Senat will gegen kriminelle Clans vorgehen

Justizsenator Heilmann kündigt ressortübergreifende Strategie bis Ende April an

Frauen werden eingeschüchtert, bedroht und verprügelt. Oberhäupter von kriminellen Großfamilien ziehen die Fäden. Der Gang zur Polizei fällt Opfern oft schwer.

Im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Paralleljustiz in Berlin will der rot-schwarze Senat bis Ende April ein Konzept vorlegen. »Das ist eine ressortübergreifende Aufgabe«, sagte Justizsenator Thomas Heilmann (CDU). Vor allem gegen die systematische Unterdrückung von Frauen in Parallelgesellschaften müsse vorgegangen werden.

»So viel Repression gegen Täter wie möglich, ja - aber das allein löst die Probleme nicht.« Opfern müssten Auswege gezeigt werden. Sie sollten ermutigt werden, Täter anzuzeigen. »Wenn die Opfer nichts sagen, hat der Rechtsstaat ganz große Schwierigkeiten bei der Strafverfolgung«, sagte der CDU-Politiker.

Aus einer im Dezember vorgelegten Studie geht hervor, dass gewalttätige Großfamilien und Clans mit mehreren tausend Angehörigen in Teilen Berlins ein Klima der Angst geschaffen haben. Betroffen sind demnach Teile von Neukölln, Wedding, Moabit, Kreuzberg und Charlottenburg - Tendenz zun...


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