Redaktionsübersicht

Johanna Treblin

Johanna Treblin ist seit Mai 2020 stellvertretende Ressortleiterin bei nd.DieWoche.

Nach einem Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin hat sie als freie Journalistin gearbeitet. Seit Februar 2015 ist sie Redakteurin beim nd, zunächst im Ressort Berlin/Brandenburg, ab November 2018 bei nd.DieWoche, zuständig für Politik und Wirtschaft. Sie schreibt am liebsten über Migration und Soziales oder beides zusammen.

Aktuelle Beiträge von Johanna Treblin:
Nach dem Spargel die Erdbeeren – in der Landwirtschaft arbeiten vor allem osteuropäische Saisonkräfte.
102 Tage ohne Schutz

Nicht nur in der Landwirtschaft sind Saisonkräfte ohne Krankenversicherung. Die Regelung für kurzfristig Beschäftigte gilt in allen Branchen. Legal ist es allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen - die praktisch nicht kontrolliert werden.

Die Erzählung vom
Der »einsame Wolf« als Strategie der Rechten

Das Konzept des »einsamen Wolfes« ist zugleich Strategie des rechten Terrors als auch geschicktes Framing. Wir sollten nicht darauf hereinfallen, fordert der Journalist Marín Steinhagen in seinem gerade erschienenen Buch »Rechter Terror - Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt«.

Isolation mit Nachteilen

Warum müssen mehrfach negativ getestete Saisonkräfte, die qua Hygieneverordnung nicht mit Infizierten in Kontakt kommen, in häusliche Isolation? Die Antwort kann nur so lauten: Die Vorschriften werden nicht eingehalten.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat sie schon öfters kritisier: die Arbeitsquarantäne. Hier verhängt über Werkarbeiter des Schlachthofs Weidemark im emsländischen Sögel.
Arbeitsquarantäne - ist das legal?

Saisonarbeiter*innen und Pflegekräfte werden immer wieder in Arbeitsquarantäne gesteckt. Ob das Infektionsschutzgesetz vorsieht, dass bei häuslicher Isolation auch dem Job nachgegangen werden darf, ist nicht eindeutig.

»Das sind keine Ausnahmen«

Der Bundestag hat eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen von Saisonkräften beschlossen: Sie können auch 2021 länger ohne Sozialversicherung beschäftigt werden. Benjamin Luig von der Fairen Mobilität fordert besseren Schutz für Saisonarbeiter*innen in der Spargelernte.

Undurchschaubare Subunternehmerketten

Ob Fleischindustrie oder Baugewerbe: Ohne Hunderttausende Wanderarbeiter*innen vor allem aus Südosteuropa würde die Produktion in zahlreichen Branchen in Deutschland zum Erliegen kommen, heißt es in einem neuen Buch über Arbeitsmigrant*innen.

Keine Pause bitte!

Amazon hat ein Pausenproblem. Die Mitarbeiter*innen in den Warenlagern dürfen keine FFP2-Masken tragen - weil man die alle zwei Stunden ablegen müsste. Also gibt es nur OP-Masken, die weniger schützen. Das ist legal. Der Ball liegt also beim Bund: Er muss das Gesetz ändern.

Geldbußen müssen sein

Es muss empfindliche Geldstrafen geben, damit Unternehmen dazu gebracht werden, den Datenschutz ernst zu nehmen. Und regelmäßige Kontrollen, ob sie sich tatsächlich daran halten.

Eine Nummer, sie alle zu finden

Steuerzahler:innen haben und kennen sie: die Steuer-ID. Bislang hat nur das Finanzamt Zugriff auf die unter dieser Nummer hinterlegten Daten. Doch bald sollen 50 weitere Institutionen zugreifen können. Datenschützer laufen Sturm.

Lübcke-Prozess: Markus H. legt Revision ein

Wenige Tage nach dem Urteil im Mordfall Walter Lübcke hat der Mitangeklagte Markus H. Revision eingelegt. Er war der psychischen Beihilfe angeklagt gewesen. Das Gericht verurteilte ihn nur wegen illegalen Waffenbesitzes zu einer Bewährungsstrafe.

Neonaziszene bleibt verschont

Die Revision von Markus H. im Lübcke-Prozess ist ein Symbol: dafür, dass die Strafbehörden und die Justiz offenbar nicht willens sind, sich die Neonaziszene intensiv vorzuknöpfen. Und dafür, dass das in der Szene auch angekommen ist.

Mitangeklagter im Lübcke-Prozess bleibt auf freiem Fuß

Im Verfahren um den Mord an Walter Lübcke und den versuchten Mord an Ahmed I. ist ein Urteil gefallen. Stephan Ernst wurde wegen des Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Rechte Netzwerke aufklären!

Es war der erste rechts motivierte Mord an einem Politiker in der Bundesrepublik. Und nun steht das Urteil: Stephan Ernst wurde für den Mord an Walter Lübcke zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Kamerad, der Mitangeklagte Markus H., wurde von der Beihilfe zum Mord frei...

Lebenslange Haftstrafe für Lübcke-Mörder Stephan Ernst

Im Verfahren um den Mord an Walter Lübcke und den versuchten Mord an Ahmed I. ist am Donnerstagvormittag ein Urteil gefallen. Stephan Ernst wurde des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

»Ich habe Gänsehaut«

Darf sich ein Journalist oder eine Journalistin darüber freuen, dass ein die Medien hassender, die Demokratie verachtender krimineller Präsident abgewählt wurde und ein neuer ins Amt berufen wurde? Bei der »New York Times« offensichtlich nicht.

Von wegen »abgekühlt«

Vor anderthalb Jahren wurde Walter Lübcke ermordet. In dem Gerichtsprozess fordert seine Familie als Nebenklägerin lebenslange Haft für die beiden Angeklagten. Doch einer der beiden könnte mit einer Strafe für illegalen Waffenbesitz davonkommen.

Bundesanwaltschaft fordert NSU-Prozess neu aufzurollen

Zweieinhalb Jahre nach dem Urteil im NSU-Verfahren liegen dem Bundesgerichtshof die Revisionen der Prozessbeteiligten vor. Die Bundesanwaltschaft weist die Revisionen zurück, fordert aber, das Verfahren gegen André Eminger neu aufzunehmen.

Plädoyer auf Totschlag statt Mord

Die Anwälte des Hauptangeklagten im Prozess um den Mord an Walter Lübcke sehen bei der Tat keine niederen Beweggründe. Im Fall des Messerangriffs auf einen geflüchteten Iraker fordern sie sogar einen Freispruch für ihn.

Ein Satz, eine Leerstelle

Im Mordfall Walter Lübcke droht dem Hauptangeklagten Stephan Ernst eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung. Der Mitangeklagte Markus H. könnte auf freiem Fuß bleiben.