Bahnkunden fürchten Aus für Straßenbahnen

Potsdam. Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) befürchtet das Aus für den Straßenbahnverkehr in den meisten Städten Brandenburgs. Bis zum 1. Januar 2022 müssten nach den gesetzlichen Vorschriften alle öffentlichen Verkehrsmittel vollständig barrierefrei sein, teilte der DBV-Landesvorsitzende Frank Böhnke am Wochenende mit. Bei den sieben Straßenbahnbetrieben im Land gebe es mit Ausnahme von Potsdam aber fast nur Bahnen, die älter als 25 Jahre und nicht behindertengerecht seien. Eine Neuanschaffung und den Umbau der Haltestellen könnten sich die klammen Kommunen nicht leisten. Die Landesregierung lasse die Kommunen im Regen stehen und weigere sich, die notwendige Umrüstung finanziell zu unterstützen, klagte Böhnke. Ohne eine Unterstützung von Bundes- und Landesregierung sei zu befürchten, dass ab 2022 nur noch in Potsdam Straßenbahnen fahren. Derzeit gibt es sie auch in Frankfurt/Oder, Brandenburg/Havel, Cottbus sowie in Schöneiche-Rüdersdorf, Woltersdorf und Strausberg. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung