Redaktionsübersicht

Jakob Hayner

Jakob Hayner wurde 1988 in Dresden geboren und ist in Thüringen aufgewachsen. An der Humboldt-Universität zu Berlin studierte er Deutsche Literatur und Philosophie, nebenher hat begonnen, als Journalist zu arbeiten. 2016 wurde er Redakteur bei „Theater der Zeit – Zeitschrift für Theater und Politik“. 2020 veröffentlichte er bei Matthes & Seitz sein Buch „Warum Theater. Krise und Erneuerung“, im gleichen Jahr kam er zum „nd“. Jakob Hayner ist Redakteur im Mikroskop, den Wissenschaftsseiten der Wochenendausgabe.
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Aktuelle Beiträge von Jakob Hayner:
Türme, Flugzeuge, zahlreiche Legenden: Ein zeitgenössisches Gemälde greift Verschwörungstheorien um 9/11 auf
Die Suche nach Mustern

Was sind Verschwörungen und was Verschwörungstheorien? Darauf gibt es keine einfachen Antworten, wie die Forschung und eine neuerschienenen Sammlung von Texten des Wissenschaftlers und Autors Umberto Eco zeigt.

Ernüchternd: Aufnahme von der Wahlfeier der Linkspartei
Gegen die Wand

Klug ist nicht, wer keine Fehler macht, klug ist, wer sie korrigiert. Das gilt auch für die Linkspartei nach der Wahl. Sie muss dem herrschenden Neoliberalismus wirklich etwas entgegensetzen und nicht nur aufs Regieren spekulieren.

Das demokratische Dilemma

Nichtwähler werden nicht repräsentiert. Weil es unpolitisch ist, nicht zu wählen? Eine philosophische Kontroverse über das Wesen des Politischen legt einen anderen Schluss nahe.

Das goldene Zeitalter

Einst flüchteten sie gemeinsam vor der Wehrmacht, dann lebten sie in zwei verschiedenen deutschen Staaten: Der Dichter und Dramatiker Peter Hacks schreibt Briefe an seinen Jugendfreund Hansgeorg Michaelis. Jetzt sind sie als Buch erschienen.

Es sagt uns nichts, das sogenannte Draußen

Selten wurde so viel über Natur gedacht und geschrieben wie um 1800. Naturwissenschaften und Philosophie standen in regem Austausch. Ob Kant, Goethe oder Hegel, was damals versucht wurde, erhält heute neue Aktualität.

»Das Gefühl war, dass die Geschichte mit uns anfängt«

Um 1970 war Hoyerswerda die Stadt der Zukunft: Junge Menschen konnten machen, was sie wollten. Es entstand eine proletarische Boheme. 1991 kam es zum ersten Pogrom nach Kriegsende. Danach war alles anders. Grit Lemke erzählt nun die Geschichte ihrer Generation.

Verödete Herzen, zerstörte Seelen

Welche Versprechen gibt der Neoliberalismus ab und welche hält er? Aufgrund seiner monopolkapitalistischen Grundlage verzichtet er auf das Versprechen der Freiheit und gibt sich nur als Garant gegen größere Übel aus.

Das Geschäft der Aufklärung

Wiederaufführung als Entlarvung: Beim Kunstfest Weimar wird mit »438 Tage NSU-Prozess. Eine theatrale Spurensuche« das Verfahren gegen Rechtsterroristen nochmal durchgespielt – und dabei auch das Versagen des Staats sichtbar gemacht.

Sich selbst fremd werden

Wie Gemeinschaft gelingen kann, fragte sich Jean-Luc Nancy. Der französische Philosoph ist nun gestorben. In seinem Körper schlug ein fremdes Herz, es war für ihn eine existenzielle Erfahrung.

Alles nach Plan

Wie viel freie Warenproduktion verträgt eine sozialistische Ökonomie? Darüber streiten die US-Linken Robin Hahnel und Erik Olin Wright erkenntnisreich in dem Band »Alternativen zum Kapitalismus«.

»Erste Pandemie, die durch Impfstoffe beendet wird«

Impfungen helfen, von der Pandemie zu Endemie zu kommen, sagt der Epidemiologe Klaus Stöhr. Er kritisiert die Pläne, bei hoher Impfquote an der Meldeinzidenz als Richtwert festzuhalten. Das Krisenmanagement hält er für verbesserbar.

Bitte, mach mir ein Kind

Theater wie eine Serie der großen Streaming-Anbieter: Der erfolgreiche Regisseur Simon Stone kommt mit seiner Neufassung von Federico García Lorcas »Yerma« an die Berliner Schaubühne am Lehniner Platz.

Von Konfuzius zu Kant

Vor 300 Jahren hielt der Philosoph Christian Wolff seine Rede über die chinesische Philosophie. Das fernöstliche Denken diente ihm als Vorbild für eine aufklärerische Ethik ohne Religion. Ein großer kosmopolitischer Moment. Und ein noch größerer Skandal.

Zwischen den Zeiten

Beim Theaterfestival in Avignon stellt sich der künftige Leiter Tiago Rodrigues mit Anton Tschechows »Der Kirschgarten« vor, Isabelle Huppert beeindruckt in der Hauptrolle.

Im Handgemenge

Zwischen Aktivismus, Gesellschaftskritik und Kunst: In dem Buch »Grundsätzlich unvorbereitet. 99 Texte über Gesellschaft und Kunst« sind Kolumnen von Milo Rau gesammelt, in denen er Auskunft gibt über seinen Blick auf sich und die Welt.

Nach dem Sommer kommt der Herbst

Ein Blick in die Bestsellerlisten offenbart zahlreiche neue Sachbücher zu Corona. Dabei geht es um die Maßnahmen und einen Strategiewechsel. Den fordern auch verschiedene Wissenschaftler. Die Diskussion darüber muss jetzt geführt werden.

Am Kreuzweg

Der Begriff der Intersektionalität macht Karriere in akademischen und linken Debatten. Warum das Konzept so erfolgreich ist, wo es herkommt und was daran aus marxistischer Sicht kritikwürdig ist, kann man nun in einer Zeitschrift nachlesen.

Nächster Schlussstrich?

Es gibt Streit unter den Historikern: Über das Kaiserreich, aber auch über den Holocaust. Das fügt sich in eine beunruhigende Tendenz der Normalisierung.

Auf eine Pommes rot-weiß im heißen Mai

Sie ist die Grande Dame des hiesigen Theaters: Die Schauspielerin Sophie Rois wurde mit ihren Auftritten an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz unter Frank Castorf zum Star. Nun wird sie 60 Jahre alt. Eine Huldigung