Redaktionsübersicht

Nora Noll

Nora Noll, Jahrgang 1996, hat Literatur- und Kulturwissenschaften in Berlin, Paris und Oxford studiert. Neben dem Studium arbeitete sie mehrere Jahre als freie Journalistin, schrieb lange Texte u.a. für den "Freitag", das "an.schläge"-Magazin und die "Süddeutsche Zeitung" und kurze Texte für die dpa. Seit 2022 berichtet sie im nd-Hauptstadtressort über Innenpolitik und soziale Bewegungen.
Aktuelle Beiträge von Nora Noll:
Alle drei Wochen stirbt in Berlin eine Frau durch einen Femizid. Der Fall von Zohra G. aus Afghanistan sorgte für besondere Aufmerksamkeit und eine Demonstration gegen Gewalt an Frauen.
Versuchter Femizid vor Gericht

Robert H. soll versucht haben, seine Ex-­Frau zu ermorden. Nur weil sie sich wehrte, überlebte sie. Nun beginnt vor dem Berliner Strafgericht das Verfahren um einen extremen Fall geschlechtsspezifischer Gewalt.

Berliner Visionen: Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Jarasch am Samstag auf der Landesdelegiertenkonferenz
Ein bisschen Realo-Utopie darf sein

Auf ihrer Landesdelegiertenkonferenz beschließen die Hauptstadt-Grünen ein aktualisiertes Wahlprogramm: Der Fokus liegt auf der Energie- und Verkehrswende, die Forderung nach Vergesellschaftung bleibt vage.

Professionelle Tänzer*innen führen ein Leben voller künstlerischer Passion und finanzieller Unsicherheit.
Tanzen am Rande des Prekariats

Bis zu diesem Wochenende finden die Tanztage in den Sophiensälen statt. Tänzer*innen nutzen den Anlass auch, um den vorherrschenden Leistungszwang in ihrem Gewerbe zu hinterfragen.

Weil er zwei junge Frauen rassistisch beleidigt und attackiert haben soll, steht der Berliner AfD-Politiker Kai Borrmann (vorne r) vor Gericht.
Rassisten, die bellen und beißen

Kai Borrmann, Bezirksverordneter für Mitte, soll die Musikjournalistin Steph Karl und ihre Freundin rassistisch angegriffen haben. Der Vorfall vom August 2021 wird nun verhandelt.

Möglichst transparent sollte es sein. Das Studentendorf Schlachtensee wurde von den Alliierten als demokratiefördernde Maßnahme gebaut.
Im Osten Protz, im Westen Sichtbeton

Zwei Bildungsstätten der deutschen Nachkriegszeit – die eine lebt, die andere verfällt im brandenburgischen Wald. Bei der Ausstellung stellt die Bundesbauministerin die Zukunftsfrage für die ehemalige FDJ-Hochschule.

Auch zehn Tage nach der Silvesternacht wird noch aufgeräumt. Der Senat verkündete am Dienstag ein Maßnahmenpaket.
Fünf Punkte sind eine Faust

Schnelle Strafverfolgung, Hochrüstung der Polizei und neue Verbote auf Bundesebene: So will Berlin auf die Ausschreitungen antworten. Zu dem Paket gehört auch die soziale Förderung.

Innensenatorin Iris Spranger (SPD, links) erfüllt mit ihrer Forderung nach harter Strafverfolgung die Wünsche der Polizei.
Die flexible Härte des Gesetzes

Die Berliner Innensenatorin Iris Spranger (SPD) fordert schnelle und harte Urteile gegen die Täter*innen aus der Silvesternacht. Ihr Law-and-Order-Gehabe wäre bei der Aufklärung des Neukölln-Komplexes eher angebracht.

Brennende Barrikaden gehörten zur Silvesternacht genauso wie Raketenschüsse auf Einsatzkräfte und die versuchte Plünderung eines Rettungswagens.
Rechtes Zündeln nach der Silvesternacht

Nach brutalen Angriffen auf Einsatzkräfte diskutiert die Politik mögliche Konsequenzen. Rassistisches Geraune von FDP und CDU lenkt von den sicherheitspolitischen Fragen ab.

Hinter jedem Fenster finden intimste Momente statt. Deshalb müssten Wohnhäuser ein sicherer, diskriminierungsfreier Ort sein.
Angstfreies Wohnen für alle

Wohnungsangebote und Wohnungsvergabe müssen diskriminierungsfrei und für alle zugänglich gestaltet werden. Doch auch nach dem Einzug braucht es Schutz vor diskriminierender Gewalt.

Wut in all ihren Farben: Polizisten werden mit Böllern und Raketen am Kottbusser Damm Ecke Sanderstraße beworfen.
Böllern gegen den Staat

Angriffe gegen die Berliner Polizei und Feuerwehr, Autos in Flammen – nach der Neujahrseskalation am Kottbusser Damm schwankt die Nachbarschaft dort zwischen Empörung und leisem Verständnis.

Das eckige Herz schmückt wieder die Wahlplakate der Berliner SPD, die die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und der Fraktionsvorsitzende Raed Saleh am Montag vorgestellt haben.
Vor allem nicht grün

»Zusammen Berlin« lautet das SPD-Motto zur Abgeordnetenhauswahl im Februar. Die Kampagne fokussiert sich auf die Regierende Bürgermeisterin und auf die Abgrenzung zu den Grünen.

Parolen statt Sekt: Auch in vergangenen Neujahrsnächten bekundete die Knast-Demo Solidarität mit den Gefangenen in der JVA Moabit.
Glitzern über Gefängnismauern

Gegen die Isolation: Die traditionelle Knastdemo macht Lärm für die Gefangenen. Trotz Verbotszone fliegen Böller und Raketen. Der Rest der Stadt zündelt mehr als vor der Pandemie.

Ein Mahnmal der Strafe: Die Gesellschaft verdrängt, was hinter den Gefängnismauern passiert. Doch Solidarität bedeutet Hinschauen.
Schlimmste Strafe: Isolation

Haftstrafen bedeuten nicht nur geografische, sondern auch soziale Isolation. Das Gefühl, vergessen zu werden, zerstört Leben und dient niemals einer positiven Veränderung. Linke müssen zeigen: Ihr seid nicht egal!

Lieber vermeiden: Ein Feuerwehrmann zeigt, was passiert, wenn ein Böller in einer Jackentasche explodiert.
Feuer frei

Endlich wieder knallen! Die große Nachfrage nach Pyrotechnik trifft auf überlastete Rettungsdienste und Krankenhäuser. Die Vorbereitungen auf die »ereignisreichste Nacht des Jahres« laufen.

Die Angst vor dem Knall

Nach der zweijährigen Pause darf in Berlin zu Silvester wieder geknallt werden – außer in den Böllerverbotszonen. Dabei geht es den Verantwortlichen vor allem darum, keine Kontrolle zu verlieren.

Allein die Hochschulambulanz der Charité begleitet derzeit 51 Menschen bei ihrer Transition, noch mehr stehen auf der Warteliste.
Klinische Diskriminierung

Dem Leiter des Instituts für Sexualmedizin der Charité wird vorgeworfen, trans Personen auf Pädophilie »getestet« zu haben. Aus dem Haus heißt es, man stelle während der Begleittherapie nur Fragen rund um die Sexualität.

Späte Gerechtigkeit: Einweihung eines Denkmals in Lichtenberg für die Mitglieder der »Roten Kapelle« im Jahr 2011
Verleumdeter Widerstand

Sie kämpften im Verborgenen gegen das Naziregime und galten im Nachhinein als Sowjetspion*innen. Am 22. Dezember 1942 ließen die Faschisten die ersten elf Mitglieder des Widerstandsnetzwerks »Roten Kapelle« hinrichten.