altes Scheitern und erklärten den Afghanistankrieg zum Erfolg. Nur eben nicht für Afghan*innen, denen man keine Lösung für die aktuelle Notlage bot.

Wir wissen zu wenig über die Szene

Michael Noetzel (Die Linke) ist Innenpolitiker im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Im Interview spricht er über die hohe Zahl von Neonazis und Personen aus dem Reichbürgermilieu, die im Norden legal Waffen horten dürfen.

Amir Khan Muttaqi (l), amtierender Außenminister der Taliban-Regierung in Afghanistan fordert den US-Kongress auf, die eingefroren Finanzmittel in Milliardenhöhe freizugeben.
Geldhahn geschlossen halten

Der afghanische Außenminister Amir Chan Mutaki hat in einem offenen Brief an den US-Kongress gefordert, die USA sollten die Reserven der afghanischen Zentralbank wieder freigeben. Daniel Lücking hält es für falsch, das Regime finanziell zu stützen.

4100 Afghan*innen wurden binnen weniger Tage evakuiert. Seit Ende der Mission schafften es in 11 Wochen nur 2559 aus dem Land.
Zahlenspiele zur Beruhigung

Die Evakuierung schutzbedürftiger Afghan*innen betreibt die geschäftsführende Bundesregierung weiterhin auf Sparflamme und argumentiert auf Nachfrage mit imposanten Luftnummern.

An der pekären Lage der Menschen, die Afghanistan verlassen wollen, ändert sich derzeit wenig. Ihre Not liefert aber immer weniger Anlässe für Berichterstattung. Das geschieht im Journalismus leider immer wieder.
In der Falle der Aktualität

Um im redaktionellen Alltag über ein Thema schreiben zu können, braucht es vor allem eines: den aktuellen Anlass. Doch was passiert, wenn sich Ereignisse über lange Zeit hinziehen, ohne dass etwas Neues passiert?

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte das Thema Afghanistan längst abmoderiert. Im 20 Jahre andauernden Einsatz war offenbar keine Zeit geblieben, um die Lage der afghanischen Mitarbeiter*innen zu klären, deren Arbeitsverträge nun im Einzelfallverfahren geprüft werden.
Fluglotsen verklagen Bundesregierung

Die Bundesregierung scheint im Fall der in Afghanistan zurückgelassenen Fluglotsen zu einem Einlenken bereit zu sein. Wie ein Sprecher auf nd-Nachfrage mitteilte, seien die insgesamt 13 mit Afghanen geschlossenen Verträge geprüft worden.

Evelyn Zupke, SED-Opferbeauftragte, stellt während einer Pressekonferenz ihren ersten Bericht vor.
Kompetente Gutachter fehlen

Das Leid, das Zwangsarbeiter und Inhaftierte zu DDR-Zeiten erlitten, dauert auch 32 Jahre nach dem Fall der Mauer an. Die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke präsentierte ihren ersten Bericht und mahnt nicht ausreichende Aufarbeitung an.

Die afghanischen Fluglotsen, die den Flugverkehr in Masar-e Sharif abwickelten, fürchten derzeit die Verfolgung durch die Taliban. Ob sie Ortskräfte und damit aufnahmeberechtigt in Deutschland sind, prüft die Bundeswehr nun auf medialen Druck.
Abgerungene Verantwortung für afghanische Mitarbeiter

Arbeitsvertrag oder Werkvertrag? Mit formaljuristischen Spitzfindigkeiten verzögern die Ministerien die Rettung ehemaliger afghanischer Mitarbeiter*innen. Jetzt könnte eine Gruppe von Fluglotsen Zusagen erhalten, denn das Leugnen der Verantwortung ist kaum mehr möglich.

Die Bundesrepublik schließt Verträge, nimmt es aber mit der aus den Arbeitsverhältnissen resultierenden Fürsorgepflicht nicht so genau.
Loyalität ist keine Einbahnstraße

Ein Arbeitsvertrag, der angeblich kein Arbeitsvertrag ist? Ob die von Deutschen ausgebildeten und von Deutschland bezahlten afghanischen Fluglotsen Schutz nach dem Ortskräfteverfahren erhalten, klären die verantwortlichen Ministerien nur widerwillig.

Im Umgang mit Opfern und Hinterbliebenen tut die Politik sich weiterhin schwer. Auch die Versorgung müssen Betroffene erstreiten und erfahren all zu oft soziale Kälte durch die zuständigen Behörden.
Opfer brauchen Antworten

Hanau, Halle und der Breitscheidplatz in Berlin – nur drei Orte, an denen Terror sich in den letzten Jahren den Weg in die Gesellschaft gefressen und Menschen, meist für den Rest ihres Lebens, traumatisiert hat. Bei der Aufarbeitung hakt es.

Blick auf den Riss an der Gedenkstätte für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz. Um ein würdiges Gedenken zu schaffen, benötigen Opfer, Angehörige und Hinterbliebene Unterstützung aus der Politik.
Terroropfer würdig behandeln

Im Umgang mit den von Terrorakten betroffenen Menschen mangelte es Sicherheitsbehörden und Versorgungsämtern bislang an Empathie. Opferbeauftragter Edgar Franke stellte seinen Bericht vor und fordert Nachbesserungen.