Gespür für pointensichere Wortspiele

Das Caricatura-Museum in Frankfurt am Main zeigt Drucke, Radierungen und Zeichnungen des Cartoonisten Beck

  • Von Rudolf Walther
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

»Wir sind die Eiernehmer« und der Stallbesitzer »nennt sich Eiergeber«. So hat der Karikaturist Beck die ideologisierte Redeweise von Arbeit»nehmern« und Arbeit»gebern« glossiert. Seine Werke sind nun in Frankfurt a.M. zu sehen.

Das Caricatura-Museum für Komische Kunst in Frankfurt zeigt momentan eine Ausstellung des Cartoonisten Beck. Sein Name in Spiegelschrift unter den Zeichnungen ist ebenso zu einem Markenzeichen geworden wie der Verzicht auf einen Vornamen. Beck wurde 1958 in Leipzig geboren und an der Weimarer Hochschule für Architektur und Bauwesen ausgebildet. 1984 brach er das Studium ab und wechselte zum Fach Gebrauchsgrafik, das er an der Kunsthochschule Berlin Weißensee studierte. Hier wurde er wegen »politisch-moralischen Fehlverhaltens« zwangsexmatrikuliert. Ab 1987 arbeitete Beck als Werbegrafiker und nach der Wende als Zeichner für die Ostberliner Zeitschrift »die andere«. Er schloss sich der 1989 gegründeten Künstlergruppe »PGH Glühende Zukunft« um Anke Feuchtenberger, Holger Fickelscherer u.a. an. Ab 1997 begann er, für Zeitungen, Zeitschriften und Magazine (»Die Zeit«, »Kosmos«, »Natur«) zu arbeiten und verzichtete ganz auf die Tätigkeit al...


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