Blitzrechnen und Engelsgeduld

Jurij Nold ist deutscher »Togus Kumalak«-Matador

Erste Spuren dieses Spiels finden sich auf jenem Kontinent, von dem dereinst unsere Urahnen aufgebrochen waren, die Welt zu besiedeln. In der ägyptischen Wüste nahe dem Roten Meer gruben Archäologen hölzerne und steinerne Spielbretter mit symmetrisch angeordneten Vertiefungen aus: offenbar die Artefakte einer Gruppe von Spielen, die in weiten Teilen Afrikas unter dem Namen Oware beziehungsweise Awalé auch heute äußerst populär sind.

Für diese Spielefamilie hat sich der Begriff Mancala eingebürgert. Ihr Grundprinzip: Zwischen den Mulden der Bretter werden Steine, Kugeln, Samen oder Muscheln nach bestimmten Regeln umverteilt. Geschätzt 300 Versionen soll es in Afrika geben - doch nun behaupten die Anhänger einer Variante, die sich in Asien entwickelt hatte, dass in Wahrheit eigentlich sie die Mutter aller Mancala-Spiele in Ehren halten.

Togus Kumalak ist nicht allein in Kasachstan das traditionelle Freizeitvergnügen, hat sich a...


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