Redaktionsübersicht

Ulrike Wagener

Ulrike Wagener
Ulrike Wagener, Jahrgang 1989, hat deutsche Literatur und Kulturwissenschaft in Berlin, Prag und Frankfurt (Oder) studiert. Für ihre Abschlussarbeit las sie zahlreiche Briefe deutscher Missionare in Sütterlinschrift, um deren Rolle im deutschen Kolonialismus auf die Spur zu kommen. Zum »nd« kam sie 2018 als Quereinsteigerin. Seit November 2021 schreibt sie im Politikressort zu den Themen Frauen-, LGBTIQ- und Familienpolitik, Flucht und Migration sowie Postkolonialismus.
Aktuelle Beiträge von Ulrike Wagener:
Hauptsache, es wird gut gearbeitet. Die Bundesregierung will Einwanderung erleichtern, solange es den deutschen Unternehmen etwas nützt.
Probezeit für Geduldete

Das »Chancen-Aufenthaltsgesetz« wurde am Freitag vom Bundestag verabschiedet. Grüne und FDP betonen insbesondere die Vorteile für Unternehmen. Die Linke sieht zu große Hürden, um Kettenduldungen zu verhindern.

Rund 150 Studierende haben einen Hörsaal an der Universität Jena besetzt, um für den Erhalt der Geschlechtergeschichte zu protestieren.
»Der Hörsaal ist besetzt«

Die Uni Jena will Geschlechtergeschichte abschaffen. Begründet wird das mit Finanzmitteln, doch die Studierenden sehen auch ein politisches Signal. Nun haben sie einen Hörsaal besetzt. Sie fordern den Erhalt des Fachs.

Die Bundesregierung will Einbürgerungen erleichtern.
Einbürgerung soll erleichtert werden

Künftig sollen Migrant*innen in der Regel nach fünf statt nach acht Jahren einen deutschen Pass bekommen können. Hürden für ältere Menschen sollen sinken.

Menschen können in Deutschland geboren sein, hier seit Jahren leben und arbeiten und dürfen trotzdem nicht wählen. Die Union will, dass das so bleibt.
Ein Pass ist kein Konsumgut

Die angekündigte Reform des Staatsangehörigkeitsrechts bleibt hinter dem Vorhaben der Rot-Grünen-Regierung von vor 20 Jahren zurück. Trotzdem legt die Union ihre Schmierenkampagne neu auf.

Sima Luipert in einem traditionellen Nama-Kleid. Sie kämpft für die Selbstrepräsentation der Nama.
»Wir wollen selbst verhandeln«

Organisationen der Herero und Nama bereiten eine Klage gegen die namibische Regierung vor. Sie wollen neue Verhandlungen mit Deutschland über Reparationen für den Genozid, den deutsche Truppen in der verübt haben.

In Namibia erinnert vieles noch an die Kolonialzeit. Denkmäler werden vom Sockel gestoßen, an der Landverteilung ist noch zu arbeiten.
»Ich weiß, wo unser Land war«

In Namibia gehören bis heute 70 Prozent des Privatlands Nachfahren weißer Europäer. Joyce Muzengua vom Landless People Movement setzt sich für die Rückgabe von Boden an Nachfahren der Opfer des Genozids ein.

Schutzsuchende an Bord der »Ocean Viking«
Italien macht Druck

EU-Innenminister diskutieren über die Asylpolitik des Staatenverbunds. Ein Aktionsplan sieht verstärkte Zusammenarbeit mit Transitländern in der Abwehr von Geflüchteten vor.

Immer wieder fahren Delegationen von Ovaherero und Nama nach Deutschland, um für Reparationen für den Genozid 1904-1908 zu kämpfen.
Ein neuer Kolonialismus

Opferverbände der Ovaherero und Nama erwägen, die namibische Regierung vor Gericht zu bringen. Das zeigt: Das sogenannte Versöhnungsabkommen ist gescheitert.

Sächsisches Déjà-vu

In Bautzen brannte am Freitag eine geplante Geflüchtetenunterkunft. Es braucht einen Paradigmenwechsel in der deutschen Politik, damit Geflüchtete Schutz und Sicherheit erfahren – und rechte Attentäter Konsequenzen.

Rassistischer Anschlag

Anfang November sollten Geflüchtete in das ehemalige Hotel in Bautzen einziehen. Nun wurde ein Brandanschlag auf das Gebäude verübt. Innenminister Armin Schuster (CDU) zeigt sich betroffen.

Normalisierung des Faschismus

Melonis Partei Fratelli d’Italia steht in der Tradition des italienischen »Führers des Faschismus« Benito Mussolini. Die 45-Jährige ist stolz darauf. Freudige Gratulationen normalisieren den Neo-Faschismus in der EU.

Falsche Betroffenheit

Nach dem Brandanschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft in Groß Strömkendorf zeigte sich Nancy Faeser "sehr erschüttert". Doch mit ihrer Politik gibt sie Flüchtlingsfeinden eine Legitimation an die Hand.

Aufs Mittelmeer getrieben

1000 Menschen im Monat sind genug: Schon jetzt nehmen viele Afghan*innen die tödliche Fluchtroute übers Mittelmeer. Ein Aufnahmeprogramm muss auch die Kapazitäten in Deutschland erhöhen.

Aufnahme im Streckbetrieb

Man muss vorgeschlagen werden und noch in Afghanistan sein: Linke und Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Programm von Innen- und Außenministerium als unzureichend

Das Patriarchat kostet

Der Schutz vor Gewalt ist für Frauen in Deutschland unzureichend. Das sagen Fachkräfte seit langem und nun auch der Europarat. Es braucht mehr Geld. Wie wäre es mit einem Haushaltsposten zur Beseitigung des Patriarchats?

Flucht sicher machen

Mindestens 16 Menschen sind am Donnerstag im Mittelmeer ertrunken. Ein vermeidbarer Tod. Doch ist es zu leicht, Griechenland zu beschuldigen. Verantwortlich für den Tod dieser Menschen ist auch die deutsche Politik.

Agadez ist das Tor zur Sahara. In Transitzentren wie diesem sollen Flüchtende von ihrem Weg nach Europa abgehalten werden.
»Die Menschen sitzen hier fest«

Im Juli hat die EU ihre Zusammenarbeit mit Niger intensiviert. Das Land gilt als »Grenzwächter Europas«. Azizou Chehou von Alarmphone Sahara über die Kriminalisierung von humanitärer Hilfe.

Hunderttausende russische Männer wollen nicht in den Krieg ziehen.
Zufluchtswege versperrt

Seit der Teilmobilmachung in Russland sind Hunderttausende auf der Flucht. Der Landweg in die EU ist Flüchtenden versperrt. NGO’s und Linke sehen die Bundesregierung in der Pflicht.