Redaktionsübersicht

Jakob Hayner

Jakob Hayner wurde 1988 in Dresden geboren und ist in Thüringen aufgewachsen. An der Humboldt-Universität zu Berlin studierte er Deutsche Literatur und Philosophie, nebenher hat begonnen, als Journalist zu arbeiten. 2016 wurde er Redakteur bei „Theater der Zeit – Zeitschrift für Theater und Politik“. 2020 veröffentlichte er bei Matthes & Seitz sein Buch „Warum Theater. Krise und Erneuerung“, im gleichen Jahr kam er zum „nd“. Jakob Hayner ist Redakteur im Mikroskop, den Wissenschaftsseiten der Wochenendausgabe.
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Aktuelle Beiträge von Jakob Hayner:
Die Schauspielerin Sophie Rois gestikuliert während der Verleihung des Theaterpreises.
Auf eine Pommes rot-weiß im heißen Mai

Sie ist die Grande Dame des hiesigen Theaters: Die Schauspielerin Sophie Rois wurde mit ihren Auftritten an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz unter Frank Castorf zum Star. Nun wird sie 60 Jahre alt. Eine Huldigung

Eric Carle (1929 – 2021)
Nicht nur ein Stück vom Kuchen

Mit den kleinen Patschehändchen in die Löcher reingefingert, welches Kind hätte sich dieses haptische Vergnügen nehmen lassen? Die Rede ist von der begeisterten Leserschaft des Kinderbuchklassikers »Die kleine Raupe Nimmersatt«. Die frisst sich bekanntlich durch allerle...

Wieso denn bloß? Was tun sie da? Und ist sie das, die neue Mittelklasse mit Laptop und Free WiFi?
Ich kann beim besten Willen keinen Klassenkonflikt entdecken

Wenn man nach ihr fragt, will es niemand gewesen sein: die neue Mittelklasse. Sahra Wagenknecht stützt sich auf die Theorie, die vor allem von Andreas Reckwitz geprägt ist. Der wirft der deutschen Soziologie Abwehrreflexe vor.

Was für ein Zufall

»Das akademische Leben ist also ein wilder Hasard«, formulierte Max Weber in seiner berühmten Schrift »Wissenschaft als Beruf«. Der Zufall spielt eine große Rolle im universitären Betrieb, bis heute. Außenstehende nehmen das mit einem Schulterzucken hin. Wer jedoch mitt...

Die Grenzen des Rechts finden sich in der Literatur beschrieben.
Wessen Recht? Und auf was?

In der Einleitung der berühmten »Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie« von Karl Marx heißt es: »Die Kritik des Himmels verwandelt sich damit in die Kritik der Erde, die Kritik der Religion in die Kritik des Rechts, die Kritik der Theologie in die Kritik der Politik.«...

Rosa Farbe ist auf der Statue des deutschen Philosophen Immanuel Kant
Der inkonsistente Universalist

War Immanuel Kant ein Rassist? Er verteidigte Sklaverei und Kolonialismus. Doch dann änderte der Philosoph seine Haltung deutlich, weil sich die soziale Wirklichkeit änderte. Grund waren die Revolutionen in Frankreich und Haiti.

Sie gilt als der letzte Hort der Wahrheit: die Wissenschaft. Stimmt das?
Science Wars 2.0

Sie gilt als der letzte Hort der Wahrheit: die Wissenschaft. Dass es dort keine zwei Meinungen geben könne, ist jedoch ein Mythos. Ein vorkritisches Bild der Wissenschaft wiederaufzurichten, hat fatale Folgen.

French Theory war gestern

Der neue Trend der vergangenen Jahre ist die Italian Theory. Sie widmet sich philosophischer Kritik der Biopolitik. Wie aktuell das ist, zeigen einige deutschsprachige Neuerscheinungen.

Dem Begehren auf der Spur

Kaum ist der Mann aus dem Haus, schon entwickelt die Frau Gelüste für den Stiefsohn. Das könnte grob der Auftakt zu einem jener Filmchen sein, die meist nicht viel Handlung brauchen, weil sie anderes in den Vordergrund stellen: nackte Haut, erregte und bewegte Glieder, ...

»Aufklärung ist Hoffnung«

Die Coronakrise hat Unsicherheit und Angst ausgelöst. Wir müssen auch lernen, das auszuhalten, sagt der Psychoanalytiker Joachim Küchenhoff im Gespräch. Aber die Therapeuten müssen auch die äußere Realität ernster nehmen.

Maximal dramatisch, voll spannend

Sprache ist nicht unschuldig. In Frank Witzels Monumentalromancollage »Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969« macht der Protagonist eine solche Erfahrung. Er hört von einem »Nazi Word Factor« (NWF) des Massachuset...

Autoritäre Ersatzhandlung

Geht es nach der Bundesregierung, soll der Dauerlockdown kommen. Sie hat Bundestag und Bundesrat den Entwurf für das Vierte Bevölkerungsschutzgesetz vorgelegt. Es sind drei Dinge, die an dem verharmlosend »Bundesnotbremse« genannten Entwurf problematisch sind.

42 ist nicht die Antwort

Zwanghaftes Reagieren auf Zahlen ist uns zumeist suspekt. Und doch zeigen sich Züge dessen und eine neue Zahlenmystik in unserer Gegenwart. Was keineswegs weniger beängstigend ist.

Die Enteignung der Gefühle

Die Rede vom »Hass im Netz« ist inzwischen ein Allgemeinplatz. Doch ist Hass immer etwas Böses, das gar verboten werden muss? Mit seinem neuen Buch legt Marlon Grohn ein paar andere Überlegungen dazu vor - und zum Klassenkampf im Internet. Doch Vorsicht, man könnte es hassen.

Staubwolken der Oberfläche

Ist die Öffentlichkeit in einer Krise? Der Dramaturg Bernd Stegemann untersucht das in seinem neuen Buch. Außerdem spricht er über die Spiele der Mächtigen und die dialektische Spannung von Identität und sozialistischer Politik.

Freiwilligkeit statt Zwang

Dieser Artikel ist Teil einer Pro/ Kontra Debatte. Für das Pro klicken Sie bitte hier. Bei einem Impfpass gibt es so einige Unklarheiten. Wer bekommt ihn? Und wozu soll er dienen? Volle Freiheiten verspricht Ramona Pop (Grüne) den Geimpften ab der zweiten Spritze....

Jeder weint für sich allein

Viele Menschen leiden an Einsamkeit, vor allem auch junge. Dabei wird Einsamkeit mehr und mehr als Krankheit begriffen. Das ist falsch, es verdeckt die gesellschaftlichen Ursachen. Und Pillen sind nicht die Lösung.

Tatort Theater

Das Problem sind die alten weißen Männer und das Stadttheater aus dem 19. Jahrhundert. So heißt es nach dem Rücktritt des Intendanten der Berliner Volksbühne. Doch die wirklichen Probleme sind grundlegender und neueren Datums.

Im Äther der Revolte

Im Literaturforum im Brecht-Haus in der Berliner Chausseestraße wurden Barrikaden errichtet, am Rande das Porträt des Namenspatrons und früheren Bewohners. Brecht gefällt das, würde man wohl im Jargon des Internetzeitalters sagen. Doch befinden wir uns in Deutschland, d...

Es braucht einen echten Wandel

Die sehr hierarchischen und auf zentrale Macht ausgerichteten Strukturen am Theater sind nicht nur für Fehlverhalten eher förderlich. Sie verhindern auch, dass das zur Rechenschaft gezogen wird.