Ein aus Marseille in Paris einziehendes Freiwilligenbataillon singt erstmals die »Marseillaise«. Das Lied hat der Offizier Claude Joseph Rouget de Lisle im April als Kriegslied für die revolutionäre Rheinarmee gedichtet und komponiert. Es verbreitet sich in kurzer Zeit über ganz Frankreich als Revolutions- und Freiheitsgesang. Bereits 1795 wurde die »Marseillaise« zur Nationalhymne erklärt, in den folgenden Jahren jedoch mehrfach verboten und erst 1879 endgültig anerkannt.
Der US-Senat verabschiedet ein Gesetz, das die Herstellung, den Vertrieb und Transport aller rauschverursachenden Getränke untersagt. Das Prohibitionsgesetz tritt 1920 in Kraft und wird erst 1933 wieder aufgehoben. Das Verbot senkt den Alkoholkonsum nicht, im Gegenteil. Illegale Schnapsbrennereien und Schmuggel blühen auf. Die Zahl der Speak-easy-Clubs (Flüsterkneipen) steigt beispielsweise allein in New York 1922 bis 1927 von rund 5000 auf 30 000.
Der in spanischen Diensten stehende genuesische Seemann Christoph Kolumbus sticht mit der »Santa Maria« sowie den Karavellen »Niña« und »Pinta« von Huelva gen Westen in See, um einen neuen Weg nach Indien zu erkunden. Auf der Reise kommt es mehrfach zur Rebellion der Mannschaften. Am 12. Oktober 1492 erreicht Kolumbus eine Bahamas-Insel, von den Einheimischen Guanahani genannt, der er den Namen San Salvador (Heiliger Retter) gibt.
Quelle: https://www.nd-aktuell.de/artikel/1058862.wochen-chronik.html