Redaktionsübersicht

Irmtraud Gutschke

Irmtraud Gutschke
langjährige Literaturredakteurin im nd (47 Jahre) und jetzt weiterhin vornehmlich für die Ressorts Feuilleton und nd.Die Woche tätig, hat Slawistik und Anglistik studiert und über das Schaffen von Tschingis Aitmatow promoviert. Sie ist Autorin von Gesprächsbücher mit Hermann Kant, Eva Strittmatter und Gisela Steineckert sowie des Essaybandes "Das Versprechen der Kraniche. Reisen in Aitmatows Welt" und veranstaltet einen monatlichen "nd-Literatursalon" ( www.literatursalon.online ). 
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Aktuelle Beiträge von Irmtraud Gutschke:
Das Ende der »Freien Welt«? Montauk an der Ostspitze von Long Island, wo Jakob Augsteins Romanhandlung zu ihrem Finale gelangt
»Was du Freiheit nennst, macht uns kaputt«

Dem Westen geht es nicht gut: »Strömung« heißt der Debütroman von Jakob Augstein. Mit dem Buch wagt er sich aufs belletristische Terrain und beschreibt etwas, das er wie kaum ein anderer kennt: das politische Milieu.

Zynismus des kapitalistischen Alltags: New York City im Jahr 2020
Hysterie in Hochgeschwindigkeit

»Kapital und Ressentiment«: Das neue Buch von Joseph Vogl beschäftigt sich mit dem gegenwärtigen Stand der kapitalistischen Vergesellschaftung – finanzmarktgetrieben, fragmentiert, anscheinend unkontrollierbar.

Überall auf der Welt glaubten die USA ihre Interessen gefährdet – so in Vietnam, weshalb das Land mit einem Bombenteppich überzogen wurde; Foto von 1971.
Ohne Rücksicht auf Verluste

Allein zwischen 1948 und 1963 führte die CIA an die 500 Geheimoperationen durch, um Staaten weltweit zu destabilisieren und Umstürze zu provozieren. Ein neues Buch von Bernd Greiner zeigt, dass die US-Politik auch im 21. Jahrhundert nicht vor Eskalation zurückschreckt.

Das Ende der Illusionen

Andreas Reckwitz durchleuchtet die Klassenstruktur unserer Gesellschaft, die sich seit den 1970er Jahren verändert hat: »Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne«

Einschlafbücher

Vier »Einschlafbücher« für Kinder (und Erwachsene): »Und jetzt du« von William Cole, »Mein Buch zur guten Nacht« von Ludvik Glazer-Naudé, »Kleine Gutenachtgeschichten« von Kitty Crowther und »Wie süß das Mondlicht auf dem Hügel schläft!«

Das Buch der Nacht

Ein Spaziergang unterm Mond? Sollte man viel öfter machen, meint Irmtraud Gutschke. In dieser Folge bespricht sie »Das Buch der Nacht« von Bernd Brunner. In 35 Kapiteln nimmt uns der Autor mit auf eine wundersame Reise durch die Nacht

Knirpse und Knirpselinen

Dass es in Blumenstadt nun eine Schilfrohrwasserleitung gibt, dass Springbrunnen plätschern - und vor allem, dass fortan kein Knirps mehr eine Knirpseline beleidigt, war wirklich erfreulich. Weil sich am Ende alles zur Harmonie wendet, habe ich dieses Buch als Kind wohl glücklich zugeschlagen. Aber in Erinnerung b...

Lauter Pyrrhussiege

Stefan Weidner analysiert in seinem neuen Buch »Ground Zero«, wie die USA auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 reagierten. Für den Islamwissenschaftler war der »Krieg gegen den Terror« der Beginn vom Ende einer Weltmacht.

Im Menschen muss alles herrlich sein

Auf packende Weise wird in diesem Roman vom schwierigen Leben zwischen verschiedenen Identitäten erzählt, was Geschlecht und Herkunft betrifft. Man hätte diesen Roman auch »Amphibienmenschen« nennen können, in Anlehnung an den sowjetischen Film »Der Amphibienmensch«.

