Redaktionsübersicht

Ulrike Wagener

Ulrike Wagener
Ulrike Wagener, Jahrgang 1989, hat deutsche Literatur und Kulturwissenschaft in Berlin, Prag und Frankfurt (Oder) studiert. Für ihre Abschlussarbeit las sie zahlreiche Briefe deutscher Missionare in Sütterlinschrift, um deren Rolle im deutschen Kolonialismus auf die Spur zu kommen. Zum „nd“ kam sie 2018 als Quereinsteigerin. Seit November 2021 schreibt sie im Politikressort zu den Themen Frauen-, LGBTIQ- und Familienpolitik, Flucht und Migration sowie Postkolonialismus.
Aktuelle Beiträge von Ulrike Wagener:
Frauen und queere Personen müssen dafür demonstrieren, dass Gewalt an ihnen als solche anerkannt wird.
Femizide sind Morde

Familiendrama, Eifersucht, Beziehungstat: Diese Schlagworte verharmlosen Gewalt an Frauen jeden Tag. Es ist Zeit, dass Männer die Verantwortung übernehmen. Wenn sie eine Frau aus patriarchalem Besitzwillen töten, ist das Mord.

Vor der SPD-Zentrale fordern Aktivist*innen sichere Fluchtwege und die Aufnahme von Schutzsuchenden an den EU-Außengrenzen.
Grüne Lichter vorm Willy-Brandt-Haus

Aktivist*innen aus der Gerechtigkeits- und Klimabewegung haben am Mittwochmorgen die SPD-Zentrale »besetzt«. Sie fordern die aktuelle und künftige Regierung auf, die Schutzsuchenden im EU-Grenzgebiet zu Belarus aufzunehmen.

Schlechtere Noten in Schule und Uni bei gleicher Leistung: Das gaben zwei Drittel der Afrozensus-Befragten an.
Exotisiert, sexualisiert, kriminalisiert

Schwarze Menschen in Deutschland erfahren Diskriminierung in allen Lebensbereichen - und nach ganz spezifischen Mustern. Das ist das Ergebnis des ersten Afrozensus. Die Verfasser fordern die Bundesregierung zum Handeln auf.

In der Vergangenheit wurde gegen strukturellen Rassismus und Gewalt in Deutschland demonstriert. Jetzt gab es dazu auch eine Studie.
Struktureller Rassismus ist real

Struktureller Rassismus ist keine Glaubensfrage. Die Mehrheit Schwarzer Menschen in diesem Land erfährt Rassismus, unabhängig davon, ob sie seit Generationen hier leben oder erst vor Kurzem eingewandert sind. Das belegt der Afrozensus, jetzt müssen Taten folgen.

Friede, Freude und Eierkuchen bei der Ampel-Koalition? Zumindest gesellschaftspolitisch wird es wohl einige Modernisierungen geben.
»Queerpolitischer Aufbruch«

Abtreibung, Selbstbestimmungsgesetz, Abstammungsrecht: In der Geschlechter- und Familienpolitik kündigt die Ampel progressive Reformen an. Initiativen begrüßen die Vorhaben - und fordern eine schnelle Umsetzung.

Die neue Coronavirus-Mutation ist da. Zu verdanken haben wir das Regierungen und Konzernen, die eine weltweite Impfstoff-Verteilung verhindert haben.
Konzernprofite über alles

Die ganze Welt schaut besorgt auf Omikron, die neue Variante des Coronavirus. Noch ist nicht klar, wie »besorgniserregend« sie wirklich ist. Was jetzt schon klar ist: In Südafrika wurde die Variante entdeckt, gebracht haben sie uns unsere Regierungen.

Die erste Infektion mit Omikron wurde in einer Probe aus Südafrika vom 9. November nachgewiesen. Die Weltgesundheitsorganisation lobte das Land für seine schnelle Reaktion.
Die neue Variante

Es gibt eine neue Mutante des Coronavirus. Doch wie »besorgniserregend« ist Omikron? Was können wir jetzt tun? Und welche Rolle spielt Südafrika? Was bisher dazu bekannt ist und wie sich die neue Variante ausbreitet.

Sima Luipert kämpft für die Anerkennung der Ovaherero und Nama als Verhandlungspartner*innen der Bundesrepublik.
»Wir leben, also redet mit uns«

Im Mai haben Deutschland und Namibia eine Erklärung veröffentlicht, wie sie mit dem Genozid an den Ovaherero und Nama umgehen wollen. Seitdem tobt der Streit. Die Nama Sima Luipert im Gespräch über ihre Forderungen an die künftige Bundesregierung.

Überall auf der Welt gehen Frauen gegen Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt auf die Straße.
Hört auf, Männern zu verzeihen!

Gewalt gegen Frauen wird oft verharmlost. Dabei kennen wir alle Frauen, die Gewalt erleben – ergo auch Männer, die Gewalt ausüben. Erst wenn wir einen anderen Umgang damit finden, wird eine Veränderung möglich sein. 

