Redaktionsübersicht

Larissa Kunert

Larissa Kunert, 1990 in Itzehoe (Schleswig-Holstein) geboren, hat Literaturwissenschaft und Geschichte in Berlin, Hamburg und Lausanne studiert. Nach Stationen bei der »Jungle World«, dem Ventil Verlag und »Texte zur Kunst« sowie als freie Journalistin und Lektorin arbeitet sie seit 2022 als Redakteurin für Kunst und Medien für das »nd«.
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Aktuelle Beiträge von Larissa Kunert:
Sanft und bissig: Elfriede Jelinek mit Hund
Lose assoziiert

In ihrem Essayfilm »Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen« hat Claudia Müller die polarisierende Schriftstellerin auf poetische Weise porträtiert. Sogar Jelinek selbst ist beeindruckt.

Szene aus »A Life Like Any Other«
Anders sehen

Formal gewagt, dezidiert politisch: Die 65. Ausgabe des DOK Leipzig bot viele Perlen. So zum Beispiel den Film »A Life Like Any Other«, in dem Faustine Cros aus alten Filmaufnahmen der Familie ein neues Narrativ gewinnt.

Megalomane im Sinkflug

Kanye Wests antisemitische Äußerungen ließen Adidas am Dienstag die Zusammenarbeit mit ihm aufkündigen. Überraschend ist das nicht: Der Rapper zeigte über Jahre hinweg immer wieder verschwörungsideologisches Denken.

Einfach niedlich: Zwei Igel, die einander smashen.
Neues Wort, altes Spiel

Haben Sie auch schonmal jemanden »gesmashed«? Was martialisch klingt, soll eigentlich nur den nicht näher definierten Geschlechtsakt bezeichnen. Wir schlagen ein paar Alternativen für das Jugendwort des Jahres 2022 vor.

Lydia Rabinowitsch-Kempner, porträtiert von der Malerin Julie Wolfthorn.
Professorin ohne Einkommen

Weiblich, jüdisch, russisch – und eine der renommiertesten Forschenden am »Königlich Preußischen Institut für Infektionskrankheiten«. Der 300. Band der »Jüdischen Miniaturen« stellt Lydia Rabinowitsch-Kempner vor.

Die Selbstbeobachterin

Der Literaturnobelpreis 2022 geht an Annie Ernaux. Wurde die Französin in ihrem Heimatland schon im letzten Jahrhundert rezipiert, musste ihr hierzulande erst Didier Eribon den Weg ebnen. Besser spät als nie!

Kampf der Botschaften

In Zerbst in Sachsen-Anhalt soll der »Judensau« nun ein neues Kunstwerk beiseite gestellt werden. Stattdessen hätte man das Relief auch von seinem Standort entfernen und in einem anderen Rahmen ausstellen können.

Dass der NS-Ostfeldzug kolonialistische Züge trug, ist unbestritten: Ein Wehrmachtsangehöriger zu Pferd auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.
Kampf um Deutungshoheit

Postkoloniale Ansätze stellen zurzeit infrage, dass der Holocaust ein einzigartiges Ereignis in der Geschichte gewesen ist. Doch was heißt das überhaupt genau? Darüber wurde letzte Woche in Frankfurt am Main diskutiert.

Die marineblauen Anzüge der Tanzenden sind in »Navy Blue« mit der Arbeiterklasse verknüpft.
Existenzialismus in Blau

Wie kann sich zeitgenössischer Tanz in aktuelle politische Debatten einmischen? Oona Doherty lieferte mit »Navy Blue« eine nicht ganz überzeugende Antwort – das lag vor allem am Gesprochenen.

Fachgebiet harte Jugend

Das Aufwachsen in schwierigen Verhältnissen ist oft Gegenstand seiner Filme. Nun wurde der Regisseur Edward Berger mit seiner Verfilmung von »Im Westen nichts Neues« ins Rennen um einen Oscar geschickt.

Summertime sadness

So langsam neigt sich dieser Sommer seinem Ende zu. Hat man sich sommergerecht verhalten und diese Jahreszeit so genutzt, wie es ihr zu gebühren scheint?

Wer's nicht versteht, hat Pech gehabt: Marcel Duchamps »Das große Glas«
Realistischer Kunstkapitalismus

Die autonome Kunst und der Werkbegriff sind am Ende, konstatiert der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich. Das solle aber nicht verdrießlich stimmen.