»Mein lieber Engel«

Sie war nicht nur die Frau an Fjodor Dostojewskis Seite, sondern auch die Hüterin seines Lebenswerks: Anna Dostojewskaja. Nun wurden ihre Erinnerungen und der Briefwechsel der beiden in deutscher Übersetzung veröffentlicht.

Naturwunder

Wusstet ihr, dass es 2,2 bis 3,8 Millionen Pilzarten auf Erden gibt und dass wir gerade mal fünf Prozent davon kennen? »Das Museum der Pilze« von Esther Gaya, wunderschön illustriert von Katie Scott, ist so fasslich, unterhaltsam geschrieben, dass es auch wissensdurstigen Kindern gefällt, und Erwachsene wird es noch mehr faszinieren.

Weiße Rentierflechte

Ein Mann wird gegen seinen Willen verheiratet. Er liebt eine Andere, die er sieben Jahre lang nicht gesehen hat. Und was wird nun aus seiner Angetrauten? Anna Nerkagi führt mit einer dramatischen Liebesgeschichte in den hohen Norden Russlands, zum Volk der Nenzen

Tradition als Kraftquell

«Wenn wir im Westen die Welt betrachten, neigen wir dazu zu vergessen, dass andere Völker nicht unsere politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung durchlaufen haben und deshalb möglicherweise nicht unsere Ideale und Prioritäten teilen», warnt Michael Schumann in seinem neuen Buch über China.

Aufregung in Ardinoschou

Er war nicht der einzige, der in der DDR geblieben war und der dann dem nicht wirklich geeinten Deutschland den Rücken kehrte. Benito Wogatzki, geboren 1932, war ein gefragter Drehbuchautor für Film und Fernsehen gewesen und wandte sich bald auch der Prosa zu, mehrfach ...

Politische Pokerrunden

Als der Politikwissenschaftler Michael Koß, Jahrgang 1971 und in Lüneburg lehrend, dieses Buch konzipierte, waren die Turbulenzen nach der Bundestagswahl 2021 noch nicht abzusehen. Nun kann er sich einer gewissen Voraussicht rühmen: »Demokratie ohne Mehrheit« ist Wirkli...

Der fliegende Kurde

Ein Abenteuerroman, ein Schelmenroman gar, über einen Umhergetriebenen, der sich mit allen möglichen Mitteln durchs Leben schlägt? Ein modernes Märchen? Eine parabelhafte Erzählung über Freiheit, Zugehörigkeit und Treue? Der neue Roman von Bachtyar Ali hat etwas von all...

Donnerstagsmordclub

Über eine Million verkaufter Bücher in Großbritannien für einen Roman, der im Seniorenheim spielt und gekonnt dem Erfolgsrezept des klassischen englischen Krimis folgt.

Den Reichen nehmen, den Armen geben

Thomas Pikettys Kolumnen stehen unter dem Motto eines zukünftigen Sozialismus. Der Wirtschaftswissenschaftler plädiert für eine sozial gerechte Umverteilung - und formuliert Anregungen für eine Erneuerung der Linken.

Wie der Kolonialismus sich in die Seelen gräbt

Dass nur Europa und Nordamerika im Blick der Juroren des Literaturnobelpreises wären, kann man schon längst nicht mehr sagen. Und dennoch wusste die Stockholmer Jury die Öffentlichkeit erneut zu überraschen - mit der Wahl von Abdulrazak Gurnah aus Tansania.

Kooperation statt Konfrontation

Spätestens seit Trump wurde deutlich, dass die USA dabei sind, ihre Führungsrolle einzubüßen. China ist dabei, die Leerstelle zu füllen. Das Buch «Zeitenwende...» klärt darüber auf, wie diese Entwicklung möglich werden konnte.