Gewalt gegen Partner*innen und Ex-Partner*innen findet meist im Verborgenen statt.
13 Gewalttaten pro Stunde

Immer mehr Menschen zeigen Partnerschaftsgewalt an. Immer noch sind die Opfer überwiegend Frauen, und die Täter überwiegend Männer. Doch die meisten Taten werden gar nicht angezeigt. Eine neue Studie soll das Dunkelfeld aufhellen.

Weltweit demonstrieren Menschen – darunter überwiegend Frauen, trans und nicht-binäre Personen – für ihr Recht, nicht vergewaltigt zu werden.
Nein heißt Nein heißt Nein

Seit fünf Jahren gilt in Deutschland per Gesetz: »Nein heißt Nein«. Doch wer ein Nein übergeht, muss immer noch kaum mit Konsequenzen rechnen. Um das zu ändern braucht es vor allem ein Umdenken der Richter*innen – und der gesamten Gesellschaft.

Die Weltgesundheitsorganisation spricht von besorgniserregender Gesundheitslage in Notunterkünften für Geflüchtete an der polnisch-belarussischen Grenze.
Polen will Schutzsuchende »zurückführen«

Die Krise in der Grenzregion zwischen Polen und Belarus spitzt sich weiter zu. Weltgesundheitsorganisation spricht von besorgniserregender Gesundheitslage an EU-Außengrenze. Rückkehrer berichten von Misshandlung durch Polizeikräfte.

Angeklagt, weil sie auf dem Mittelmeer leben rettete: Die Berlinerin Sarah Mardini (Mitte)
Nach der Hilfe droht das Gefängnis

Am Donnerstag standen 24 Helfer*innen von Geflüchteten auf der griechischen Insel Lesbos vor Gericht. Der Fall wurde kurz nach der Eröffnung vertagt und an ein Berufungsgericht verwiesen. NGO’s fordern die Einstellung des Verfahrens.

In Polen verhindert das Militär, dass Menschen die Grenze übertreten.
Mit Waffengewalt gegen Asylanträge

Der Diskurs um die Menschen an der polnisch-belarussischen Grenze ist von rechten Motiven durchzogen. Der Rechtswissenschaftler Maximilian Pichl erklärt, welche Rechte die Menschen an der Grenze eigentlich haben – und was die EU jetzt tun müsste.

Polnische Sicherheitskräfte haben am Dienstag an der Grenze zu Belarus Wasserwerfer gegen Migrant*innen eingesetzt.
Kaltes Wasser statt Schutz

Polnische Grenzwächter beschießen Menschen aus Kriegsgebieten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mit kaltem Wasser – und die EU schaut zu. Offensichtlich will kein Mitglied der Europäischen Union das Recht auf Asyl noch einlösen.

Auch abseits des Flüchtlingslagers mit »geschlossenem und kontrolliertem Zugang« auf Samos werden Migrant*innen in Griechenland in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.
Flüchtlinge in Haft

In Griechenland werde die Inhaftierung Geflüchteter zum neuen Regelfall, kritisieren der Griechische Flüchtlingsrat und Oxfam. Die Organisationen fordern das Land auf, Alternativen zur Haft zu priorisieren.

Die Flüchtlinge in der Grenzregion zwischen Polen und Belarus sehen sich mit Militär und Polizei auf beiden Seiten konfrontiert.
»Vor sechs Jahren wäre das nicht denkbar gewesen«

Die Lage an der Grenze zwischen Polen und Belarus spitzt sich zu. Menschen berichten von Schüssen, Verletzten und Todesfällen. Die Aktivistin Liza Pflaum war vor Ort und hat Schutzsuchenden Winterkleidung und andere Hilfsgüter gebracht.

Hinterbliebene und Überlebende des Terroranschlags in Hanau warten auf finanzielle Unterstützung aus dem Opferfonds.
Hanau muss warten

Im Mai wurde in Hessen ein Opferfonds eingerichtet. Wann die Angehörige der Opfer und Überlebende des Terroranschlags von Hanau daraus Geld erhalten, ist noch nicht absehbar. Initiativen sehen die Landesregierung in der Pflicht.

Gut und Böse gibt es nicht

Sexualisierte Gewalt würde vielfach nicht ernst genommen und selbst in der linken Szene als Normalzustand akzeptiert, meint Ann Wiesental. Sie arbeitet mit linken weißen cis-Männern, »die zum Teil sehr feministisch unterwegs waren und sind« - und dennoch Gewalt ausgebübt haben.

Man wird eine andere Person

Die Migrationsforscherin Manuela Bojadžijev hat Dutzende Geschichten von Geflüchteten gesammelt. Entstanden ist ein digitales »Archiv der Flucht«. Ein Gespräch über Lebensrealitäten und das europäische Asylsystem.