Über sehr, sehr hässliche Dinge sprechen

Kritische Perspektiven nach der Kölner Silvesternacht: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lud zur Diskussion

  • Von Regina Stötzel
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Ausnahmslos aufklärungsbedürftig« sind auch gut einen Monat nach den sexualisierten Übergriffen auf Frauen in Köln nicht nur die begangenen Straftaten. Es gibt weiterhin großen Gesprächsbedarf.

»Wir sind keine Kriminellen, wir sind keine Vergewaltiger. Wir sind normale Leute.« Flüchtlingsaktivist Salomon Wantchoucou verbittet sich, die Vorgänge in der Silvesternacht in Köln als Vorwand dafür zu benutzen, Flüchtlinge pauschal zu verdächtigen und die Asylgesetze zu verschärfen. Wantchoucou, selbst aus Benin geflohen, hat zusammen mit anderen, die wie er in Wittenberg landeten, Anfang Januar eine Erklärung verfasst, in der die Angriffe auf Frauen scharf verurteilt werden. Gemeinsam initiierten sie eine Kampagne von Flüchtlingen für Flüchtlinge zum Thema Gleichberechtigung der Geschlechter.

Erst wenige Tage alt ist das Aktionsbündnis »Wir machen das« von 100 Frauen aus Kunst, Wissenschaft und öffentlichem Leben, unter ihnen die Soziologin Sabine Hark und die Autorin Margarete Stokowski. Sie alle wollen »der Herausforderung weltweiter Migration mit Menschlichkeit und Sachverstand« begegnen und sich für eine »Kultur des Teilen...


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