Requisit moderner Weiblichkeit

Die Frauenhose in der Bundesrepublik Deutschland und DDR (1949-1975)

Kleidung ist für symbolische Darstellung von Vorstellungen und zugeschriebenen Eigenschaften der sozialen Kategorien Männlichkeit und Weiblichkeit von zentraler Bedeutung. Dies veranschaulicht sich im westlichen Kulturkreis in besonderem Maße an der Hose. Als Symbol für Männlichkeit und gesellschaftliche Vormachtstellung war das Tragen von Hosen über Jahrhunderte ausschließlich Männern vorbehalten.

Entsprechend konfliktträchtig und einschneidend gestaltete sich der Eingang der Hose in die europäische Damenmode seit Mitte der 1950er Jahre. Mit der Etablierung der Frauenhose wurde die vestimentäre Geschlechterdistinktion beider deutscher Nachkriegsgesellschaften fundamental in Frage gestellt. Im Zuge dessen wandelten sich auch die mit der Hose verknüpften Sinn- und Vorstellungsgehalte tiefgreifend: Sie avancierte vom männlichen Privileg zum Ausdruck moderner Weiblichkeit.

Preis: 39.00 Euro

  • Autor/in: Oesterreich, Susanne
  • Verlag: Leipziger Universitätsvlg
  • Format: gebunden 347 Seiten
  • Erscheinungsjahr: 2021
  • ISBN: 3960233817

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